- 29.01.2008, 14:35:18
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UG-Vida: Zerschlagung der ÖBB war schwerer politischer Fehler von ÖVP/FPÖ/BZÖ
Kritik der Unabhängigen GewerkschafterInnen in der VIDA an ÖVP-Kukacka: Gewerkschaft ist nicht Erfüllungsgehilfe der Regierung!
Wien (OTS) - ÖVP-Kukacka befindet sich wieder einmal auf dem
Kriegspfad gegen die Gewerkschaft. "Ihm fehlt jede Einsicht, dass das
von der Schüssel-Regierung beschlossene Bundesbahnstruktur-Gesetz ein
Rohrkrepierer ersten Ranges ist", so der Bundessprecher der
Unabhängigen GewerkschafterInnen in der Vida und AK-Rat der
burgenländischen AUGE/UG (Alternative und Grüne GewerkschafterInnen)
Anton Hedenig. "Das schwarze Gejammer über die ach so böse
Gewerkschaft, zeigt einmal mehr, welche ideologischen Abgründe sich
in dieser Partei auftun. Sie wollen einfach nicht begreifen, dass
eine Interessenvertretung ihre Mitglieder und nicht eine politische
Partei zu vertreten hat."
Wenn nun Kukacka behauptet, dass die Aufhebung des
Kündigungsschutzes von der Gewerkschaft "weggestreikt" wurde, dann
vergisst er, dass es sein Bundeskanzler war, der letztendlich den
Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und ÖBB-Vorstand seine Zustimmung
gab.
Hedenig: "Das vom ÖVP Verkehrssprecher angesprochene
Work-Force-Management wird vom ÖBB Betriebsrat vollkommen zu Recht
abgelehnt. Oder macht es etwa Sinn, dass ein Kollege im Oktober 07 in
dieses Work-Force-Management versetzt wird, er Anfang Dezember auf
ein Seminar geschickt wird und Ende Dezember gegen seinen Willen in
den Ruhestand versetzt wird".
Kukacka vergisst auch geflissentlich darauf hinzuweisen, dass der
Rechnungshof die finanziellen Erfolgsmeldungen der ÖBB mehr oder
weniger in der Luft zerreisst. Am 25. November 2007 behauptete
Kukacka noch, dass auch die Einwände des Rechnungshofes nichts an der
Tatsache ändern könnten, dass die Bilanz 2006 "... und das
Halbjahresergebnis 2007 das beste wirtschaftliche Ergebnis seit der
Ausgliederung der ÖBB zeigen und damit auch den Beweis liefern, dass
die Bahnstrukturreform offenbar richtig war und das Unternehmen
besser dasteht als je zuvor", so der ÖVP-Verkehrssprecher, und
weiter: "Die Bahn ist jedenfalls auf dem richtigen Weg und das EGT
hat sich seit dem Jahr 2001 von -74 Millionen Euro auf +78 Millionen
Euro gedreht".
Der Rechnungshof hat nun festgestellt, dass ohne Auflösung von
Rücklagen ein dickes Minus vor dem Ergebnis stehen würde. Soviel zur
Glaubwürdigkeit des ÖVP Verkehrssprechers. "Die Unabhängigen
GewerkschafterInnen in der Vida weisen die Vorwürfe von Kukacka
gegenüber den EisenbahnerInnen entschieden zurück. Auch die ÖVP
sollte endlich einmal erkennen, dass es sich bei den EisenbahnerInnen
um Menschen handelt, die dieses andauernde politische Mobbing mehr
als genug haben", so Hedenig abschließend.
Rückfragehinweis:
Unabhängige GewerkschafterInnen in der VIDA
Anton Hedenig, Tel: 0650/707 66 00
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