• 04.12.2007, 12:30:40
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Wiener Grüne schlagen Alarm: Vier Wiener Beschäftigungsprojekte von Existenz bedroht

Vana fordert weitere Verhandlungen von AMS Wien

Wien (OTS) - "Weniger Geld, mehr Aufgaben und völlig
unrealistische Vorgaben durch das AMS Wien", so fasst Monika Vana,
Stadträtin und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Wiener Grüne die
aktuelle Lage von vier sozialökonomischen Betrieben in Wien zusammen.
Weil das AMS Wien völlig überraschend die Fördermittel für 2008 für
diese Betriebe (von Malerei- bis Gastronomiebetrieben sind hier
verschiedene Sparten vertreten) um bis zu 15 Prozent kürzt, steht
deren Existenz auf dem Spiel. Vana appelliert im Sinne der Forderung
des Dachverbands für sozial-ökonomische Einrichtungen an das Wiener
AMS weitere Verhandlungen mit den betroffenen Betrieben zu führen.

Vana kritisiert, dass es seit 2007 zu mehreren Verschlechterungen bei
den Arbeitsbedingungen von und in sozialökonomischen Betrieben
gekommen ist. So wurde zunächst die Verweildauer für
Transitarbeitskräfte (TAK) von einem Jahr auf sechs Monate (im
Behinderten- und Drogenbereich 9 Monate) durch das AMS verkürzt. Zu
einer unbezahlten Mehrbelastung der Betriebe führte die Verpflichtung
Arbeitstrainings einem TAK- Dienstverhältnis vorzuschalten. Im
kommenden Jahr müssen die Betriebe mit weniger Transitarbeitskräften
arbeiten, weil das AMS die Anzahl der TAK-Plätze reduziert. Auch die
Einschränkung der Zielgruppe auf beim AMS codierte
Langzeitbeschäftigungslose (Jugendliche oder WiedereinsteigerInnen
gelten nicht) macht es für die Betriebe schwer, die Ziele des AMS zu
erreichen.

Vana unterstreicht, dass in der aktiven Arbeitsmarktpolitik die
Unterstützung für die Integration in eine gut bezahlte, qualitativ
hochwertige Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt im Vordergrund
stehen muss. "Die Freiwilligkeit der Erwerbsarbeitssuchenden muss
dabei aber immer gewährt sein. Zwang und Verpflichtung ist aus Grüner
Sicht der falsche Weg."

Vana fordert mehr bedürfnisorientierte qualitativ hochwertige
Arbeits- und Qualifizierungsangebote besonders für arbeitsmarktferne
Menschen, die Flexibilisierung der Verweildauer von Transitarbeits-
kräften und Mittel für experimentelle Arbeitsmarktpolitik.
"Billigmaßnahmen zur Behübschung der Arbeitslosenstatistik sind eine
Verschwendung der Gelder. Wir brauchen gute und sinnvolle
Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote an Erwerbsarbeitsuchende,
damit sie wirklich wieder ihren Platz in der Arbeitswelt finden", so
Vana abschließend.

Rückfragehinweis:
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[email protected]

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