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OTS0129 / 01.04.2008 / 11:30 / Channel: Chronik / Aussender: AUVA Allgemeine Unfallversicherungsanstalt
Stichworte: Kinder / Schulen / Sicherheit / Verkehr


Vorrang für sicheren Schulweg: Bis September neue Schulwegpläne für 28 Wiener Volksschulen

Utl.: 72 Prozent der Eltern machen mit: gute Basis =


   Wien (OTS) - Die Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen"
der AUVA Landesstelle Wien hat bereits rund 58 Prozent der Wiener
Volksschulen mit aktuellen Schulwegplänen ausgestattet. Bis zum
Schulanfang September 2008 sind die Pläne für weitere 28 Volksschulen
in sechs Bezirken fertig. Als zusätzliches Service bietet die AUVA
Landesstelle Wien einen Großdruck des Plans für den Eingangsbereich
aller Schulen und für die Verkehrserziehung an.
   Die AUVA Aktion "Schulwegpläne für Wiener Volksschulen" läuft nun
das fünfte Jahr. Insgesamt werden bis September 2008 185 von 268
Wiener Volksschulen mit aktuellen Schulwegplänen ausgestattet sein.
In den Bezirken 1., 4., 5., 6., 7., 8., 11., 12., 15., 16., 17., und
22., sind bereits alle Schulen mit Plänen versorgt. Derzeit laufen
die Vorarbeiten für zwei Volksschulen im 2. Bezirk, drei im 3. und
13. Bezirk, fünf im 9. Bezirk, sieben im 10. Bezirk und acht im 21.
Bezirk. Ziel der Aktion der AUVA Landesstelle Wien ist es,
Schulwegunfälle zu verhindern. Internationale Studien haben gezeigt,
dass Schulwegpläne eine wichtige Rolle zur Senkung von
Schulwegunfällen spielen.
   Jedes Schulkind - allen voran die Schuleinsteiger - bekommt zu
Schulbeginn seinen Schulwegplan gedruckt und zu einem handlichen
Kleinformat zusammen geklappt. Außerdem sind die Pläne im Internet zu
finden und als pdf-File herunter zu laden unter
www.auva.at/sicherlernen Untermenüpunkt "Lehrer-Info" beziehungsweise
unter http://www.ots.at/redirect.php?auva2
Erfolgreiche Elternbefragung: Basis für Qualität der Schulwegpläne
   Besonders erfreulich ist das Interesse der Eltern. Die
Rücklaufquote der Fragebogen zur Erhebung der Schulwegrouten beträgt
72 Prozent: 2008 kamen 4.548 der 6.391 in den Schulen verteilten
Fragebögen ausgefüllt zurück. Je höher die Rücklaufquote, umso
genauer werden die Pläne und umso mehr Unfälle können vermieden
werden. Die Direktoren der von den Bezirken nominierten Schulen
erhalten zu Jahresbeginn die Fragebögen für die Eltern mit Kindern
aller vier Schulstufen. Erhoben werden die Verkehrsmittel auf Hin-
und Rückweg, die Distanz Wohnung/Schule, ob die Kinder begleitet
werden, die Lage und Art der Gefahrenstellen. Ebenso sind
Verbesserungsvorschläge erbeten.
Die am meisten genannten Gefahrenzonen sind:
 - Ungeregelte Kreuzungen ohne Überquerungshilfen
 - Unübersichtliche Querungsstellen und Sichthindernisse
 - Überhöhte Geschwindigkeit und generelle Rücksichtslosigkeit der 
   anderen Verkehrsteilnehmer
 - Zu schmale Gehwege.
   Die Elternwünsche richten sich an Verkehrsplaner, Exekutive und an
andere Eltern. Vorgeschlagen werden in erste Linie mehr
Überquerungshilfen (Ampeln, Zebrastreifen, Schulwegsicherung), mehr
Verkehrskontrollen, bauliche Verbesserungen von Gehsteigen,
Verlangsamung des Verkehrs durch Aufpflasterungen, etc. und mehr
Rücksicht von Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule
bringen, zum Beispiel kein Stehenbleiben in zweiter Spur.
   Die Erhebung ist die Basis für die Arbeit der Experten aus
Verkehrsplanung, Exekutive und Unfallverhütung, die diese Routen und
die Angaben über Art und Lage der Gefahrenstellen im Schulumfeld
analysieren, Verbesserungen empfehlen und Sicherheitstipps für die
Kinder ausarbeiten. Parallel wird versucht, die Gefahrenstellen so
schnell wie möglich zu beseitigen. Das Projekt läuft in
Zusammenarbeit mit den Bezirksvorstehungen, der Magistratsabteilung
46, den Eltern und den Schulen. Die AUVA übernimmt drei Viertel der
Kosten, die Bezirke steuern pro Schule einmalig 1.000 Euro bei. Die
Schulwegpläne werden laufend aktualisiert.
   Die gedruckten Schulwegpläne für die Kinder sind ausklappbar und
einfach zu lesen. Das Format A3 ist mehrfach quer und einmal längs
auf ein handliches Quadrat (Seitenlänge A5) gefaltet. Jeder Plan
enthält die sicherste(n) Route(n) zur jeweiligen Schule. Die
Gefahrenstellen sind eingezeichnet und farblich hervorgehoben. Fotos
und Verhaltenstipps geben wichtige Hinweise für ein sicheres
Bewältigen des Schulweges. Weiters enthalten: Daten zur Schule und
über Verkehrssicherheitsaktionen für Schulkinder. Jede Schule bekommt
eine Vergrößerung ihres Plans in Format A1 für den
Verkehrsunterricht. Schulexperten des AUVA Unfallverhütungsdienstes
stehen anlässlich der Übergabe der neuen Schulwegpläne bei
Elternabenden für Fragen zur Verfügung.
   Die AUVA Statistik verzeichnete im abgelaufenen Jahr in Österreich
mit 2.485 Unfällen am Schulweg um 9,24 Prozent weniger als 2006; zwei
davon endeten tödlich. Bei Verkehrsunfällen am Schulweg liegt die
Unfallrate für Wiener Volksschüler bei 0,4 und der Österreich-Wert
bei 0,3 Unfällen pro 1.000 Volksschüler. Die Österreich-Rate für alle
Schüler beträgt 0,8 Unfälle pro Tausend Schüler.
   Im Internet unter: www.auva.at/wien, Untermenü Aktuelles sowie
unter www.auva.at/sicherlernen Untermenüpunkt "Lehrer-Info" bzw.
http://www.ots.at/redirect.php?auva2
Rückfragehinweis:
   Gabriela Würth, GWK, 
   Tel.: 02242-38300, 0676-33 24 879
   E-Mail: gabriela.wuerth.gwk@utanet.at
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