• 28.03.2008, 09:17:28
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  • OTS0031 OTW0031

Aufschrei des Österreichischen Versandhandels gegen geplante Batterienverordnung

Handelsverband fordert Bartenstein auf, Pröll-Entwurf "zu überdenken"

Wien (OTS) - Zu einem Aufschrei des Österreichischen
Versandhandels führte eine von Umweltminister Josef Pröll geplante
Batterienverordnung, die nun zur Akkordierung bei Wirtschaftsminister
Bartenstein vorliegt.

Diese für die heimischen Versandhändler nur schwer umzusetzende
Verordnung "über die Abfallvermeidung, Sammlung und Behandlung von
Altbatterien und -akkumulatoren", sieht vor, dass Händler, die "in
Österreich in Verkehr gesetzte Batterien" elektronisch registrieren
müssen, ebenso die jeweilige "Gesamtsumme der von ihren Teilnehmern
in Österreich in Verkehr gesetzten Massen an Gerätebatterien getrennt
nach Sammel- und Behandlungskategorien" - und dafür hohe Sammel- und
Entsorgungskosten bezahlen müssen, zum Nachteil der österreichischen
Versandhandelskunden.

"Die Krux daran", so der Geschäftsführer des Handelsverbandes,
Stefan Mumelter, "in einigen Nachbarländer, etwa in Deutschland ist
noch keine ähnliche Verordnung umgesetzt". Das bedeute, sie umfasse
nur Hersteller oder Händler mit Firmensitz oder Repräsentanz in
Österreich. "Unsere Unternehmen sind damit de facto schlechter
gestellt, als ausländische Konkurrenz, die ihre Elektrogeräte direkt
und damit preisgünstiger nach Österreich liefert, ohne hier Umsatz zu
bringen". Auch Ernst C. Sommer, Geschäftsführer des Neckermann
Versandes in Österreich, warnt: "Dieser heilige Übereifer von Josef
Pröll geht massiv zu Lasten der österreichischen Wirtschaft und damit
auch der heimischen Konsumenten".

Denn die "vorauseilende strenge Umsetzung" führe zu unmittelbarem
Standortnachteil gegenüber wirtschaftlich benachbarten
Wirtschaftsmärkten, erläutert die freiwillige Interessensvertretung
rund 50 großer in Österreich ansässiger Versandhändler. "Wir gehen
nicht davon aus, dass Minister Bartenstein dabei tatenlos zusehen
wird", fordert daher Mumelter den Wirtschaftsminister auf, den Plan
seines Amtskollegen vor der endgültigen Verabschiedung im Sinne einer
größeren Effizienz neu zu überdenken und im Interesse der
Österreichischen Wirtschaft weiter zu verhandeln.

Der Handelsverband ist eine freiwillige Interessenvertretung von
derzeit mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Wir
nehmen die Funktionen eines Wirtschafts-, Berufs- und
Arbeitgeberverbandes wahr.

Wir verstehen uns als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum
und als branchenübergreifendes Wirtschaftsforum.
Mit Richtlinien, Kennzeichen und Gütesiegeln fördern wir das
Qualitätsbewusstsein der Konsumenten und setzen hohe Standards.

Wir fördern das Vertrauen der Konsumenten in den Handel und
informieren Konsumenten über aktuelle Entwicklungen.

Rückfragehinweis:
Handelsverband
Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer
Tel: +43-1-406 22 36
http://www.handelsverband.at

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