- 04.04.2008, 16:22:38
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Winkler: "Brauchen richtungweisendes Signal für die weitere Zusammenarbeit mit Lateinamerika und der Karibik"
Staatsekretär Hans Winkler zu Gesprächen in Peru
Lima (OTS) - "Was können wir als Regionen gemeinsam tun? Wie
können wir auf der multilateralen Ebene besser zusammenarbeiten? Wo
können wir, indem wir unsere Kräfte bündeln, in globalen Fragen
nachhaltige Veränderungen bewirken? Das sind die grundlegenden und
immer wiederkehrenden Fragen in der Zusammenarbeit zwischen der
Europäischen Union und Lateinamerika und der Karibik", sagte
Staatsekretär Hans Winkler im Hinblick auf den bevorstehenden V.
EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfel, der derzeit intensiv vorbereitet und
im Mai in Lima stattfinden wird.
Österreich weiß aufgrund der Erfahrungen während der
Österreichischen Ratspräsidentschaft in Wien 2006 um die großen
Herausforderungen der Organisation eines Gipfeltreffens mit insgesamt
60 Staats- und Regierungschefs, sowie zusätzlichen Gipfeltreffen mit
den subregionalen Integrationsbündnissen. "Wir haben daher auf allen
Ebenen unsere Hilfestellung bei der Planung und Vorbereitung des
Gipfels angeboten."
"Gipfeltreffen entfalten eine eigene Dynamik, da durch ihre starke
Schub- und Sogwirkung sichergestellt wird, dass sich die beiden
Regionen umfassend systematisch und regelmäßig miteinander befassen.
Wir müssen gemeinsame Anstrengungen unternehmen, dass der Lima-Gipfel
ein Erfolg wird. Wir brauchen ein klares und richtungweisendes Signal
für die weitere Zusammenarbeit mit Lateinamerika und der Karibik.
Energiesicherheit, Klimawandel und soziale Kohäsion werden die
zentralen Gipfel-Themen sein. Beide Regionen wollen nicht nur
diskutieren, sondern in Lima auch zielorientierte Aktionsprogramme
vereinbaren, denn diese Herausforderungen betreffen die Zukunft von
uns allen. Für sie benötigen wir gemeinsame Lösungen."
Erfreut zeigte sich der Staatsekretär über den erfolgreichen
Abschluss der Verhandlungen zwischen der EU und der Karibischen
Gemeinschaft (CARICOM) über ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen.
"Wichtig war uns immer die Ausgestaltung einer umfassenden
Partnerschaft. Eine Partnerschaft, welche diese Länder dabei
unterstützt, die Armut und soziale Ungleichheit ihrer Gesellschaften
nachhaltig zu reduzieren, die eigene regionale Integration zu
stärken, sowie die notwendigen Strukturen zur stärkeren Beteiligung
am Welthandel zu schaffen. Die Europäische Union ist bereits jetzt
der zweitgrößte Handelspartner der CARICOM. Mit dem neuen Abkommen
wollen wir unsere Partnerschaft weiter ausbauen."
Winkler setzte sich in seinen Gesprächen mit dem peruanischen
Außenminister José García Belaúnde, Vizeaußenminister Gonzalo
Gutiérrez, Außenhandelsministerin Mercedes Aráoz, sowie bei einem
Treffen einer hochrangigen Kommission zum EU-LAC-Gipfel auch dafür
ein, die "positive Gipfeldynamik für Verhandlungsfortschritte im
Bereich der Assoziierungsabkommen der EU mit Mercosur,
Zentralamerika, sowie der Andengemeinschaft zu nützen."
Ein weiteres Thema der Gespräche waren die Bemühungen zum
Abschluss der Verhandlungen über ein Investitionsabkommen zwischen
Österreich und Peru. "Der schnelle Abschluss dieses Abkommens wäre
ein weiterer wichtiger Schritt zur Intensivierung der bilateralen
Beziehungen und zur weiteren wirtschaftlichen Verflechtung unserer
Länder", so der Staatssekretär.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Mag. Katharina Swoboda Kabinett des Staatssekretärs Tel.: ++43 (0) 50 1150-3469 mailto:[email protected] http://www.aussenministerium.at http://www.bmeia.gv.at
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