• 17.12.2007, 10:59:34
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Mit Therapiekooperation zu besserer Lebensqualität im Burgenland

Wien (OTS) - "Mit Unterstützung der Ärzte- und Apothekerkammer und
unter der Schirmherrschaft der Landesregierung wollen wir es
schaffen, dass mehr und mehr Asthma- und COPD 1-PatientInnen im
Burgenland mit ihren Ärzten zusammenarbeiten, die
Therapieempfehlungen einhalten und letztlich selbst davon
profitieren, weil es ihnen damit einfach besser geht.", so Dr.
Gottfried Halmschlager, Medical Director von GlaxoSmithKline
Österreich.

Bei der Pressekonferenz am 6. Dezember "im esterházy" in
Eisenstadt haben Herr Dr. Peter Rezar, Frau Dr. Krischka, Herr Dr.
Kornfeind, Frau Mag. Böcskör und Frau Sieglinde Garscha zu dem von
Jänner bis Dezember 2008 geplanten Projekt zur Steigerung der
Compliance 2 im Burgenland Stellung genommen:

Herr Dr. Peter Rezar, Gesundheitslandesrat, betont die
Vorreiterrolle des Burgenlandes im Bereich der Prävention: der Ausbau
der Gesundheitsvorsorge ist ein erklärtes landespolitisches Ziel. Die
burgenländische Gesundheitspolitik bringt sich daher gerne in das
Präventionsprojekt - das auch umfassende Information der
Burgenländerinnen und Burgenländer beinhaltet - ein. Bei Asthma und
COPD-PatientInnen kann die Krankheit selbst zwar nicht mehr
verhindert werden, ein Fortschreiten durch Optimierung der Therapie
hingegen schon. Asthma zählt zu den häufigsten chronischen
Erkrankungen, Tendenz steigend. Alleine im Burgenland gibt es derzeit
rund 29.000 Asthma-PatientInnen. An der unheilbaren Volkskrankheit
COPD leiden 4 - 7 % der Bevölkerung, das sind zwischen 11.000 und
19.000 BurgenländerInnen.

Frau WHR Dr. Claudia Krischka, Leiterin des öffentlichen
Gesundheitsdienstes, weist darauf hin, dass es ein gut behandelter
Asthmapatient sehr gut haben könnte. Vorausgesetzt, er hält die
Therapieempfehlungen ein. PatientInnen, die öfter als 2mal pro Woche
ihren Notfallspray brauchen, haben ihre Krankheit nicht gut im Griff.
Auslöser der häufig unterschätzten COPD ist hauptsächlich Tabakkonsum
(aktiv oder passiv) und kann bis zum Tod führen. Diagnosen zufolge
soll COPD im Jahr 2020 an die 3. Stelle bei den Todesursachen
aufrücken. Auch bei den Krankenständen werden zunehmend Erkrankungen
der oberen Atemwege angeführt. Das Erstaunliche an COPD ist, dass 75
- 80 % der betroffenen Bevölkerung ab einem Alter von 40 Jahren nicht
adäquat behandelt werden. Ein erster wichtiger Schritt ist das von
GSK initiierte Compliance-Programm, das nicht nur die Bevölkerung auf
die Thematik sensibilisieren, sondern auch die Lebensqualität der
PatientInnen steigern soll.

Herr Dr. Milan Kornfeind, Vizepräsident Ärztekammer Burgenland,
merkt an, dass die neuen Medikamente bei Erkrankungen der oberen
Lungenwege mittlerweile selbst bei niedriger Dosierung sehr lange
wirken. Moderne Kortisone sind allgemein sehr gut verträglich und
aufgrund der Tatsache, dass sie inhaliert werden können, auch
besonders leicht einzunehmen. Eine Angst vor Kortison ist
unbegründet. Ebenso positiv ist die Tatsache, dass die
Burgenländische Gebietskrankenkasse Lungenfunktionstests bezahlt -
grundsätzlich keine Selbstverständlichkeit, im Burgenland ist es Teil
der Gesundheitsvorsorge. Er ruft vor allem Allgemeinmediziner auf,
Spirometrien noch stärker als bisher zu nutzen. Erschüttert ist er
von der Tendenz, dass immer mehr Jugendliche rauchen. Eine Aufklärung
in Schulen, z.B. in Kooperation mit dem Schularzt, wäre sicher
förderlich, um Asthma (eher im Jugendalter ein Thema) einzubremsen.
Die heutigen jugendlichen Raucher sind die Patienten der Zukunft; in
dem Fall die COPD-PatientInnen (tritt eher bei älteren Menschen auf).

