Wien (OTS) - Die Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" der AUVA Landesstelle Wien hat bereits rund 58 Prozent der Wiener Volksschulen mit aktuellen Schulwegplänen ausgestattet. Bis zum Schulanfang September 2008 sind die Pläne für weitere 28 Volksschulen in sechs Bezirken fertig. Als zusätzliches Service bietet die AUVA Landesstelle Wien einen Großdruck des Plans für den Eingangsbereich aller Schulen und für die Verkehrserziehung an.
Die AUVA Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" läuft nun das fünfte Jahr. Insgesamt werden bis September 2008 185 von 268 Wiener Volksschulen mit aktuellen Schulwegplänen ausgestattet sein. In den Bezirken 1., 4., 5., 6., 7., 8., 11., 12., 15., 16., 17., und 22., sind bereits alle Schulen mit Plänen versorgt. Derzeit laufen die Vorarbeiten für zwei Volksschulen im 2. Bezirk, drei im 3. und 13. Bezirk, fünf im 9. Bezirk, sieben im 10. Bezirk und acht im 21. Bezirk. Ziel der Aktion der AUVA Landesstelle Wien ist es, Schulwegunfälle zu verhindern. Internationale Studien haben gezeigt, dass Schulwegpläne eine wichtige Rolle zur Senkung von Schulwegunfällen spielen.
Jedes Schulkind - allen voran die Schuleinsteiger - bekommt zu Schulbeginn seinen Schulwegplan gedruckt und zu einem handlichen Kleinformat zusammen geklappt. Außerdem sind die Pläne im Internet zu finden und als pdf-File herunter zu laden unter www.auva.at/sicherlernen Untermenüpunkt "Lehrer-Info" beziehungsweise unter http://www.ots.at/redirect.php?auva2
Erfolgreiche Elternbefragung: Basis für Qualität der Schulwegpläne
Besonders erfreulich ist das Interesse der Eltern. Die Rücklaufquote der Fragebogen zur Erhebung der Schulwegrouten beträgt 72 Prozent: 2008 kamen 4.548 der 6.391 in den Schulen verteilten Fragebögen ausgefüllt zurück. Je höher die Rücklaufquote, umso genauer werden die Pläne und umso mehr Unfälle können vermieden werden. Die Direktoren der von den Bezirken nominierten Schulen erhalten zu Jahresbeginn die Fragebögen für die Eltern mit Kindern aller vier Schulstufen. Erhoben werden die Verkehrsmittel auf Hin- und Rückweg, die Distanz Wohnung/Schule, ob die Kinder begleitet werden, die Lage und Art der Gefahrenstellen. Ebenso sind Verbesserungsvorschläge erbeten.
Die am meisten genannten Gefahrenzonen sind:
- Ungeregelte Kreuzungen ohne Überquerungshilfen - Unübersichtliche Querungsstellen und Sichthindernisse - Überhöhte Geschwindigkeit und generelle Rücksichtslosigkeit der anderen Verkehrsteilnehmer - Zu schmale Gehwege.
Die Elternwünsche richten sich an Verkehrsplaner, Exekutive und an andere Eltern. Vorgeschlagen werden in erste Linie mehr Überquerungshilfen (Ampeln, Zebrastreifen, Schulwegsicherung), mehr Verkehrskontrollen, bauliche Verbesserungen von Gehsteigen, Verlangsamung des Verkehrs durch Aufpflasterungen, etc. und mehr Rücksicht von Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen, zum Beispiel kein Stehenbleiben in zweiter Spur.
Die Erhebung ist die Basis für die Arbeit der Experten aus Verkehrsplanung, Exekutive und Unfallverhütung, die diese Routen und die Angaben über Art und Lage der Gefahrenstellen im Schulumfeld analysieren, Verbesserungen empfehlen und Sicherheitstipps für die Kinder ausarbeiten. Parallel wird versucht, die Gefahrenstellen so schnell wie möglich zu beseitigen. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit den Bezirksvorstehungen, der Magistratsabteilung 46, den Eltern und den Schulen. Die AUVA übernimmt drei Viertel der Kosten, die Bezirke steuern pro Schule einmalig 1.000 Euro bei. Die Schulwegpläne werden laufend aktualisiert.
Die gedruckten Schulwegpläne für die Kinder sind ausklappbar und einfach zu lesen. Das Format A3 ist mehrfach quer und einmal längs auf ein handliches Quadrat (Seitenlänge A5) gefaltet. Jeder Plan enthält die sicherste(n) Route(n) zur jeweiligen Schule. Die Gefahrenstellen sind eingezeichnet und farblich hervorgehoben. Fotos und Verhaltenstipps geben wichtige Hinweise für ein sicheres Bewältigen des Schulweges. Weiters enthalten: Daten zur Schule und über Verkehrssicherheitsaktionen für Schulkinder. Jede Schule bekommt eine Vergrößerung ihres Plans in Format A1 für den Verkehrsunterricht. Schulexperten des AUVA Unfallverhütungsdienstes stehen anlässlich der Übergabe der neuen Schulwegpläne bei Elternabenden für Fragen zur Verfügung.
Die AUVA Statistik verzeichnete im abgelaufenen Jahr in Österreich mit 2.485 Unfällen am Schulweg um 9,24 Prozent weniger als 2006; zwei davon endeten tödlich. Bei Verkehrsunfällen am Schulweg liegt die Unfallrate für Wiener Volksschüler bei 0,4 und der Österreich-Wert bei 0,3 Unfällen pro 1.000 Volksschüler. Die Österreich-Rate für alle Schüler beträgt 0,8 Unfälle pro Tausend Schüler.
Im Internet unter: www.auva.at/wien, Untermenü Aktuelles sowie unter www.auva.at/sicherlernen Untermenüpunkt "Lehrer-Info" bzw. http://www.ots.at/redirect.php?auva2
Rückfragehinweis: Gabriela Würth, GWK, Tel.: 02242-38300, 0676-33 24 879 E-Mail: gabriela.wuerth.gwk@utanet.at
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OTS0129 2008-04-01/11:30
011130 Apr 08
NAU0001 0674
21.03.2010 / 13:30:00 / Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
20.03.2010 / 09:00:22 / PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
18.03.2010 / 19:52:26 / Neues Volksblatt
18.03.2010 / 18:17:42 / Wiener Zeitung