- 08.04.2008, 11:46:29
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Boehringer Ingelheim wächst 2007 wieder schneller als der Markt SPIRIVA(R), MICARDIS(R) und FLOMAX(R) die größten Produkte
Gut gefüllte Produktpipeline aus eigener Forschung und Entwicklung
Wien (OTS) - Boehringer Ingelheim hat auch 2007 seinen
erfolgreichen Kurs fortgesetzt und ist, zum achten Mal in Folge,
stärker gewachsen als der Pharmamarkt. Wie das Unternehmen auf seiner
Jahrespressekonferenz in Ingelheim mitteilte, stiegen die
Umsatzerlöse um +8,8% in lokaler Währung (+3,6% auf Euro-Basis) auf
fast 11 Milliarden Euro (2006: 10,5 Milliarden Euro). Das
Betriebsergebnis, vergleichbar dem EBIT, bewegt sich mit 2,1
Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Das entspricht einer operativen
Rendite (Verhältnis von Betriebsergebnis zu Erlösen) von 19,2%. Das
Ergebnis nach Steuern betrug gut 1,8 Milliarden Euro, was einem
Anstieg zum Vorjahr von +4,8% entspricht. Die Zahl der Mitarbeiter
erhöhte sich weltweit um fast 1.400 auf 39.800 (+ 3,6%). Auch für
2008 rechnet Boehringer Ingelheim in lokalen Währungen mit einem
Erlös-Wachstum leicht über Marktniveau im hohen einstelligen Bereich.
Dr. Alessandro Banchi, Sprecher der Unternehmensleitung von
Boehringer Ingelheim und verantwortlich für den Unternehmensbereich
Pharmamarketing und -vertrieb, erklärte: "Wir können wieder auf ein
erfolgreiches Jahr für Boehringer Ingelheim zurückblicken und konnten
unseren Wachstumskurs 2007 weiter fortsetzen." "Unsere Produkte
helfen den Patienten, unsere Produktpipeline ist gut gefüllt und
unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert."
Dabei musste sich das Unternehmen 2007 zwei wesentlichen
Herausforderungen stellen: einerseits der Schwäche des US-Dollar und
des japanischen Yen gegenüber dem Euro, und andererseits einem
gegenüber 2006 nochmals starken Erlösrückgang für das Produkt
MOBIC(R), dessen Patent für den US-Markt 2006 ausgelaufen war.
Insgesamt war bei diesem Produkt ein Rückgang der Nettoerlöse von 340
Millionen Euro zu kompensieren. Zusätzlich führte der Währungseffekt
zu einem Umsatzverlust von mehr als 5% gegenüber dem Vorjahr. Die
Tatsache, dass es Boehringer Ingelheim trotz dieser Herausforderungen
gelungen ist, auf Euro-Basis um +3,6% zu wachsen, unterstreicht die
herausragende Wachstumsdynamik seines Produktportfolios.
Nach Berechnungen des Gesundheitsinformationsdienstes IMS wuchs
Boehringer Ingelheim mit +7,1% wieder über dem Pharmamarkt, der um
+6,0% zulegte. Boehringer Ingelheim erreichte auch 2007 einen
stabilen Marktanteil von fast 2% und sicherte sich den 15. Platz
unter den internationalen Pharmafirmen.
Unsere Medikamente bieten einen echten therapeutischen Vorteil für
Patienten
Die Akzeptanz der verschreibungspflichtigen Medikamente des
Unternehmens war auch 2007 sehr gut und führte zu einer deutlichen
Verbesserung ihrer jeweiligen Marktposition. Sämtliche Kernprodukte
erzielten 2007 einen deutlichen Erlöszuwachs und haben auch in
Zukunft weiteres Wachstumspotenzial.
Allen voran steht das Medikament SPIRIVA(R) (Tiotropiumbromid),
das weltweit führende Medikament zur Behandlung der
chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD), das 2007 erneut um
+35% in lokaler Währung auf knapp 1,8 Milliarden Euro zulegte.
