- 09.05.2008, 11:43:12
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Israelitische Kultusgemeinde begrüßt die Erscheinung des Buches über die Sammlung Heinrich Rieger
Nach wie vor keine sachliche Auseinandersetung seitens Leopold
Wien (OTS) - Die Israelitische Kultusgemeinde Wien begrüßt das
jüngste Erscheinen des 12. Bandes der Reihe "Bibliothek des Raubes"
des Czernin Verlags. Die Historikerin Dr. Lisa Fischer hat in ihrem
Buch "Irgendwo - Wien, Theresienstadt und die Welt - Die Sammlung
Heinrich Rieger" nicht nur die Biographie und Familiengeschichte
eines bedeutenden Sammlers zeitgenössischer Kunst zu Beginn des 20.
Jahrhunderts nachgezeichnet, sondern auch in akribischer
wissenschaftlicher Detailarbeit die Entstehung, Bedeutung und
Zerschlagung einer Kunstsammlung durch die Nationalsozialisten
recherchiert und die Nachhaltigkeit dieses Unrechts bis heute
kritisch beleuchtet: "Die Zerstörung der Sammlung Rieger ist die
Folge eines historischen Unrechts, das so lange aufrecht bleibt,
solange die neuen Besitzenden ihre gegenwärtige Mittäterschaft nicht
erkennen und im Sinne der Ethik eines verantwortungsvollen Erinnerns
handeln," so die Autorin.
Wermutstropfen bleibt, dass die Privatstiftung Leopold Museum noch
immer nicht bereit ist, sich in einer sachlichen Art und Weise dem
Thema zu widmen - genauso wenig wie dem Faktum Rechnung zu tragen,
dass sich im Leopold Museum und in der privaten Sammlung Rudolf
Leopolds entzogene Kunstwerke aus der Sammlung Dr. Heinrich Riegers
befinden. "Taten der Redlichkeit" zu begehen - wie dies Lisa Fischer
nennt" würden auch das durch den Konflikt um das Leopold Museum
beschädigte Image Österreichs wieder herstellen.
Erika Jakubovits, Exekutiv Direktorin des Präsidiums
Dr. Ariel Muzicant, Präsident
Rückfragehinweis:
Israelitische Kultusgemeinde
Tel.: (01) 53 104-180
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