- 16.04.2008, 12:27:23
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Klimaschutzgipfel 2008: BAU!MASSIV! unterstützt Klimaziele der Regierung
ABER: Zur Forcierung der Sanierungsrate sind Anreizmodelle außerhalb der Wohnbauförderung zu schaffen
Wien (OTS) - Der soeben erschienene Rechnungshofbericht kritisiert
die Bundesregierung, dass bei der thermischen Gebäudesanierung noch
viel zu wenig getan wurde. Zur Erreichung der angestrebten
Klimaschutzziele bis 2020 ist die Sanierung von rund 1,5 Millionen
Wohneinheiten notwendig. Das entspricht im großen und ganzen jener
Bausubstanz, die nach dem zweiten Weltkrieg bis 1980 errichtet wurde.
Die Bundesregierung peilt eine Anhebung der derzeitigen
Sanierungsrate von 1% auf 3% an, wodurch weitere 3,27 Milliarden Euro
pro Jahr für zusätzliche Sanierung notwendig sind. Problematisch ist,
dass der Anreiz zur Sanierung durch die Wohnbauförderung derzeit
nicht ausreichend gegeben ist. Die Erfahrung zeigt, dass sich
Hauseigentümer vor allem im Eigenheimbereich eine Sanierung erst ab
einer Förderung von einem Drittel bis zur Hälfte leisten können.
Daher fordert BAU!MASSIV! die Schaffung von zusätzlichen
Anreizmodellen außerhalb der Wohnbauförderung.
"Ein fataler Fehler wäre es, die Wohnbauförderungsgelder zu Lasten
des Neubaus umzuschichten. Laut einer Studie des WIFO wird der
Wohnraumbedarf von derzeit 43.000 auf 55.000 Wohneinheiten pro Jahr
anwachsen. Um dieser steigenden Nachfrage und den Mehrkosten für
energetisch hochwertiges Bauen nachzukommen, ergibt sich sogar schon
für den unbedingt notwendigen Neubau ein erhebliches
Finanzierungsmanko", warnt DI Othmar Kronthaler, Obmann der
Arbeitsgemeinschaft BAU!MASSIV!, der Arbeitsgemeinschaft der
österreichischen Baumeister und der Hersteller mineralisch gebundener
Baustoffe.
Die anstehende Steuerreform bietet die wertvolle Chance klare
fiskalische Anreize für die thermische Sanierung und energiesparende
Bauweisen zu schaffen. "Nur so kann die breite Masse der
Hausbesitzer, deren Traum vom eigenen Heim zumeist erst durch eine
"Lebensfinanzierung" möglich wurde, zusätzliche Mittel für eine
Gebäudesanierung aufbringen", so Kronthaler weiter. "Unsere
Baumeister übernehmen dabei eine immer wichtigere Rolle: Sie geben
Orientierung im 'Richtlinien-Dschungel' und sind der ideale Partner
für Neubau und Sanierung nach höchsten Klimaschutzkriterien".
Über BAU!MASSIV!
BAU!MASSIV! ist eine Arbeitsgemeinschaft der österreichischen
Baumeister und der Hersteller mineralisch gebundener Baustoffe.
Trägerorganisation der ARGE sind die Bundesinnung Bau und der
Fachverband der Stein- und keramischen Industrie. Ziel der ARGE ist
es, die zahlreichen Vorteile des Massivbaues aufzuzeigen und die
nachhaltige Anwendung mineralisch gebundener Baustoffe zu fördern.
BAU!MASSIV! unterstützt Bauinteressierte und bündelt die
Informationstätigkeit der Branche.
Rückfragehinweis:
Günter Schiester oder Rosanna Zernatto Pressestelle BAU!MASSIV! Trimedia Communications Austria A-1070 Wien, Siebensterngasse 31 Tel.: 01 524 43 00-37 mailto:[email protected] mailto:[email protected]
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