- 12.03.2008, 08:59:19
- /
- OTS0044 OTW0044
"Wachstum oder Gerechtigkeit?"
Großes Interesse und spannende Diskussionen bei einer Tagung zum Global Marshall Plan
Götzis (VLK) - Bei der Anfang März vom Büro für Zukunftsfragen
veranstaltete Tagung "Wachstum oder Gerechtigkeit?" im Bildungshaus
St. Arbogast wurden im Dialog zwischen Vertreterinnen und Vertretern
aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft konkrete
Umsetzungsvorschläge zum Global Marshall Plan erarbeitet.
Dass ein Dialog zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen
Kräften wirklich stattfand, verdankte die Veranstaltung der guten
Mischung der rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für Bertram
Meusburger vom Büro für Zukunftsfragen war der gute Dialog
ausschlaggebend für den erfolgreichen Verlauf der Netzwerktagung:
"Die Ziele des Global Marshall Plans sind zu umfassend angelegt, um
den Weg dahin einer gesellschaftlichen Kraft allein zu überlassen".
2006 beschloss der Vorarlberger Landtag einstimmig, den Global
Marshall Plan zu unterstützen. Das Büro für Zukunftsfragen übernahm
Anfang 2007 eine Kommunikationsfunktion zwischen Politik und
Verwaltung sowie den Akteuren der Zivilgesellschaft. Ziel war es, den
Global Marshall Plan bekannt zu machen, die gesellschaftlichen Kräfte
zu bündeln und zu einem effektiven gegenseitigen Austausch anzuregen.
Zu diesem Zweck veranstaltete das Büro für Zukunftsfragen 2007 vier
Netzwerktreffen mit im Bereich globale Gerechtigkeit tätigen
Vorarlberger Akteuren. Die Netzwerkveranstaltung hatte das Ziel, den
Kreis zu öffnen und den Prozess weiter zu tragen.
Prominenter Vertreter des Global Marshall Plans
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Impulsreferat von
Professor Franz Josef Radermacher
(http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Josef_Radermacher), der in seinem
Vortrag den globalen Aspekt unseres Handelns betonte: "Unsere Welt,
die alles in Scheibchen zerlegt, ist am Schluss doch eine Welt." Der
Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler leitet das
Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung in
Ulm, ist Mitglied im Club of Rome und prominenter Vertreter der
Global-Marshall-Plan-Initiative. Das Impulsreferat wurde ergänzt
durch ein Podiumsgespräch über globale Gerechtigkeit mit
Bürgermeister Josef Mathis (Gemeinde Zwischenwasser), Josef Kittinger
(Bildungshaus St. Arbogast), Marie-Luise Dietrich (Firma Pfanner) und
Johannes Collini (Firma Collini).
Was tun?
Ein Open-Space-Workshop am Nachmittag des ersten
Veranstaltungstages zeigte die ganze Bandbreite des Themenkomplexes
und unterschiedliche Zugänge zum Thema auf. Im Workshop am zweiten
Tag ging es darum, die Ergebnisse zu verdichten und die konkrete
Umsetzung zu planen. Vier wesentliche Punkte kristallisierten sich
als notwendig erachtete nächste Schritte heraus:
1. Die Idee des Global Marshall Plan soll weiter verbreitet und die
Bewusstseinsbildung vorangetrieben werden.
2. Die Umsetzung des Global Marshall Plans kann nur gelingen, wenn
alle gesellschaftlichen Kräfte (Politik, Wirtschaft und
Zivilgesellschaft) an einem Strang ziehen.
3. Bestehende Projekte und Projektvorhaben sollten die Ziele des
Global Marshall Plans mitdenken und berücksichtigen.
4. Der bessere Austausch zwischen Nord und Süd auf Augenhöhe darf
nicht außer Acht gelassen werden.
Kleine Schritte, große Sprünge
Immer wieder kam bei der Tagung die Sprache auf ein konkretes
Beispiel, an dem sich die ganze Komplexität des Themas der globalen
Gerechtigkeit zeigt. Es reiche nicht aus, keine mit Kinderarbeit
hergestellten Pflastersteine zu kaufen, sondern man müsse auch die
Situation dieser Kinder mitdenken, waren die Tagungsteilnehmerinnen
und -teilnehmer überzeugt. Hier brauche es entsprechende Geldmittel,
die Kindern eine Ausbildung ermögliche und damit deren
Lebensunterhalt nachhaltig sichere. So wichtig diese kleinen Schritte
sind, so notwendig ist es, die größeren Zusammenhänge und politischen
Dimensionen mitzudenken, lautet ein wesentliches Fazit dieser Tagung.
Nähere Informationen: Bertram Meusburger, Büro für Zukunftsfragen,
Amt der Vorarlberger Landesregierung, T 05574/511-20612, E
[email protected], www.vorarlberg.at/zukunft.
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20141 Fax: 05574/511-20190 Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL






