- 29.11.2007, 14:56:24
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HOSI Wien protestiert gegen homophobe Entgleisung des ASFINAG-Vorstandes Karl Schierhackl
Wien (OTS) - In einem Beitrag des heutigen Ö1-Mittagsjournals zu
den Plänen der ASFINAG wurde deren Vorstandsmitglied Karl
Schierhackl im O-Ton mit folgenden Worten zu Einsparungsmaßnahmen
zitiert: "Ich hab mir noch alles vorstellen können, außer
Homosexualität".
HOSI-Wien-Obmann Christian Högl ist fassungslos: "Davon abgesehen,
dass diese Bemerkung im Kontext völlig deplatziert war, stellt sie
eine Beleidigung von Lesben und Schwulen dar. Herr Schierhackl mag in
seiner Vorstellungskraft beschränkt sein - Homosexualität gibt es
dennoch. Auch unter den KundInnen der ASFINAG, für dessen Betreuung
Herr Schierhackl dem Vernehmen nach zuständig ist."
"Besonders bedenklich finden wir diese Äußerung auch im
arbeitsrechtlichen Zusammenhang. Nach dem Gleichbehandlungsgesetz
haben Arbeitgeber u. a. diskriminierendes Verhalten wegen sexueller
Orientierung zu unterlassen und ihre Beschäftigten davor zu schützen.
Was für ein Zeichen ist das für die sicher auch in der ASFINAG
tätigen schwulen und lesbischen MitarbeiterInnen, wenn einer ihrer
obersten Chefs im Radio solche Stimmtischparolen poltert?", fragt
sich Högl.
"Es stellt sich die Frage, ob jemand einer derartigen
Geisteshaltung in einer solchen Führungsposition tragbar ist. Wir
erwarten, dass sich Herr Schierhackl öffentlich für diese
unglaubliche homophobe Entgleisung entschuldigt. Sollte das nicht
passieren, fordern wir Werner Faymann als zuständigen Minister und
Eigentümervertreter auf, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen."
Rückfragehinweis:
Christian Högl, Obmann, Tel.: 0699-11811038
Kurt Krickler, Generalsekretär, Tel.: 0664 5767466
[email protected], www.hosiwien.at
ZVR-Nr.: 524 534 408
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