Darüber hinaus wurde der RESPIMAT(R) Soft Inhaler mit SPIRIVA(R) nach
dessen Registrierung in der EU im Herbst 2007 in Deutschland,
Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien eingeführt.
Markteinführungen in weiteren Ländern werden 2008 folgen. Die hohe
Nachfrage von Seiten der Patienten und Ärzte deutet darauf hin, dass
Boehringer Ingelheim einen weiteren Durchbruch mit seinem COPD
Medikament in einem innovativen Inhalationsgerät erreicht hat.
MICARDIS(R) (Telmisartan), ein besonders wirksamer und gut
verträglicher Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) zur Behandlung des
essenziellen Bluthochdrucks mit der längsten Wirkungsdauer in dieser
Medikamentenklasse, erbrachte Erlöse von 1.123 Millionen Euro sowie
Zuwächse von +23% in lokaler Währung. FLOMAX(R)/ALNA(R) zur
Behandlung von gutartiger Prostatavergrößerung erwirtschafte Erlöse
in Höhe von 1.020 Millionen Euro und erzielte lokale Zuwächse von
+19%. Aber auch SIFROL(R)/MIRAPEX(R) (Pramipexol) zur symptomatischen
Behandlung der Parkinson-Krankheit und zur Behandlung des
Restless-Legs-Syndroms in mittelstarken bis schweren
Krankheitsstadien, erzielte Erlöse von 644 Millionen Euro und lokale
Zuwächse von +26%. Und nicht zuletzt auch AGGRENOX(R) (Retardiertes
Dipyridamol/ASS), ein Medikament zur Sekundärprävention von
Schlaganfällen, entwickelte sich sehr erfreulich mit Erlösen von 278
Millionen Euro und Zuwächsen von +32% in lokaler Währung.
Die Geschäftsfelder von Boehringer Ingelheim
Das Geschäft mit dem wichtigsten strategischen Geschäftsfeld
Humanpharmazeutika mit verschreibungspflichtigen Medikamenten trägt
79% zu den Gesamterlösen von Boehringer Ingelheim bei. Hier stiegen
die Erlöse 2007 währungsbereinigt um fast +10% (+4,2% auf Euro-Basis)
auf mehr als 8,6 Milliarden Euro. Das Selbstmedikationsgeschäft legte
währungsbereinigt um +11,7% (+7,2% auf Euro-Basis) auf 1,14
Milliarden Euro zu.
Die Gesamterlöse aus dem Industriekundengeschäft (Biopharmazie,
Pharmazeutische Produktion und Pharmachemikalien) beliefen sich auf
739 Millionen Euro und lagen unter den Zahlen des Vorjahres (-6,5%
wechselkursbereinigt, -8,6% auf Euro-Basis). Neben den
Wechselkursauswirkungen war der Erlösrückgang im Biopharmazie-Segment
auch darauf zurückzuführen, dass, wie geplant, die ältere der beiden
Anlagen in Biberach, Deutschland, wegen technischer Aufrüstungen für
einige Monate nicht betrieben werden konnte.
Zu den strategischen Geschäftsfeldern von Boehringer Ingelheim
gehört auch die Tiergesundheit. Boehringer Ingelheim konnte als ein
international führender Anbieter von tiermedizinischen Produkten den
erfreulichen Wachstumskurs der vergangenen Jahre weiter fortsetzen
mit einer Steigerung der Nettoerlöse von +13,1% in lokaler Währung
(+9,1% auf Euro-Basis) auf 408 Millionen Euro. Vor allem die
Impfstoffe für Schweine haben ein solides Wachstum erzielt. Hiermit
ist Boehringer Ingelheim auf gutem Weg, Weltmarktführer im
Impfstoffsegment für Schweine zu werden.
Das im Jahr 2007 erzielte Wachstum von Boehringer Ingelheim wurde
von allen drei Regionen getragen. Einmal mehr war im vergangenen Jahr
Nord- und Südamerika die umsatzstärkste Region des Unternehmens. Hier
wurden mehr als 5,4 Milliarden Euro erlöst (2007: 5,3 Milliarden
Euro). Die USA blieben trotz einer auf Euro-Basis stagnierenden
Entwicklung der Hauptmotor des Wachstums und haben mit Erlösen von
4,5 Milliarden Euro (ca. +12% in lokaler Währung) den größten Beitrag
zu den weltweiten Nettoerlösen und zum Gewinn beigesteuert.
