• 08.04.2008, 12:23:48
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  • OTS0156 OTW0156

UG-Novelle: ÖH fordert Kehrtwende

Senatsstärkung, gemeinsame Kurie der Lehrenden, keine weiteren Zugangsbeschränkungen

Wien (OTS) - Nach den gestern prognostizierten
Verhandlungserfolgen von SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal fordert
die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) die tatsächliche
Durchsetzung grundlegender Änderungen im Zuge der UG-Novellierung:
"Hier muss das Augenmerk auf der Rolle des Senats liegen. Dies
betrifft sowohl seine interne Zusammensetzung als auch seine
Kompetenzen im Verhältnis zum Rektorat und Unirat. Entgegen der
Absicht von Wissenschaftsminister Hahn ist eine Aufwertung des Senats
notwendig", weist Lisa Schindler (ÖH-Vorsitzteam) auf die Lücke
zwischen der Forderung des Ministeriums und der SPÖ hin und weiter:
"Die Implementierung einer gemeinsamen Kurie aller Hochschullehrenden
soll zudem das bisherige Kastensystem mit ProfessorInnen und
Mittelbau ablösen."

"Ein freier Übergang von Bachelor- auf Master- bzw.
Doktorat/PhD-Studien muss erhalten bleiben. Die propagierte Wende in
der Bildungspolitik ist mit einer weiteren Beschränkung des
Studienzugangs nicht in Einklang zu bringen. Das novellierte
Universitätsgesetz muss dies klar zum Ausdruck bringen und die
Erhöhung der AkademikerInnenquote mit möglichst hohem Abschluss zum
Ziel haben", fordert Verena Czaby (ÖH-Vorsitzteam) und unterstützt
Rektor Badelt in seiner Forderung, "dass dies nicht ohne die
deutliche Erhöhung des Uni-Budgets bewerkstelligt werden kann, was
bereits in einem Entschließungsantrag des Nationalrates beschlossen
wurde. Andernfalls kann eine weitere Verschlechterung der
Hochschulbildung nicht verhindert werden."

ÖH-Unterstützung findet die Forderung von Wissenschaftssprecher
Kurt Grünewald (Grüne), die RektorInnen wieder durch eine
Universitätsversammlung zu wählen, welche alle universitären Gruppen
umfasst. "Dem Rat als universitätsexternem und von der Regierung
mitbesetztem Gremium mehr Rechte bei der Bestellung der RektorInnen
zu übertragen ist, im Licht der bereits existierenden umfassenden
Kompetenzen, nicht sinnvoll. Der politische Einfluss auf scheinbar
autonome Universitäten bliebe so gewahrt und muss verhindert
werden", insistiert Hartwig Brandl (ÖH-Vorsitzteam) abschließend auf
die Autonomie der Hochschulen sowie die Abschaffung des Rates und
fordert zumindest eine Beschränkung auf beratende und kontrollierende
Funktionen.

Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Florian Kozák, Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 217
mailto: [email protected] http://www.oeh.ac.at

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