• 14.04.2008, 09:10:00
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ÖH WU: Zugang zum "Master" muss offen bleiben

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Hochschülerschaft an der
Wirtschaftsuniversität Wien (ÖH WU), Manfred Buchner freut sich über
die Tatsache, dass der Zugang zu den Master-Studien vorerst für alle
Studierenden offen bleibt und Bundesminister Dr. Johannes Hahn das
Thema "Beschränkung" vorerst ad acta gelegt hat. "Eine unserer
zentralen Forderungen war und ist es stets, die Zugangsmodalitäten
für die Master-Studien so zu gestalten, dass allen Studierenden die
Möglichkeit offen steht, an ihren Bachelor-Abschluss ein
Master-Studium anzuhängen."

Die Forderung nach einem offenen Masterzugang wird darüber hinaus
dadurch bestärkt, dass die Akzeptanz von Bachelor-Absolventen am
heimischen Arbeitsmarkt alles andere als gesichert ist. "Es besteht
enormer Informationsmangel hinsichtlich der Wertigkeit eines
Bachelor-Studiums. Sowohl Studierende als auch Arbeitgeber sind
oftmals verunsichert, wie sie dieses neue Studium einordnen sollen.
Die Umstellung auf die Bologna-Architektur bedeutet für viele
Absolventen Unklarheit darüber, wie ihre Ausbildung am Arbeitsmarkt
aufgenommen wird. Und gerade deshalb muss der Zugang zu den
Master-Studien offen bleiben, denn so haben alle Studierenden
zumindest die Möglichkeit, sich noch tiefgehender für das
bevorstehende Berufsleben zu qualifizieren."

Der Hintergedanke der Umstellung auf das dreigliedrige
Studiensystem und die Einführung der Bachelor-Studien ist es,
Studierenden einen schnelleren Studienabschluss zu ermöglichen und
sie somit schneller und effizienter in die Berufswelt zu entsenden.
Aufgrund der angesprochenen Unsicherheit unter Studierenden und am
Arbeitsmarkt ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt keinesfalls abzusehen,
in wie weit Studierende sich mit einem alleinigen Bachelor-Abschluss
zufrieden geben werden. "Hier sind die Vertreter der Universitäten
als auch jene der Wirtschaft dazu aufgerufen, ihrer allgemeinen
Informationspflicht über die neue Studienarchitektur nachzukommen!",
erklärt Manfred Buchner weiter.

Trotz der positiven Nachricht über den derzeitigen Stand der
Masterregelung sieht Buchner diese Problematik noch lange nicht
geklärt. "Solange die Verantwortlichen der österreichischen
Bildungspolitik nicht für eine deutliche Mittelaufstockung für die
einzelnen Universitäten einstehen, wird der Qualitätsstandard selbst
für die Master-Studien auf lange Sicht nicht zu halten sein," so
Buchner. Weiters sieht der Vorsitzende der ÖH WU die
Universitätslandschaft in Anbetracht der derzeitigen Übergangsphase
von Diplom- auf Bachelor-Studien unter enormem organisatorischen aber
vor allem auch finanziellen Druck. "Sollten die Universitätsbudgets
nicht generell aufgestockt werden, ist das Qualitätsniveau auf lange
Sicht hin wohl kaum gesichert," resümiert Manfred Buchner.

Rückfragehinweis:
Arno Ahornegger
Presse & Medien
Tel.: +43 (0) 1 31336 5860
Fax: +43 (0) 1 31336 90 5860
mailto:[email protected]

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