Das stärkste Wachstum unter den Regionen erzielte Europa mit
Erlösen von 3,6 Milliarden Euro (+8,6% in lokaler Währung) und hat
einen Gesamterlös-Anteil von knapp 33% erreicht. Stärkstes Land in
dieser Region war wiederum Deutschland mit Gesamterlösen von 853
Millionen; hierbei entfielen allerdings nur 444 Millionen Euro auf
verschreibungspflichtige Arzneimittel.
Die Region Asien, Australien, Afrika (AAA) erzielte Erlöse von 1,9
Milliarden Euro und erbrachte einen Anteil von 17,5% der weltweiten
Erlöse von Boehringer Ingelheim, wobei Japan mit 1,2 Milliarden Euro
das stärkste Land in dieser Region ist. Auch das Wachstum in der
Region Asien, Australien, Afrika (AAA) wurde signifikant von den
Wechselkursveränderungen beeinflusst; die Erlöse lagen daher auf
Euro-Basis nur leicht über den Vorjahreswerten.
Professor Muff unterstrich die sehr soliden Finanzkennzahlen und
den Willen des Unternehmens, seine langfristige Unabhängigkeit als
forschendes Pharmaunternehmen in einem immer risikoreicher werdenden
Umfeld zu sichern. "Nachhaltige Unabhängigkeit kann man nur haben,
wenn das Zusammenspiel der essenziellen Faktoren Liquidität,
Profitabilität und Erfolgspotenzial der Entwicklungspipeline die
finanzielle Sicherheit in Gegenwart und Zukunft gewährleisten. Dafür
sehen wir für unser Unternehmen mittel- bis langfristig eine gute
Zukunft", sagte Professor Muff.
Jedoch gelte es auch, die längerfristig bestehenden Tendenzen und
ansteigenden Risiken für die pharmazeutische Industrie im Auge zu
behalten, vor allem, wie die zuständigen Stellen die Anreizsysteme
zur Aufnahme der kostenintensiven Erforschung und Entwicklung neuer
Arzneimittel mit therapeutischem Fortschritt gestalte.
Unsere Mitarbeiter - die wichtigste Voraussetzung für zukünftige
Erfolge
Dr. Banchi und Professor Muff hoben den besonderen Stellenwert
hervor, den das Unternehmen seinen Mitarbeitern zumesse. Sie seien
die ursächliche Kraft für die Innovationsleistung des Unternehmens
und somit die wichtigste Voraussetzung für die zukünftige
Unternehmensentwicklung. Hierbei erfülle es Boehringer Ingelheim mit
besonderer Freude, dass man im Rahmen der im Jahr 2007 vom
Wissenschaftsmagazin ‚Science’ durchgeführten Top Employers Survey
den ersten Platz belegt hat und damit als attraktivster Arbeitgeber
für Wissenschaftler in Europa und USA eingestuft wurde.
Seit 2003 stieg die Mitarbeiterzahl weltweit um rund 5.500, oder um
+16%. Alleine auf Deutschland entfiel davon ein Zuwachs von mehr als
1.700 Mitarbeitern, was einer Steigerung von mehr als +17%
entspricht. Die gestiegene Mitarbeiterzahl bedeute zugleich die
Verpflichtung, die internen Prozesse und Strukturen weiterhin ständig
zu überprüfen und zu verbessern. Eine besondere Herausforderung sei -
auch für Boehringer Ingelheim - die demographische Entwicklung in
vielen Ländern, welche mit einer breit angelegten Initiative:
"Perspektive Demographie" mit entsprechenden Maßnahmen aktiv
aufgegriffen werde.
