• 01.04.2008, 11:29:23
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Buchinger bittet seniorenfreundliche Gemeinden vor den Vorhang

BMSK, Volkshilfe und Pensionistenverband vergeben Auszeichnungen

Wien (BMSK) - "Die Gemeinden spielen für das Wohlbefinden der
älteren Menschen eine zentrale Rolle, denn sie stellen das
unmittelbare Lebensumfeld dar. Es ist die kommunale, regionale
Infrastruktur für ältere Menschen, die maßgeblich darüber
entscheidet, wie aktiv, wie engagiert, wie gesund und wie integriert
Seniorinnen und Senioren in Österreich leben können", erklärt
Sozialminister Erwin Buchinger.

Vor diesem Hintergrund zeichnen die Volkshilfe Österreich und der
Pensionistenverband Österreichs daher auch heuer wieder gemeinsam mit
dem Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz jene
Gemeinden aus, die besondere Maßnahmen für die ältere Generation
setzen.****

Sozialminister Buchinger anlässlich der heutigen Präsentation des
Bewerbs: "Durch die Auszeichnung ‚Seniorenfreundliche Gemeinde 2008’
sollen die vielfältigen Aktivitäten der Gemeinden entsprechend
gewürdigt werden und die Bedürfnisse älterer Menschen stärker in den
Blickpunkt rücken. Wesentlich dabei ist zum einen die aktive
Einbindung der Seniorinnen und Senioren, ob als ehrenamtlich Tätige
oder Betreute, und zum anderen die nachhaltige Verankerung guter
Angebote in der Gemeinde. Dabei spielt auch die Vernetzung in der
Region und mit Trägern und Organisationen eine große Rolle. Die
Würdigung will auch einen Beitrag gegen die Diskriminierung älterer
Menschen leisten und einen positiven Umgang mit dem Prozess des
Alterns zeigen."
Als Seniorenminister freut sich Buchinger über die Vielzahl an
Initiativen, die in den Kommunen, Regionen und Ländern angeboten
werden. Um die Breite der Initiativen zu veranschaulichen, hat
Buchinger drei Projekte speziell vorgestellt.

Beispiele für konkrete Projekte

1. Im Rahmen des Programms "Reifes Radio für reife HörerInnen" der
Radiofabrik Salzburg gehen bei RadioAktiv täglich in der Mittagszeit
Seniorinnen und Senioren on air, um über für sie relevante Themen zu
berichten. Der Großteil der Sendungen wird live im Studio produziert,
wobei die Seniorinnen und Senioren in der Gestaltung und Umsetzung
der Sendungen (Themen, Musik, Studiogäste, etc.) völlig frei und
eigenverantwortlich agieren können. Das Projekt ermöglicht
Seniorinnen und Senioren in einem umfangreichen Trainingsprogramm zu
RadiomoderatorInnen und -redakteurInnen ausgebildet zu werden. "Ziel
des Projektes ist es, andere Seniorinnen und Senioren, die nicht
direkt als Sendungsgestalter tätig sind, als Gäste oder ExpertInnen
in die Sendungen zu integrieren. So werden über die neuen
SendungsmacherInnen neue Zielgruppen erschlossen und viele
Seniorinnen und Senioren angeregt, selbst initiativ zu sein", so
Buchinger.

2. Ein weiteres Projekt wird von der Volkshilfe Steiermark in
Zusammenarbeit mit dem SeniorInnenbüro Graz unter dem Namen
"SenEmpower" erfolgreich mit dem Ziel geführt, ältere Freiwillige und
Ehrenamtliche zur Durchführung von kostenlosen Kontaktbesuchen bei
älteren, isoliert lebenden BürgerInnen zu befähigen. Grundlage dafür
ist die inhaltliche Schulung für Information und Beratung und die
Schulung in der Gesprächsführung der Freiwilligen/Ehrenamtlichen.
"Älteren Menschen soll dadurch die Möglichkeit gegeben werden, sich
freiwillig und ehrenamtlich zu engagieren, aktiv zu bleiben und im
Rahmen ihres Engagements ihre Kompetenzen zu erweitern. Gleichzeitig
stellen die Hausbesuche einen innovativen Ansatz der Unterstützung,
Motivation und Aktivierung von älteren und sozial benachteiligten
Menschen und damit zur Verminderung des Risikos der sozialen
Isolation dar", äußert sich Buchinger zu den Zielen des Projektes.
Zur Unterstützung anderer Städte und Regionen bei der Entwicklung
eines solchen Angebotes werden die Erfahrungen aus dem Projekt in
Form eines Handbuches aufbereitet, das nützliche Handlungsanleitungen
zur Durchführung von Weiterbildungen für ehrenamtliche
KontaktbesucherInnen und die Etablierung des Dienstleistungsangebotes
enthält.

3. Der Fokus eines weiteren Projektes, das unter dem Titel
"Miteinander leben - voneinander lernen" ebenfalls in Graz geführt
wird, liegt in der Entwicklung von allgemeingültigen Maßnahmen zur
Verbesserung der Situation von älteren Menschen mit
Migrationshintergrund. Da es über ältere Migrantinnen und deren
Situation noch kaum Erkenntnisse gibt, soll - vorwiegend anhand von
Fallbeispielen - eine bebilderte Broschüre bzw. ein Buch vorgelegt
werden, die Senioren-Organisationen, Migranten-Organisationen,
PolitikerInnen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollte.

"Auf Bundesebene ist es uns gelungen, in der Seniorenpolitik starke
neue Impulse zu setzen - nicht nur in der sozialen Absicherung,
sondern vor allem in der gleichberechtigten Beteiligung älterer
Menschen am gesellschaftlichen Leben. Es ist mir daher ein besonderes
Anliegen gemeinsam Maßnahmen zu setzen, dass die älteren Menschen die
aufgrund der steigenden Lebenserwartung gewonnenen Jahre aktiv,
selbstbestimmt und gut versorgt in ihrer Umgebung genießen können",
erläutert Buchinger.

Die Auszeichnung "Seniorenfreundliche Gemeinde Österreich" wird
dieses Jahr zum dritten Mal vergeben. Die Übergabe der Preise wird im
Herbst anlässlich des Internationalen Tages der älteren Generation in
feierlichem Rahmen stattfinden.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz
   Dr. Gisela Kirchler-Lidy 
   Pressesprecherin des Sozialministers 
   Tel. (01) 71100-2249 
   mailto:[email protected] 
   www.bmsk.gv.at

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