• 09.12.2007, 12:50:10
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Plassnik: "Menschenwürde und universaler Charakter der Menschenrechte im Zentrum der österreichichischen Außenpolitik"

Außenministerin Ursula Plassnik zum Internationalen Tag der Menschenrechte

Wien (OTS) - Auch im dritten Jahrtausend ist es noch immer keine
Selbstverständlichkeit, dass alle Menschen Anspruch auf den Schutz
ihrer fundamentalen Rechte haben, egal wo sie leben, welcher Kultur
sie angehören, ob Frau oder Mann, Kind oder älterer Mensch, erklärte
Außenministerin Ursula Plassnik zum Internationalen Tag der
Menschenrechte am 10. Dezember.

Die Würde des Menschen, der weltweite Schutz und der universale
Charakter der Menschenrechte stehen daher im Zentrum der
österreichischen Außenpolitik und unserer Entwicklungszusammenarbeit.
Unsere größte Herausforderung ist, die bestehenden
Menschenrechtsstandards in der Praxis auch weltweit umgesetzt zu
wissen, so Plassnik weiter. Lassen wir nicht nach! Konsequenter
Einsatz für einen besseren Menschenrechtschutz ist ein Dauerauftrag
an alle - unabhängig von der aktuellen politischen Agenda. Plassnik
verwies darauf, dass 2008 der 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung
der Menschenrechte, die 1948 von der UN beschlossen wurde,
stattfinden wird. Auch die Wiener Weltkonferenz über Menschenrechte
von 1993, die in vielen Bereichen bis heute gültige Meilensteine
setzte, jährt sich 2008 zum 15. Mal.

Es geht nicht um abstrakte Konzepte, sondern um Schicksale von
Menschen, um konkrete physische oder psychische Not, machte die
Außenministerin bewusst. Mit unseren EU-Partnern intervenieren wir in
anderen Staaten jährlich in hunderten Fällen zugunsten gefährdeter
Einzelpersonen. Menschenrechtsfragen werden von uns gegenüber
Regierungen weltweit auf allen politischen Ebenen angesprochen. Auch
im Rahmen von UNO, Europarat und OSZE setzt sich Österreich
nachdrücklich für effektiven Menschenrechtsschutz ein.

Österreich bemüht sich um langfristige, strukturelle
Verbesserungen im weltweiten Menschenrechtsschutz. Dazu gehören
Schutz von Kindern in Konflikten, Kampf gegen Folter, Stärkung der
Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechtsbildung. Österreich leistet in
vielen Bereichen konkrete und direkte Hilfe: Bei einer umfassenden
Bestandsaufnahme schwerer Menschenrechtsverletzungen in der vom
Bürgerkrieg erschütterten Demokratischen Republik Kongo genauso wie
bei der UNO-Arbeit zur Förderung des Minderheitenschutzes, die für
die Prävention und Lösung von vielen Konflikten unerlässlich ist, so
die Ministerin. In Norduganda etwa unterstützt Österreich
SOS-Kinderdörfer bei der medizinischen und psychologischen Betreuung
und Schulausbildung ehemaliger Kindersoldaten und von Kindern, die
Opfer der Gewalt wurden.

Plassnik wies eindringlich auf ein besonderes persönliches
Anliegen hin: Schutz und Förderung der Rechte von Frauen. Auf der
ganzen Welt leiden viele Frauen unter sexueller Gewalt und
Ausbeutung, besonders in Kriegssituationen. Auch in Friedenszeiten
werden die Rechte der Frauen etwa durch traditionelle Praktiken wie
weibliche Genitalverstümmelung, oder systematische Diskriminierung,
in ihren grundrechten massiv verletzt. Österreich hilft hier
ebenfalls in vielfältiger Weise, etwa durch Unterstützung des
Gender-Büros der Afrikanischen Union. Dieses setzt Maßnahmen gegen
die so genannte traditionsbedingte Gewalt. In der Demokratischen
Republik Kongo kann dank österreichischer Unterstützung eine Kampagne
zur Prävention sexueller Gewalt durchgeführt und die Betreuung
betroffener Frauen verbessert werden. Plassnik: An dieser Stelle
möchte ich die mutige Arbeit vieler Frauen würdigen, die sich in
allen Teilen der Welt für den Schutz der Menschenrechte einsetzen.

Rückfragehinweis:

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   und internationale Angelegenheiten
   Presseabteilung
   Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
   Fax: ++43 (0) 50 1159-213 
   mailto:[email protected]
   http://www.aussenministerium.at
   http://www.bmeia.gv.at

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