Neueinführungen und gut gefüllte Produktpipeline - Garant für die
Zukunft
Für die Zukunft zeichnete Dr. Banchi ein positives Bild. So sei
2008 ein ausgesprochen wichtiges Jahr für die Entwicklung des
Unternehmens. Ende März 2008 wurde das Produkt PRADAXA(R) aus der
eigenen Forschung und Entwicklung, der erste orale Gerinnungshemmer
aus der Klasse der direkten Thrombininhibitoren, in seiner ersten
Indikation für die Prävention venöser thromboembolischer Ereignisse
bei Erwachsenen nach einer elektiven Hüft- oder
Kniegelenkersatz-Operation von der Europäischen Kommission
zugelassen. Weitere vier Indikationen sind in klinischer Entwicklung.
"Wir sind überzeugt, dass PRADAXA(R) in Zukunft für noch mehr
Patienten und Ärzte für unterschiedliche Krankheitsbilder bedeutsam
sein wird und nach über 40 Jahren mit Vitamin K Antagonisten als
Goldstandard, die Therapierichtlinien zur Prävention von
Thromboembolien verändern wird," sagte Dr. Banchi.
Weiterhin wird das Jahr 2008 gekennzeichnet sein durch die
Publikation verschiedener Landmark Studien (Phase-IV) Studien. Als
erste Studie wurden die Ergebnisse der ONTARGET(R)-Studie zum Schutz
vor kardiovaskulären Ereignissen veröffentlicht, welche belegte, dass
Telmisartan (MICARDIS)(R) bei Hochrisikopatienten ebenso gut vor
kardiovaskulären Ereignissen schützt wie der derzeitige Goldstandard
Ramipril und dabei signifikant besser verträglich ist. Telmisartan
(MICARDIS(R)) ist der erste und einzige Angiotensin- Rezeptor-Blocker
(ARB), für den eine kardiovaskuläre Protektion bei Patienten mit
hohen kardiovaskulären Risiken belegt ist - unabhängig von einem
blutdrucksenkenden Effekt.
Weitere wichtige Ergebnisse werden 2008 für die PRoFESS(R) Studie
mit AGGRENOX(R) sowie für die UPLIFT(R) Studie für SPIRIVA(R)
erwartet. "Positive Ergebnisse aus den Studien bedeuten neue
medizinische Erkenntnisse und erweiterte, neue Indikationen für
unsere Medikamente zum Nutzen von Patienten," so Dr. Banchi.
Überdies konnten mehrere eigene Entwicklungssubstanzen aus
verschiedenen Therapiegebieten in die nächste klinische
Entwicklungsphase übernommen werden. Jeweils in der klinischen Phase
III sind zwei Substanzen aus der Onkologie, eine Substanz auf dem
Gebiet des Diabetes Typ II, sowie eine Entwicklungssubstanz bei
prämenopausalen Frauen mit vermindertem sexuellen Verlangen.
Die eigene Forschung und Entwicklung wird zudem durch
aussichtsreiche Kooperationen oder Lizenzvereinbarungen mit anderen
Unternehmen ergänzt. 2007 wurden in Forschung, Entwicklung und
Medizin mehr als 1,7 Milliarden Euro investiert, knapp +10% mehr als
im Vorjahr. Der Anteil der Forschungsaufwendungen an den Erlösen bei
den verschreibungspflichtigen Medikamenten betrug somit mehr als 19%.
Dr. Banchi: "Wir sind sehr optimistisch gestimmt, denn unsere
finanzielle Basis ist sehr gut und unsere Perspektiven sind
erfreulich. Und mit den kommenden Neueinführungen und unserer
Produktpipeline haben wir einmal mehr die Innovationskraft und das
nachhaltige Erfolgspotenzial unseres Unternehmens unter Beweis
gestellt ."
Weitere Informationen online:
http://www.boehringer-ingelheim.de/presse/index.jsp
http://www.ots.at/redirect.php?jahrespk
Rückfragehinweis:
Boehringer Ingelheim Austria GmbH Kommunikation Dr. Boehringer-Gasse 5 - 11 A-1121 Wien Tel.: 01/80105-0 Fax: 01/804082 Pressestelle: Mag. Andreas Thaler, Dw 2444 mailto:[email protected]
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