OTS0013 / 18.04.2008 / 08:48 / Channel: Politik / Aussender: Kathpress
Stichworte: Benedikt.XVI / Christen / Juden / KATHPRESS / Pessach / Religion


Papstgrüße zum jüdischen Pessach-Fest


utl: Benedikt XVI. unterstreicht die Bedeutung der Konzilserklärung
"Nostra Aetate" für die Entwicklung der Beziehungen zwischen
Katholiken und Juden =
   Washington-Vatikanstadt, 18.4.08 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat den
Juden weltweit von Washington aus zum Pessach-Fest gratuliert. In
einer Botschaft bekundete er seine Nähe zum jüdischen Volk und
bekräftigte den Willen der katholischen Kirche zum interreligiösen
Dialog. Seine Adressaten nannte er "meine jüdischen Brüder und
Schwestern". Das Pessach-Fest beginnt am Samstag.
Nachdrücklich unterstrich der Papst die Bedeutung des Zweiten
Vatikanischen Konzils (1962-1965) und seiner Aussagen über die
katholisch-jüdische Beziehungen ("Nostra Aetate"). Die katholische
Kirche wolle den Dialog fortführen, der die Beziehungen "grundlegend
gewandelt und verbessert" habe. Das Verhältnis der beiden
Gemeinschaften charakterisierte er als von wachsendem Vertrauen und
Freundschaft geprägt. In den vergangenen Monaten hatte die Neufassung
der Karfreitagsfürbitte in Liturgiefeiern nach dem "alten Usus" von
1962 für Verstimmungen gesorgt.
Benedikt XVI. betonte jetzt in seiner Botschaft, das biblische Bild
einer endzeitlichen Völkerwallfahrt zum Zion biete eine "Perspektive
universaler Brüderlichkeit auf dem Weg der Gerechtigkeit und des
Friedens". Diese gemeinsame Hoffnung ermögliche es den Christen, an
der Seite der Juden "das Pascha des Todes und der Auferstehung
Christi" zu feiern. Das christliche Ostern sei "untrennbar" mit dem
jüdischen Pessach-Fest verbunden.
Trotz aller Unterschiede einten Ostern und Pessach Christen und Juden
in einer gemeinsamen Hoffnung, die auf Gott und seine Barmherzigkeit
gerichtet sei, so der Papst. Er bitte die Juden "in Respekt und
Freundschaft", seine Wünsche zum Fest anzunehmen, stellte Benedikt
XVI. fest und formulierte eine Einladung zu interreligiöser
humanitärer Zusammenarbeit. Die gemeinsame Hoffnung auf Frieden in
der Welt richte sich besonders auf den Nahen Osten und das Heilige
Land, so Benedikt XVI. (forts mgl)
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