- 14.04.2008, 12:57:08
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ÖH: Lob und Tadel für Unipolitik
40 Prozent Frauenquote erfreulich, Handlungsbedarf bei AkademikerInnenquote
Wien (OTS) - Die heute veröffentlichte Studie des Rats für
Forschung und Technologieentwicklung nimmt die Österreichische
HochschülerInnenschaft (ÖH) erneut zum Anlass, Maßnahmen zur Erhöhung
der AkademikerInnenquote einzufordern: "Der prognostizierte starke
Beschäftigungsanstieg von, und der im OECD-Vergleich niedrige Anteil
an tertiären Bildungsabschlüssen, bedeutet einen klaren Auftrag für
die Bundesregierung diesbezüglich aktiv zu werden und zusätzliche
Finanzmittel in die Hand zu nehmen. Österreich kann es sich nicht
leisten das frei liegendes Potential ungenützt zu lassen, zumal sich
jeder Bildungs-Euro langfristig amortisiert", fordert Hartwig Brandl
(ÖH-Vorsitzteam) ein rasches Umdenken der Verantwortlichen.
In diesem Licht kommt dem Antrag der SPÖ nach Abschaffung der
Studiengebühren besondere Bedeutung zu: "Als Barriere zu Beginn und
während des Studiums tragen Uni-Gebühren ihren Teil dazu bei, den
AkademikerInnen-Anteil niedrig zu halten. Die ÖH fordert wiederholt
deren ersatzlose Streichung bei vollem Einnahmeersatz der
Universitäten durch den Bund", so Verena Czaby (ÖH-Vorsitzteam) und
weiter: "Die Abschaffung der doppelten Studiengebühren für
ausländische Studierende muss dabei oberste Priorität haben".
Zufrieden zeigt sich die ÖH mit der geplanten Umsetzung einer
langjährigen Forderung. Im Zuge der UG-Novellierung ist eine
40-prozentige Frauenquote in Universitätsgremien vorgesehen, was
"einen ersten wichtigen Schritt darstellt, um die gläserne Decke an
den Unis zu durchbrechen. Die Nichterfüllung dieser Vorgabe muss
jedoch Sanktionen zur Folge haben. Die Quote darf nicht zur bloßen
Soll-Bestimmung verkommen. Maßnahmen, um den Frauenanteil auch unter
den Lehrenden und im Wissenschaftsbetrieb zu steigern, sind außerdem
unerlässlich und müssen folgen", schließt Lisa Schindler vom
ÖH-Vorsitzteam.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Florian Kozák, Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 217
mailto: [email protected] http://www.oeh.ac.at
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