• 22.04.2008, 12:48:07
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  • OTS0202 OTW0202

Massive Ablehnung der Bevölkerung von Aut-idem

Einseitige Regelungen gefährden Patientensicherheit

Wien (OTS) - "Viele vorgeschlagene Maßnahmen der Sozialpartner zur
Gesundheitsreform sind ein Schritt in die richtige Richtung", nimmt
der Obmann des Österreichischen Generikaverbandes, Otmar Peischl, zum
vorliegenden Papier Stellung. Hingegen führen einseitige Änderungen
eines bestehenden Systems zu Compliance-Problemen und steigenden
Gesundheitskosten. Über 87 Prozent der deutschen Bevölkerung sprechen
sich klar gegen eine Aut-idem-Regelung aus. Ein Nein zu Aut-idem
kommt auch vom Generikaverband.

"Besonders begrüßenswert sind die von den Sozialpartnern
geforderten Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz von Generika, zur
Steuerung der Therapien aus den Krankenanstalten heraus sowie
Anreizmechanismen hinsichtlich ökonomischer Verordnungen", fasst
Peischl zusammen: "Damit kann die Kostenbremse Generika kräftig
wirken." Auch Ansätzen, wie dem Arzneimittelsicherheitsgurt, steht
der Österreichische Generikaverband positiv gegenüber. Voraussetzung
für die höchstmögliche Patientensicherheit ist aber ein geschlossenes
System, das Ärzte und Apotheker gleichermaßen mit einbezieht.

Nein zu Aut-idem

Grundsätzlich sind einseitige Veränderungen im Gesundheitssystem -
wie ein Aut-idem durch Apotheken oder ein Dispensierrecht für Ärzte -
abzulehnen. Daher spricht sich der Österreichische Generikaverband
gegen eine Aut-idem-Regelung in Österreich aus. "Wir sehen die
Compliance der Patienten in Gefahr", erklärt Peischl. Oberstes Ziel
ist die Vermeidung jeglicher Irritationen und die Wahrung der
Patientensicherheit.

Kein Vorteil für Patienten

Bei einer einseitigen Regelung hat der Patient keinen Vorteil. Er
weiß nicht mehr, wer ihn therapiert, Arzt oder Apotheker? An wen kann
er sich bei Fragen und Problemen wenden? Wer übernimmt die
Verantwortung? Aufgrund all dieser Faktoren sind eine drastische
Verschlechterung des Therapieerfolges sowie Folgeschäden und erhöhte
Kosten zu erwarten. Speziell ein Austausch von Generika
untereinander, d. h. ein günstiges Medikament gegen ein anderes
günstiges Medikament, bringt nichts (wo sind die Einsparungseffekte
für die Sozialversicherungsträger?).

Bereits massive Ablehnung der Bevölkerung von Aut-idem in Deutschland

Die in Deutschland versuchte Aut-idem-Regelung stößt auf massive
Ablehnung der Bevölkerung. Das belegt eine aktuelle, repräsentative
GfK-Umfrage (GfK Nürnberg, 12/2007) mit 2000 Personen in Deutschland:
Über 87 Prozent der Befragten sprechen sich gegen eine
Aut-idem-Regelung aus.

Nachhaltige Lösungen zum Wohle der Patienten erforderlich

Wie mehrfach belegt, haben Generikaverordnungen die
Versorgungsqualität deutlich verbessert, ganz im Sinne eines
erstklassigen Gesundheitssystems: Generika gibt es im Preisvergleich
mit nicht-generischen Arzneimitteln schon um die Hälfte. Für die
Krankenkassen bedeutet das, doppelt so viele Patienten können um das
gleiche Geld optimal behandelt werden. Damit leisten Generika einen
nachhaltigen Beitrag zur Finanzierung und Erhaltung des hohen Niveaus
der medizinischen Versorgung der österreichischen Bevölkerung.

Rückfragehinweis:
Firma: Österreichischer Generikaverband
Ansprechperson: Mag.(FH) Waltraud Janisch-Lang
Tel.: 0650 544 92 92
mailto: [email protected]
http://www.generikaverband.at

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