- 11.04.2008, 13:21:02
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ÖH: Offener Masterzugang erfreulich
Forderung nach Abschaffung der doppelten Studiengebühren für ausländische Studierende und des Unirats
Wien (OTS) - Im Bereich der anstehenden Novellierung des
Universitätsgesetzes zeigt sich die Österreichische
HochschülerInnenschaft über die vermutliche Ausgestaltung
grundsätzlich erfreut. "Es ist sehr wichtig, dass die absolute
Mehrheit der ProfessorInnenkurie im Senat nun endlich abgeschafft
wird. Eine Stärkung der Kurie der Studierenden wäre für uns in diesem
Zusammenhang natürlich noch besonders wichtig. Ebenfall durchaus
positiv ist, dass die Senate nun doch nicht wesentlich an Kompetenzen
verlieren, dennoch sehen wir hier noch Verbesserungspotential. Die
Universitätsräte, als universitätsfremde Gremien, haben sich in den
letzten Jahren nicht bewährt und sollten daher im Zuge der
Novellierung abgeschafft werden. Stattdessen wäre eine Aufwertung des
Senats vor allem auch bei der RektorInnenwahl wichtig, um die innere
Legitimität des Rektors oder der Rektorin an der Uni zu sichern.
Sollte es zu einer Findungskommission kommen, so muss sichergestellt
werden, dass auch einE VertreterIn der Studierenden darin verankert
ist", zeigt Hartwig Brandl (ÖH-Vorsitzteam) ein Problemfeld auf.
Lisa Schindler vom ÖH-Vorsitzteam zeigt sich ebenfalls zufrieden
mit einigen Ankündigungen im Zusammenhang mit der Novellierung des
Universitätsgesetzes: "Es ist erfreulich, dass nun endlich geklärt
ist, dass das Masterstudium nicht beschränkt wird. Es war wichtig,
dass Studierende das Recht und die Möglichkeit haben nach dem
Bachelorstudium weiterzustudieren. Deshalb freuen wir uns über diesen
Verhandlungserfolg ganz besonders, da zusätzliche Beschränkungen hier
fatal für Studierende gewesen wären. Dabei unterstützen wir aber auch
die Universitäten in ihrer Forderung nach einer Aufstockung des
Uni-Budgets. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung endlich
ein Bekenntnis zu Bildung setzt und dem Entschließungsantrag nach
Erhöhung des Uni-Budgets nachkommt."
"Im Zuge der Novellierung des Universitätsgesetzes fordern wir
eine Abschaffung der Studiengebühren, Scherze darüber sind aber alles
andre als angebracht. Was aber jedenfalls passieren sollte ist, dass
endlich die doppelten Studiengebühren für ausländische Studierende
fallen müssen. Dabei handelt es sich um eine klare Diskriminierung",
betont Verena Czaby vom Vorsitzteam der ÖH und zeigt noch ein
weiteres Problemfeld auf: "Darüber hinaus ist es notwendig, dass
endlich vermehrt universitäre Frauenförderung betrieben wird. Hier
gilt es vor allem bei Berufungsverfahren stärker auf den Frauenanteil
zu achten und stärkere Sanktionen bei Nichtbeachtung im Gesetz
festzuschreiben."
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Olivia Weiss, Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 211
mailto:[email protected] http://www.oeh.ac.at
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