OTS0078 / 17.12.2007 / 10:51 / Channel: Politik / Aussender: Rat für Forschung und Technologieentwicklung
Stichworte: Bildung / Forschung / Frauen / Innovationen / Technologie / Wissenschaft


fFORTE Frauen in Forschung und Technologie

Utl.: Nationale Impulse von und für Forscherinnen =


   Wien (OTS) - fFORTE - die von vier Ministerien getragene
Initiative - zeigt, wie man Frauen erfolgreich den Rücken stärkt, und
welche besonderen Qualifikationen Frauen einbringen, wenn es darum
geht, zukunftsorientierte Forschung zu betreiben. Ob seiner
überzeugenden Ergebnisse wird fFORTE nun weiter ausgebaut.
   Mehr Professorinnen an Österreichs Universitäten, mehr
Studentinnen in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern, mehr
gendersensible Naturwissenschaftslehrer/innen und für Technik
sensibilisierte Schülerinnen, mehr Frauen in der industriellen
Forschung, mehr Schülerinnen in HTLs - das hat fFORTE zuwege
gebracht, das nationale Impulsprogramm für Frauen in Forschung und
Technologie. fFORTE steht für: Frauen in Forschung und Technologie,
wurde vom österreichischen Rat für Forschung und
Technologieentwicklung empfohlen und wird seit 2002 erfolgreich
realisiert. Die Initiative beinhaltet derzeit 24 umfassende
Aktionslinien der mittlerweile vier Ministerien (BMWF, BMWA, BMVIT,
BMUKK) - vom Mentoringnetzwerk über die Förderung struktureller
Maßnahmen in der industriellen Forschung bis zur
Professorinnen-Förderung und ist einzigartig, einerseits weil es eine
besonders breit gefasste Zielgruppe anspricht (von fFORTE profitieren
Schülerinnen ebenso wie Forscherinnen und Unternehmen). Andererseits,
weil es von einer besonders stabilen ministeriellen Basis getragen
wird: Vier Ministerien bündeln seit der neuen Regierungsperiode ihre
Frauen-Expertise innerhalb der fFORTE Dachinitiative. 
Expertinnen sichtbar machen
   Die bisherige von den Ministerien getragene fFORTE
Maßnahmenpalette hat Mädchen und Frauen den Zugang zu technischen und
naturwissenschaftlichen Ausbildungen erleichtert, ihnen den Weg zu
Forschungsförderungen geebnet und Frauen als Role Models (Vorbilder)
für Nachwuchsforscherinnen sichtbar gemacht. Beispielsweise wird im
Rahmen der FEMtech-Expertinnen Datenbank regelmäßig die Expertin des
Monats ausgezeichnet. Darüber hinaus konnte der Frauenanteil bei den
Doktoratsabschlüssen in technischen, naturwissenschaftlichen und
medizinischen Fachbereichen in den letzten fünf Jahren von 28% auf
32% gesteigert werden. Dazu haben das Stipendienprogramm DOC-fFORTE
sowie die Maßnahme der Wissenschafterinnenkollegs beigetragen. Durch
die fFORTE Coachings, das den Frauen KnowHow für die Einreichung von
EU-Forschungsprojekten vermittelt, hat sich der Anteil
österreichischer Frauen an EU-Forschungsprogrammen signifikant
erhöht. Und über FIT - Frauen in die Technik, MUT - Mädchen und
Technik sowie das IMST Gender-Netzwerk ist es gelungen, vermehrt das
Interesse der 10-18-jährigen Schülerinnen an
naturwissenschaftlich-technischen Studienrichtungen und
Arbeitsfeldern zu wecken.
   Nach fünfjähriger erfolgreicher Pionierphase (2002-2007) wird
fFORTE in seiner neuen Entwicklungsperiode (2009-2012) nun
ausgeweitet und als gemeinsame Initiative des BMWF, des BMWA, des
BMVIT und des BMUKK ausgebaut. Wie dringlich diese Maßnahmen sind,
offenbaren aktuelle Zahlen: Österreich rangiert in EU-Erhebungen zur
