• 15.05.2008, 09:44:51
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ÖH Medizin Wien: Solidarisierung mit Ärztekammer

Der niedergelassene Arzt - vom Aussterben bedroht?

Wien (OTS) - Die Universitätsvertretung an der Medizinischen
Universität Wien stellt sich solidarisch mit der österreichischen
Ärztekammer und teilt deren Meinung über die geplante
Gesundheitsreform. "Die Möglichkeit, dass bei vertragslosen Zuständen
Einzelverträge ausgehandelt werden gefährdet die zukünftige
flächendeckende Versorgung Österreichs und führt zu einem Aussterben
von qualifizierten niedergelassenen Ärzten" schließt sich Julia
Straub, Vorsitzende der ÖH Medizin Wien, der Argumentation der
Ärztekammer an. "Es stellt sich die Frage, ob wir, wenn wir in
Zukunft mit unseren Kindern zum niedergelassenen Arzt wollen, dafür
ins Kunst- oder Naturhistorische Museum müssen", so Straub weiter.

"Gerade die jetzigen Medizinstudierenden werden aufgrund eines
drohenden Ärztemangels in naher Zukunft zu einem Großteil die
medizinische Versorgung unseres Landes übernehmen müssen. Es ist
absolut kontraproduktiv, mit solch gravierenden Einschnitten in das
soziale System die Ärzte zu schwächen" stellt Stefan Konrad, stv.
Vorsitzender der ÖH Medizin Wien, fest. Konrad weiter: "Die Regierung
zeigt wenig Weitblick, wenn sie dieses Paket, so wie es gestern
veröffentlicht wurde, wirklich beschließt".

Die ÖH Medizin zeigt die Solidarität mit ihrer Standesvertretung
durch die Teilnahme am Krisengipfel der Wiener Ärzteschaft am 27. Mai
2008 und bei allfälligen weiteren Protesten. "Wir werden als
angehende Ärzte nicht die Augen vor den Rahmenbedingungen unserer
eigenen Zukunft verschließen, sondern aktiv daran mitarbeiten", so
das Vorsitzteam unisono.

Rückfragehinweis:
Stefan Konrad
Stv. Vorsitzender ÖH Medizin
Tel.: 0650 / 801 4586
mailto:[email protected]

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