- 03.04.2008, 18:12:27
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Zieht die Finanzkrise der Bayern LB auch Kärntner HYPO in den Strudel?
Klement-Forderung: Landesanteil bei HYPO sofort auf 25% anheben
Wien/Klagenfurt (OTS) - "Angesichts der katastrophalen Entwicklung
der bayrischen Landesbank darf man gespannt sein auf die Auswirkungen
auf die Tochter Hypo Group Alpe Adria. Wird die Hypo Group Alpe Adria
von der Bayern LB wieder verscherbelt, um die angeschlagene Mutter zu
sanieren? Muß die Hypo Group Alpe Adria einspringen, um die riesigen
Finanzlöcher der Bayern LB zu stopfen?", fragt der Kärntner
FPÖ-NR-Abgeordnete Karlheinz Klement.
"Der vielgepriesene Verkauf der Hypo Group Alpe Adria an die Bayern
LB wurde von der FPÖ massiv kritisiert, weil dadurch ein wesentliches
wirtschaftpolitisches Steuerungsinstrument aus der Hand gegeben
wurde. Für einen kurz- bis mittelfristigen politischen
Handlungsspielraum, den man sich durch die Verkaufserlöse schuf, nahm
man in Kauf, langfristig wirtschaftspolitisch handlungsunfähig zu
werden. Die Entscheidung LH Haiders, den Mehrheitsanteil der
Landesbank zu veräußern, erweist sich nun als völliger Irrtum und als
grobe Beeinträchtigung der Entwicklungschancen Kärntens.", so Klement
weiter.
"Daß sich eine Landesbank um Finanzierungsleistungen im eigenen
Bundesland zu kümmern hat und nicht auf globalen Finanzmärkten ´Krieg
der Sterne´ spielen soll, müßte in der Hypo Alpe Adria Bank seit dem
Spekulationsskandal vor zwei Jahren eigentlich klar sein. Daß die
Bank nun aber ein weiteres Mal durch den neuen Eigentümer in einen
solchen Strudel hineingezogen wird, könnte sich als
existenzgefährdend herausstellen. Die Bayerische Landesbank wird
alles unternehmen, um die erlittenen Spekulationsverluste wieder
aufzuholen, und ihre Tochtergesellschaften wie die Hypo Alpe Adria
Bank werden dabei die ersten sein, die Sparmaßnahmen,
Personalreduktionen und Kostensenkungen zu spüren bekommen werden.
Was können die fleißigen und bemühten Mitarbeiter der Hypo für die
Blödsinnigkeiten einer verfehlten Wirtschaftspolitik?"
"Die FPÖ Kärnten verweist erneut darauf, daß der Verkauf der
Mehrheitsanteile an der Landesbank durch LH Haider eine
wirtschaftspolitische Katastrophe war und in seinen Folgen
abgemildert werden muß. Nur eine erfolgreiche Landesbank garantiert
diverse Investitionen in Kärnten, die für gewöhnliche, an der Börse
notierte Geschäftsbanken entweder zu gering oder zu uninteressant
wären. Wollte Haider wirklich Reste wirtschaftspolitischer Vernunft
demonstrieren, so würde er alles daran setzen, den Anteil des Landes
Kärnten an der Hypo Alpe Adria Bank zumindest wieder auf die
Sperrminorität von 25% anzuheben! Gerade jetzt, da die Bayern in
finanziellen Nöten stecken, öffnet sich dafür ein günstiges
Zeitfenster." fordert Klement abschließend.
Rückfragehinweis:
FPÖ Kärnten
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