• 09.12.2007, 14:09:50
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Plassnik: "Partnerschaft zwischen EU und Afrika ist ein Langzeitprojekt"

Außenministerin bei EU-Afrika Gipfel

Lissabon (OTS) - "Die Modelle von gestern sind überholt. Jetzt
geht es um die Zukunft, um eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Das ist
anspruchsvoll - für die EU und auch für unsere afrikanischen Partner.
Aber beide Seiten sind sehr motiviert. Beide wollen miteinander eine
erfolgreiche Zusammenarbeit entwickeln", so Außenministerin Ursula
Plassnik beim EU-Afrika Gipfel in Lissabon.

"Wir gehen unseren afrikanischen Partnern zukunftsgerichtet und
aus unserer eigenen Erfahrung schöpfend entgegen. Wir wissen, was die
EU geeint hat, was uns wirtschaftliches Wachstum, Wohlstand und eine
gesicherte Wertebasis ermöglicht hat: die Zusammenarbeit, das
Einhalten von Menschenrechten und von demokratiepolitischen
Standards. Diese - aus einer leidvollen Geschichte erlernten -
Erfahrungen bieten wir unseren afrikanischen Partnern an", so
Plassnik, Die Außenministerin weiter: "Gute Regierungsführung ist
nicht nur ein politisch unverzichtbarer Wert, sondern sichert
mittel- und langfristig auch den wirtschaftlichen Erfolg.
Rechtsstaatlichkeit ist kein Selbstzweck sondern notwendig, um
Vorhersehbarkeit, Planbarkeit und Verlässlichkeit für die Menschen im
eigenen Land wie auch für internationale Partner zu schaffen".

Seit dem ersten EU-Afrika Gipfel in Kairo im Jahr 2000 habe sich
sowohl auf dem afrikanischen Kontinent als auch in der EU einiges
verändert: So wurde die Afrikanische Union gegründet und die EU um
zwölf neue Mitglieder erweitert: "Unsere Partnerschaft ist ein
Langzeitprojekt. Wer als Partner behandelt werden will muss auch als
Partner agieren können. In Afrika wird sich nicht alles von einem Tag
auf den anderen ändern. Es gibt keine umfassende `Instant -
Demokratie` oder umfassende `Instant - Menschenrechtsumsetzung`.
Entscheidend ist aber, dass dauerhafte Perspektiven und der Wille
dazu da sind."

Gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus Burkina Faso, Drjibill
Bassolé, und dem Kommissionspräsidenten der westafrikanischen
Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) Mohamed Chambas, präsentierte
Außenministerin Plassnik beim Gipfel auch die Ergebnisse der
Konferenz "Frieden und zur Sicherheit in Westafrika" in November in
Ouagadougou: "Wir wollen gemeinsame Strategien für gemeinsame
Probleme finden. Herausforderungen wie Migration, Drogenhandel oder
der Klimawandel betreffen uns alle. Um ihnen wirksam begegnen zu
können brauchen wir eine starke und effektive Partnerschaft in
beiderseitiger Verantwortung", so die Außenministerin. So habe der
Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für
Industrielle Entwicklung (UNIDO), Kandeh Yumkella, bei der Konferenz
in Ouagadougou eine Reihe von Vorschlägen gemacht, wie EU und Afrika
gemeinsam Entwicklungschancen und Arbeitsmöglichkeiten, gerade für
junge Menschen schaffen können. Auch das Thema Energie sei besonders
für Entwicklungsländer von Bedeutung: "In Ouagadougou haben wir
beschlossen als ersten konkreten Schritt gemeinsam mit UNIDO ein
westafrikanisches Zentrum für erneuerbare Energien zu errichten", so
Plassnik.

Auf Einladung von Außenministerin Plassnik fand in Lissabon auch
ein Treffen des internationalen Frauennetzwerkes statt, an dem unter
anderem die stellvertretende Generalsekretärin der UNO, Ashe Rose
Migiro, die Außenministerinnen von Sierra Leone, Zainab Hawa
Bangura, Malawi, Joyce Banda, Mosambik, Alcinda Abreu,
Guinea-Bissau, Maria da Conceicao Nobre Cabral, Liberia, Olubanke
King Akerele, Ungarn, Kinga Göncz, und Liechtenstein, Rita
Kieber-Beck, und die Entwicklungsministerinnen aus Schweden, Gunilla
Carlsson, und Dänemark, Ulla Tornaes, teilnahmen. Ein zentrales Thema
des Treffens waren Maßnahmen um die Beteiligung der Frauen an der
Wirtschaft zu stärken sowie den Frauenanteil im politischen Leben zu
erhöhen.

"Wir werden unsere Netzwerke auch weiterhin mit Geduld und
Phantasie ausbauen. Ein großer Teil der Buntheit und Energie Afrikas
liegt in den Frauen. Es gilt, ihre Beiträge stärker bewusst zu
machen", so Plassnik abschliessend.

Rückfragehinweis:

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   und internationale Angelegenheiten
   Presseabteilung
   Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
   Fax: ++43 (0) 50 1159-213 
   mailto:[email protected]
   http://www.aussenministerium.at
   http://www.bmeia.gv.at

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