• 02.12.2007, 12:19:03
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SP-Haider: Chemie-Standort Linz - nächster Ausverkauf

Nach japanischen und russischen Käufern für oberösterreichische Unternehmen kommen nun kommunistische chinesische Staatskonzerne

Linz (OTS) - Der von der ÖVP bejubelte Ausverkauf wichtiger
Industriebetriebe mit Standort in Oberösterreich geht munter weiter.
Nun ist mit der Nufarm ein weiteres Industrieunternehmen mit Linzer
Standort an der Reihe.
"Mit dem Industrieunternehmen Nufarm, das einen wichtigen Standort
auf dem Gelände der ehemaligen Chemie Linz AG betreibt, steht nun ein
weiterer Betrieb mit heimischen Arbeitsplätzen in Linz vor einer
völlig ungewissen Zukunft. Denn der kommunistisch staatliche
Chemiekonzern ChemChina hat ein Übernahmeangebot gestellt. Bis 10.
Dezember soll der Deal über die Bühne gehen. Das ist ein weiterer
Beweis, wohin die falsche neoliberale Ausverkaufspolitik der ÖVP
führt. Denn auf Druck der ÖVP wurde damals die Chemie Linz
zerschlagen und verkauft. Nun landet ein wichtiger Teil davon samt
dem Schicksal der ArbeitnehmerInnen in der Hand der Volksrepublik
China", stellt Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, zur jüngsten
Entwicklung in Oberösterreichs Industrie fest.

Nach dem Schließen des Austria Tabak - Werks in Linz durch einen
japanischen Tabakkonzern, an dem nebenbei auch der Staat Japan
beteiligt ist, samt Verlust von rund 300 Arbeitsplätzen, sowie dem
Einstieg von russischen Investoren bei der VOEST - Intertrading,
stünden nun bei der Nufarm in Linz erneut ausländische Käufer vor der
Tür. Damit könne jeder sehen, wie die Dinge als Folge der
VP-Privatisierungspolitik laufen würden. Zuerst betreibe die ÖVP mit
ihren Sympathisanten den Ausverkauf heimischer Unternehmen, an denen
die öffentliche Hand wichtige Anteile gehalten habe, meist über die
Börse.
"Danach kann kein Mensch mehr kontrollieren, durch welche Hände die
Unternehmensanteile gehen. Denn es ist völlig unkontrollierbar, wer
nach einem Börsegang wann welche Aktien kaufe oder verkaufe. So sind
die Gesetze an der Börse. Daher ist es auch möglich, dass nun am
wichtigen Chemiestandort Linz kommunistische Staatsbetriebe zu neuen
Eigentümern werden", zeigt Haider auf.

Die SP OÖ werde daher nicht müde werden, vor so einer fehlgeleiteten
Industrie- und Standortpolitik in Oberösterreich zu warnen. Das gelte
vor allem für Unternehmen der Daseinsvorsorge, zu denen auch
Energiekonzerne gehören würden.
"Ein Börsegang der Energie AG Oberösterreich ist und bleibt der
falsche Weg. Denn wie die Beispiele Austria Tabak, VOEST Intertrading
und jetzt in der Chemieindustrie zeigen, niemand kann garantieren,
wer am Ende des Tages als Eigentümer über wichtige
oberösterreichische Industrieinteressen das Sagen hat. Die
Ausverkaufs- und Privatisierungspolitik der ÖVP ist gescheitert und
das wissen die Menschen in Oberösterreich", macht Erich Haider
deutlich.

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]

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