- 08.02.2008, 10:02:20
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Jugendrotkreuz fordert Kinder- und Jugendgipfel
Politik muss in Kinder- und Jugendfragen in die Pflicht genommen werden
Wien (Jugendrotkreuz) - "Kinder- und Jugendthemen immer nur in der
Tagespolitik abzuhandeln ist nicht Ziel führend. Wir fordern von der
österreichischen Politik einen Kinder- und Jugendgipfel, der die
Möglichkeit für eine breite Wertediskussion bietet", so Karl
Zarhuber, Generalsekretär des Österreichischen Jugendrotkreuzes, bei
der gestrigen Enquete in der Wiener Urania. Eine im Herbst
veröffentlichte Studie des Jugendrotkreuzes brachte erschreckende
Ergebnisse zutage, wonach mehr als 70 Prozent der Kinder und
Jugendlichen durch Schule und hohe Erwartungshaltung der Eltern
massiv unter Druck stehen. Die Enquete zum Thema "Kinder und
Jugendliche unter Druck" eröffnete eine lebhafte Diskussion unter
ExpertInnen aus verschiedenen Fachbereichen und Jugendlichen zu
dieser Problematik.
"Politik, Gesellschaft und Wirtschaft sind gefragt, einen
Paradigmenwechsel herbeizuführen. In der Schule wird oft zuerst nach
Fehlern gesucht. Der Fokus muss auf den Interessen und Fähigkeiten
der Schülerinnen und Schüler liegen", ist Gerald Netzl, Vorsitzender
des österreichischen Dachverbands der Elternvereine an öffentlichen
Pflichtschulen, überzeugt.
Alle anwesenden Experten und Jugendlichen sind sich darin einig, dass
Druck in der richtigen Form und Dosierung notwendig ist.
Unterstützung ist gefragt, denn "die Gesellschaft sperrt diejenigen
weg, an denen sie etwas verbrochen hat, das kann einfach nicht der
richtige Weg sein", so Monika Pinterits von der Kinder- und
Jugendanwaltschaft Wien.
Unterstützung gab es auch von der jüngsten Abgeordneten zum
Nationalrat, Laura Rudas. "Kinder und Jugendliche haben ein Recht
darauf ihre Kindheit und Jugend zu leben und Fehler zu machen", ist
die engagierte Parlamentarierin überzeugt.
Das Österreichische Jugendrotkreuz setzt sich für die Anliegen
Heranwachsender auch in der aktuellen Kampagne "Deine Stärken. Deine
Zukunft. Ohne Druck." ein. "An den internationalen Aktionstagen am
30. und 31. Mai unter dem Titel "Jugend gehört gehört" werden
Erwachsene in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg
durch Aktionen im öffentlichen Raum dazu aufgefordert, sich die
Sorgen, Wünsche, Hoffnungen und Ängste der Jungen anzuhören", so
Zarhuber abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖJRK-Pressestelle Mag. Petra Griessner Tel.: 01/589 00-357 Mobil: 0664/823 48 87 E-Mail: [email protected] www.jugendrotkreuz.at
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