Wien (OTS) - "Und einmal mehr liegt ein offensichtlicher Bruch des
ORF-Informationsauftrages vor. Es ist bezeichnend, dass der ORF
selbst in keiner seiner Informationssendungen eine umfassende und
aufklärende Diskussion mit Gegnern und Befürwortern über die
geplanten ORF-Gebührenerhöhungen zulässt. Anstatt über den Raubzug
der ORF-Führung über die Gebührenzahler offen diskutieren zu lassen,
darf beispielsweise Verteidigungsminister Darabos am Sonntag in der
Sendung "Im Zentrum" sein Himmelfahrtskommando in den Tschad
bewerben. Und selbst auch in diesem Fall bricht der ORF sämtliche
Regeln und lässt keinen Vertreter des BZÖ zu. Generaldirektor Wrabetz
hat es zu verantworten, dass der ORF mittlerweile eine unerträgliche
parteipolitische Schlagseite bekommen hat. Die wahren Schuldigen für
das Fiasko rund um den TV-Schrott, den der ORF zu hohen Kosten zu
bieten hat, sitzen in den Chefetagen", kritisiert BZÖ-Generalsekretär
Gerald Grosz.
"Diese ORF-Führung verlangt weitere Gebühren und ist selbst nicht
einmal in der Lage, endlich Objektivität und Demokratie in die
Redaktionsstuben einziehen zu lassen. Dieser ORF verlangt weiteres
Geld von den gepeinigten Gebührenzahlern und hat es bis heute nicht
zusammengebracht, ein annehmbares Programm auf die Füße zu stellen.
Solange der ORF von sich aus nicht bereit ist mit qualitativ
hochwertigen Sendungsangeboten und umfassenden und objektiven
Informationssendungen wieder mehr Konsumenten anzuziehen, ist eine
weitere Erhöhungen der Gebühren für den Fernsehschrott nicht tragbar.
Wrabetz ist aufgefordert, Demokratie und Objektivität im ORF
herzustellen und kontroversielle Diskussionen über das Wochenthema
Nummer 1, die Erhöhung der ORF-Gebühren, zuzulassen. Bei jedem zweit-
und drittrangigem Thema wird sofort ein "runder Tisch" oder eine
Sendung "im Zentrum" angesetzt, aber beim Thema Nummer 1 verhindert
der ORF eine umfassende Berichterstattung", so Grosz abschließend.
Rückfragehinweis:
Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)
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OTS0048 2007-12-07/09:54
070954 Dez 07
BZO0001 0283