- 07.05.2008, 15:56:02
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Pirker trifft nordkoreanischen Minister in Brüssel
Abrüstung und Menschenrechte im Fokus der Gespräche
Brüssel, 7. Mai 2008 (ÖVP-PD) Der Vorsitzende der Korea-
Delegation des Europäischen Parlaments, Dr. Hubert Pirker, trifft
heute in Brüssel zu einem Gespräch mit dem für Europa zuständigen
nordkoreanischen Minister Kung Sok-ung zusammen. "Das Europäische
Parlament ist um eine Verbesserung der Beziehungen zwischen der EU
und Nordkorea bemüht. Nahezu alle EU-Staaten unterhalten
diplomatische Beziehungen zu Nordkorea. Es ist an der Zeit, dass auch
die EU mit einer offiziellen Vertretung gleichzieht", so Pirker. "Ich
setze mich dafür ein, dass unter der kommenden französischen
Präsidentschaft diesbezügliche Schritte unternommen werden." ****
Pirker hatte als Vorsitzender der Korea-Delegation in den letzten
Jahren mehrfach Nordkorea besucht und sich bei allen Gesprächen -
auch mit Vertretern Südkoreas, für eine engagierte Fortsetzung der
Sechs-Parteien-Gespräche zur nuklearen Abrüstung sowie zur weiteren
Annäherung zwischen den beiden Koreas eingesetzt. "Das Europäische
Parlament ist an positiven Fortschritten der Sechs-Parteien-Gespräche
sehr interessiert. Eine Blockade der Gespräche durch Nord-Korea ist
nicht zielführend, denn auch die nächste US-Administration wird ihre
Position bezüglich in der Atomfrage nicht ändern. Nordkorea sollte
sich auf die notwendige Stärkung seiner wirtschaftlichen Lage bemühen
- das wäre im Interesse der notleidenden Bevölkerung."
Im Gespräch mit dem nordkoreanischen Minister betonte Pirker die
Bereitschaft des Europaparlaments, aber auch der Europäischen Union,
als ehrlicher Makler in de Sechs-Parteien-Gesprächen sowie in der
Verbesserung der Beziehungen zu Südkorea zu wirken. "Wir begrüßen
alle Schritte, die zu mehr Kooperation und einem besseren Verständnis
führen. Nordkorea muss aber auch verstehen, dass für die Europäische
Union die Einhaltung der Menschenrechte eine nicht verhandelbare
Grundfrage jeder künftigen engeren Kooperation ist. Ein offener und
ehrlicher Dialog über die Lage der Menschenrechte in Nordkorea ist
notwendig aber auch konkrete Maßnahmen, wie die Versorgung mit
Nahrungsmitteln, der Zugang zu Informationen und die freie
Meinungsäußerung, müssen umgehend gesetzt werden. Wir erwarten uns
keine Änderung über Nacht, aber doch die Bereitschaft zur Diskussion
und stete Fortschritte", so Pirker abschließend.
Rückfragen: Dr. Hubert Pirker MEP, Tel.: +32-2-284-5766
([email protected]) oder Mag. Philipp M. Schulmeister,
EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
([email protected])
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