- 04.12.2007, 15:57:14
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Unabhängige GewerkschafterInnen in der GÖD stellen PISA-Frage an den GöD-Vorsitzenden Neugebauer: Wie schlecht war Gehrer wirklich?
Und: Wann legt der Gewerkschaftsvorsitzende den ÖVP-Bildungssprecher zurück?
Wien (OTS) - Durch Stundenkürzungen, Streichen von Übungen und
Freifächern und Auffüllen der Klassen auf 30 und mehr SchülerInnen
wurden unter der
ÖVP-Bildungsministerin Gehrer LehrerInnendienstposten eingespart und
die Arbeitsbedingungen der LehrerInnen und SchülerInnen nachhaltig
verschlechtert - auf Kosten der Bildung wurde mehr als 10 Jahre lang
die so genannte "Budgetsanierung" betrieben.
Der Dienstpostenabbau, das Herausnehmen der Klassenvorstands-,
Schülerberatungs- und Kustodiatstätigkeiten (Betreuung von
Lehrmitteln, von naturwissenschaftlichen Sammlungen u.ä.) führte zu
einer "kalten" Arbeitszeiterhöhung der LehrerInnen.
Die neoliberale Budgetpolitik und parteipolitische Vorurteile
führten zum Reformstillstand, insbesondere im Bereich der
Mittelstufe. Eine breite Schuldiskussion und flächendeckende Versuche
zur Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen aller Kinder, zur
Auflösung von "Ghettoschulen" und Bildungssackgassen und damit zur
besseren Förderung der Kinder aus sozial benachteiligten Schichten
haben unter Gehrer nicht stattgefunden
Die Anhebung der LehrerInnenausbildung auf Universitätsniveau
(mind. 8 Semester Master-Studien) für alle LehrerInnen wurde
versäumt. Mit der Umbenennung der Pädagogischen Akademien in
Pädagogische Hochschulen wurden die nur 6-semestrige Ausbildung und
die schlechtere Bezahlung der PflichtschullehrerInnen weiter
einzementiert.
Ministerin Gehrer hat ihre Leistungen schon Anfang der 70er Jahre
vor demonstrierenden LehrerInnen in Vorarlberg auf den Punkt
gebracht: "Ich habe ein Budget zu sanieren, und damit basta!"
Die PISA-Frage an den Gewerkschaftsvorsitzenden:
"So schlecht kann Gehrer nicht gewesen sein." Stammt dieses Zitat
im STANDARD, 3.12.2007, PISA-Seite 2, (A) vom Hauptschullehrer und
Gewerkschafter Neugebauer oder (B) vom Gehrer-Parteifreund und
ÖVP-Bildungssprecher?
Die Unvereinbarkeits-Frage an den ÖVP-Bildungssprecher:
Nicht nur der Gehrer-Sager im STANDARD, auch der mit mehrmaligen
Verhandlungsabbrüchen und viel Theaterdonner kaschierte und am Ende
doch vor allem partei- und regierungskonforme Gehaltsabschluss der
GÖD zeigt, wie notwendig der Rückzug Neugebauers aus der Partei- und
Regierungspolitik ist. ÖVP-Parteipolitik und Gewerkschaftsarbeit im
Interesse der öffentlich Bediensteten und der öffentlichen Dienste,
im Interesse der LehrerInnen und der österreichischen Schule lassen
sich nicht vereinbaren. Darum: Wann legt der GÖD-Vorsitzende den
ÖVP-Bildungssprecher zurück und widmet sich voll seinen
gewerkschaftlichen Aufgaben?
Reinhart Sellner, AHS,
Wilfried Mayr, APS,
Josef Gary Fuchsbauer, BMHS,
die Vertreter der UGöd im Bundeskongress (Zentralvorstand) und in der
ARGE LehrerInnen der GÖD
Rückfragehinweis:
Unabhängige GewerkschafterInnen in der GöD
Reinhart Sellner: [email protected],
Wilfried Mayr: [email protected],
Josef Gary Fuchsbauer: [email protected], Tel: 0664/9241580
Internet: www.ugoed.at, www.oeli-ug.at
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