• 27.03.2008, 16:03:47
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  • OTS0275 OTW0275

Beratung bei ZahnärztInnen ist nicht lückenhaft - BM Buchinger nicht zuständig

Positive Resultate des "Konsument"-Tests sprechen für die österreichische Zahnärzteschaft

Wien (OTS) - Mit Erstaunen und Befremden nimmt der Pressereferent
der Österreichischen Zahnärztekammer, Vizepräs. OMR Dr. Erwin
Senoner, zur Kenntnis, dass sich ein in der Sache unzuständiger
österreichischer Bundesminister anonymer Tests zur Aufdeckung von
behaupteten Missständen bedient, anstatt dies, wie es den
gesetzlichen Bestimmungen des Zahnärztegesetzes entspricht, den
zuständigen Behörden zu überlassen.

Bisher haben sich lediglich einzelne Sensationsmedien einer
solchen Vorgangsweise bedient.

Im Gegensatz zu den Behauptungen in der Presseaussendung von
Bundesminister Buchinger ist die Information an die Österreichische
Zahnärztekammer über die kolportierten Probleme nachweislich erst
nach der Presseaussendung erfolgt.

Die Testergebnisse der Zeitschrift "Konsument" sind in keiner
Weise für den zahnärztlichen Berufsstand repräsentativ, weil von über
4.500 österreichischen Zahnärzten lediglich 15 (= 0,33 %) mit
Ordinationen in Wien getestet und das Sample lediglich nach dem
Zufallsprinzip zusammengestellt wurde.

Die Tests selbst haben größtenteils für die Zahnärzte höchst
erfreuliche Resultate gebracht. So erfolgte in allen getesteten
Ordinationen eine zeitlich intensive Beratung der PatientInnen zu
höchst moderaten Preisen bzw. kostenlos und eine umfangreiche
Aufklärung über die Art der Behandlungen, mögliche
Behandlungsalternativen und Risiken.

Offensichtlich waren diese positiven Resultate nicht wirklich
erwünscht, daher wurde bei der Aufmachung in den Mittelpunkt
gestellt, dass nicht immer schriftliche Heil- und Kostenpläne
erstellt wurden und das Formalerfordernis der Aushängung der
Autonomen Honorarrichtlinien und der Grenzwertverordnung nicht
erfüllt wurde.

Die Österreichische Zahnärztekammer ist über die positiven
Resultate des Tests erfreut und nimmt die marginalen
Unregelmäßigkeiten zum Anlass, ihre Kammermitglieder neuerlich auf
ihre gesetzlichen Verpflichtungen in diesem Zusammenhang aufmerksam
zu machen.

Gleichzeitig fordert die Österreichische Zahnärztekammer
Bundesminister Buchinger auf, sollte er sich tatsächlich für die
zahnärztlichen Patienten und Patientinnen einsetzen wollen, dafür zu
sorgen, dass zahnärztliche Leistungen von den Krankenkassen in
wesentlich höherem Umfang als bisher bezahlt werden, wie dies die
PatientInnen entsprechend einer in Salzburg kürzlich durchgeführten
Umfrage selbst wünschen.

Rückfragehinweis:
Österreichische Zahnärztekammer
Pressereferat
Tel.: 05 05 11 - 0
mailto:[email protected]
http://www.zahnaerztekammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

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