- 08.12.2007, 18:21:45
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Neugebauers Doppelrolle ist unerträglich und schadet PflichtschullehrerInnen
Die Pädagogischen Hochschulen sind ein Irrweg Wien (OTS) - "Neugebauer soll sich schleunigst entscheiden, bleibt er Bildungssprecher der ÖVP oder Vorsitzender der GÖD und damit auch verantwortlich für Zehntausende PflichtschullehrerInnen in Österreich", rät der Vorsitzende Stellvertreter der Pflichtschullehrergewerkschaft und Vorsitzende der FSG in der Bundesvertretung, Herbert Modritzky. Das jüngste Beispiel für die Unvereinbarkeit lieferte Neugebauer am Wochenende, indem er für die Beibehaltung der Zwei-Klassen-Ausbildung der LehrerInnen eintrat: Die AHS LehrerInnen weiterhin an der Universität und die PflichtschullehrerInnen an den Pädagogischen Hochschulen. Neugebauer zementiert damit auch die unterschiedlichen Dienstrechte und die unterschiedliche Bezahlung trotz gleicher Arbeit mit den gleichen Kindern. "Neugebauer 'übersieht', dass das Gesetz zur Einrichtung der Pädagogischen Hochschulen aus guten Gründen von allen Fraktionen in der PflichtschullehrerInnen Gewerkschaft abgelehnt worden ist. Gleichzeitig fordern wir die gemeinsame universitäre Ausbildung aller LehrerInnen Österreichs. Das zu ignorieren ist für einen Spitzengewerkschafter verantwortungslos!" hält Modritzky nachdrücklich fest. Neugebauers Argument, man könne den eingeschlagenen Weg der getrennten Ausbildung nach so kurzer Zeit nicht verlassen, zeigt nicht gerade von Entschlussfreude und strategischer Brillanz. Wenn ein Weg ein Irrweg ist und noch dazu in eine Sackgasse führt, und die getrennte LehrerInnenausbildung ist beides, dann muss sich Neugebauer fürs Umkehren entscheiden. Möglicherweise verfolgt die ÖVP falsche Pfade, als Gewerkschafter muss sich Neugebauer klar auf die Seite der Mitglieder schlagen, ohne Rücksicht auf die Parteilinie. "Es kann mich niemand hindern, über Nacht gescheiter zu werden", diese Weisheit wird historisch verschiedenen Persönlichkeiten zugeschrieben. "Ich empfehle Neugebauer, daran eine Anleihe zu nehmen und sich für eine Aufgabe zu entscheiden, entweder Bildungssprecher der ÖVP oder Gewerkschafter. Beides, und das zeigt sich immer wieder, ist unvereinbar und geht auf Kosten der Gewerkschaftsmitglieder", schließt Herbert Modritzky. Rückfragehinweis: Herbert Modritzky Vors. FSG Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer 0664/181 09 49 *** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT *** OTS0051 2007-12-08/18:21 081821 Dez 07
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