• 31.03.2008, 10:20:28
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Fahrzeughandels-Obmann Oberwallner: "Auto darf keine Kostenfalle werden"

"Stark steigende Treibstoff-Preise belasten verfügbares Einkommen zusehends" -Vorschläge für eine fahrleistungabhängige Pkw-Maut nicht ausgereift

Wien (PWK226) - "Ständig steigende Konsumentenpreise für
Treibstoffe samt unterlassener Weitergabe von Verbilligungen werden
zunehmend eine Belastung für die individuelle Mobilität", warnt
Gustav Oberwallner, Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels in
der Wirtschaftskammer Östereich (WKÖ) : "Das Auto darf keine
Kostenfalle werden." Schließlich stellt die individuelle Mobilität
einen entscheidenden wirtschaftlichen Faktor dar. Der Kfz-Handel
fordert ein energisches Handeln der Politik zur Sicherung der
individuellen Mobilität der Arbeitnehmer. So ist etwa die Ernennung
eines Regulators, wie in anderen volkswirtschaftlich sensiblen
Bereichen, denkbar.

Für "nicht ausgereift" hält Oberwallner Vorschläge für eine
fahrleistungsabhängige Pkw-Maut in Österreich. "Der in Österreich
überwiegend wichtige Individualverkehr ist in exportstarken Regionen
Garant der wirtschaftlichen Entwicklung des Autolandes Österreich.
Eine Pkw-Maut und damit eine mögliche Steigerung der Attraktivität
des öffentlichen Verkehr treffen möglicherweise für Ballungsräume wie
Wien, nicht aber für "das flache Land", zu."

Die bisherige Abfederung der steigenden Energiepreise durch einen
starken Euro ist nicht in Granit gemeißelt! Der tatsächliche
Kostenfaktor wird durch die von der OPEC vor Tagen bekannt gegebene
künftige Bandbreite von 80 bis 100 US-Dollar pro Barrel im Fall der
von Experten für Jahresmitte erwarteten Einpendelung, d.h.
Abschwächung des Euro, schlagend. Durch eine Abschwächung des Pfundes
erhöhten sich in Großbritannien die Energiepreise in den ersten
Monaten des Jahres um mehr als 25 Prozent.

Durch die massive Erhöhung der Mineralölsteuer Mitte 2007 und die
weitgehend ertragsneutrale Bonus-/Malus-Regelung der Ökologisierung
der NoVA zu Jahresanfang ist ein finanzieller Polster für die
dringend notwendige Erhöhung der Pendlerpauschale und die steuerliche
Gleichbehandlung des Investitionsgutes Pkw für die Klein- und
Mittelbetriebe geschaffen. Mit der Öffnung der
Vorsteuerabzugsfähigkeit für kleine, CO2-freundliche und
verbrauchsarme Fahrzeuge - unabhängig von äußeren Merkmalen wie
Länge, Höhe und Kastenförmigkeit - für überwiegend betrieblich
genutzte Fahrzeuge würde zudem der steuerliche Lenkungseffekt zur
Senkung der CO2-Belastung und somit zur Erreichung des
Kyoto-Zielkorridors im Verkehr genutzt werden.

"Der erste Schritt zu der vom EU-Parlament geforderten Absenkung
der Zulassungssteuern im Gegenzug zur stärkeren Besteuerung der
Nutzung ist vorerst durch die Bonusabsenkung der NoVA für rund 25
Prozent der Zulassungen ab Jahresmitte getan. Die erzielten
Übergangsfristen bis 180 g CO2/Kilometer sollten der Autoindustrie
genügend Zeit zur Senkung der Verbrauchswerte in dem für Familien und
Gewerbetreibenden wichtigen Segment geben." (JR)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   BGr Fahrzeughandel
   Dr. Manfred Kandelhart
   Tel.: (++43) 0590 900-3352
   email: [email protected]
   http://www.kfzweb.at/wk

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