Frau Mag. Maria Böcskör, Vizepräsidentin Ärztekammer Burgenland,
zitiert die WHO, laut deren Schätzungen jeder zweite Patient den
Beipackzettel nicht liest oder das Medikament nicht richtig einnimmt.
Die Fehlerquellen sind vielfältig: falsche oder keine Medikamente,
falsche Dosierung und/oder falscher Zeitpunkt. Oft führt menschliches
Fehlverhalten dazu, dass die Therapie fehlschlägt. Besonders bei
Asthma und COPD neigen PatientInnen dazu, die Einnahme nach eigenem
Gefühl zu ändern. Geht’s einem besser, setzt man die Medikamente ab,
hat man spürbare Beschwerden, nimmt man sie wieder. Wichtig wäre
jedoch die regelmäßige Einnahme in der vorgeschriebenen Dosierung.
Auch Frau Mag. Bökskör weist darauf hin, dass man aufgrund der
geringen Nebenwirkungen und der leichten Einnahme keine Angst vor
inhalativen Medikamenten haben muss.

Frau Sieglinde Garscha, GlaxoSmithKline, geht schließlich auf das
Projekt selbst ein. Allgemeinmedizinern werden Spirometrie-Seminare
angeboten und die Burgenländische Apothekerkammer gibt Apothekenpässe
aus. Bei Retournierung des ausgefüllten Passes, auf denen auch die
Befindlichkeit vermerkt werden kann und soll, wird dem Patienten
weitere Unterstützung angeboten. Beispielsweise die Teilnahme an
atemphysiologische Übungen oder an Bewegungsgruppen in Form von
leichtem Ausdauertraining. In der "Atemschule" lernen PatientInnen,
was sie tun können, um sich trotz ihrer Erkrankung wohl zu fühlen.
Zur Asthma-Selbstkontrolle werden in Arztpraxen und Apotheken
verstärkt ACT Tests (Asthma Control Test) aufliegen, ebenso an
Schulen, beim Bundesheer und im Gesundheitsbus des Amtes der
Burgenländischen Landesregierung. Das Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder Eisenstadt wird bei allen PatientInnen, die die
Aufnahmestation wegen Atemwegsbeschwerden aufsuchen, vorweg
Lungenfunktionstests durchführen. Dafür stellt die Firma ZAN Austria
ein Jahr lang das Beta Flow Spirometriegerät ZAN 100 zur Verfügung.
Die Dokumentation des Projektes übernimmt die Burgenländische
Gebietskrankenkasse unter der Leitung von Herrn Dipl.-Ing. Reichardt
in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien.

Die Pressekonferenz schließt mit der Bitte an die Medien, zur
Steigerung der Lebensqualität von Asthma- und COPD-PatientInnen im
Burgenland beizutragen, indem sie die Bevölkerung darüber aufklären,
wie wichtig einerseits die frühzeitige Erkennung der Erkrankung und
andererseits die Einhaltung der Therapieempfehlungen des Arztes ist.

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden
forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen - engagiert
sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, indem sie
ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben ermöglicht.
Weitere Informationen zu GlaxoSmithKline unter www.gsk.com

1 Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
2 Compliance verstanden als Therapiekooperation zwischen Arzt und
Patient

Rückfragehinweis:

inkl. detaillierter Unterlagen zu Projektbeschreibung, 
   Asthma und Atemschule: 
   Mag. Martha Bousek
   GlaxoSmithKline Pharma GmbH
   Tel. + 43 1 97075-501
   [email protected]

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