Frauenbeschäftigung im Technischen Sektor am vorletzten Platz.
   Der Forschung und auch der Wirtschaft gehen damit wichtige
Humanressourcen verloren, wie auch Professor Dr. Günther Bonn vom Rat
für Forschung und Technologie bestätigt: "Frauen sind zunehmend
wichtig für das Innovationssystem. Damit diese Expertinnen in
Naturwissenschaft und Technik zahlreicher und sichtbarer werden,
wurde das nationale Impulsprogramm fFORTE initiiert, das nun in eine
neue ambitionierte Entwicklungsphase tritt. fFORTE ist es gelungen,
Frauen als unverzichtbaren Teil der österreichischen Wissenschafts-
und Forschungslandschaft bewusst zu machen. Dieses Bewusstsein muss
nun noch weiter ausgebaut werden."
Innovative Aktionsprogramme
   In der neuen Phase (2009-2012) zielt fFORTE auf eine weitere
Stärkung forschender Expertinnen ab: An Universitäten, in
außeruniversitären Forschungseinrichtungen und in Unternehmen sollen
mehr Frauen arbeiten und sie sollen auch qualifiziertere Jobs
erhalten. Zur Erreichung dieses Ziels wird in Übereinstimmung mit
aktuellen Evaluationsergebnissen ab 2008 ein breites Spektrum neuer
Impulsmaßnahmen eingeführt: w-fFORTE (BMWA) startet die völlig
neuartigen "Laura Bassi Centres of Expertise" für exzellente
Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft.
FEMtech-fFORTE (BMVIT) beginnt mit FEMtech-Karrierewege ein
mehrjähriges Qualifizierungsprogramm für Studentinnen, um sie auf
eine Tätigkeit in der industriellen Forschung vorzubereiten.
fFORTE-Schule (BMUKK) führt die speziellen Informations-,
Sensibilisierungs- und Erprobungsangebote für Schülerinnen fort und
fokussiert insbesondere auf vermehrte Vernetzung mit bestehenden
Strukturen und relevanten Akteur/inn/en. fFORTE-academic (BMWF) wird
sein excellentia Programm auch auf den universitären Mittelbau
ausdehnen, für ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis im Post Doc
Bereich.
fFORTE Ziele:
~
 - Verbesserung der naturwissenschaftlich-technischen Grundbildung 
    von Schülerinnen
 - Mehr weibliche Studierende in technisch-naturwissenschaftlichen 
   Fächern
 - Mehr Forscherinnen auch auf internationaler Ebene
 - Gender Mainstreaming der Förderstrukturen und -programme
 - Qualifizierung und Weiterbildung für Frauen
 - Sensibilisierung von Schlüsselpersonen an Universitäten, in 
   Unternehmen und in der Politik
 - Förderung interdisziplinärer und genderspezifischer Forschung in
   den Natur- und Technikwissenschaften.
~
   Erreicht werden diese Ziele mit Struktur- und
Qualifizierungsmaßnahmen, Trainings, Coachings und Mentoring,
Awareness-Initiativen sowie Prozess-begleitender Forschung (siehe
Tabelle im Anhang). fFORTE entspricht in den Zielsetzungen dem
Regierungsprogramm der österreichischen Bundesregierung, wonach
institutionelle Maßnahmen dazu beitragen sollen, Forschungskarrieren
für Frauen attraktiv zu machen. Damit einhergehen muss eine Erhöhung
des Frauenanteils im öffentlichen und privaten Forschungssektor.
   Die Website www. fFORTE.at wurde gerade einem Relaunch unterzogen
und ist ab sofort online.
Rückfragehinweis:
   Rat für Forschung und Technologieentwicklung
   Ansprechperson: Mag. Bettina Ruttensteiner-Poller
   Tel.: 01-7131414
   mailto: b.ruttensteiner@rat-fte.at
   http://www.rat-fte.at
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0078    2007-12-17/10:51
171051 Dez 07
NEF0001 0744