- 28.11.2007, 13:45:03
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VIER PFOTEN unterstreicht Forderung nach Importstopp mit riesiger Stopfente
Wien (OTS) - Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten hat mit einer
spektakulären Aktion vor dem Gesundheitsministerium ihrem Appell nach
einem lückenlosen Importverbot für Stopfleberprodukte Nachdruck
verliehen. An einer zehn Meter großen, aufblasbaren Riesenente wurde
der brutale Stopfvorgang illustriert. Jährlich werden knapp eine
halbe Million Enten und Gänse aus Stopfproduktion nach Österreich
importiert.
Stopfmast ist hierzulande verboten. Was viele Verbraucher nicht
wissen ist, dass auch das Fleisch der zur Stopfleberproduktion
gemästeten Tiere verkauft wird - und zwar auch in Österreich. Die
inländische Produktion kann nämlich nur etwa 20% der Nachfrage decken
und muss massiv auf Importe zurückgreifen. So wird auch das
minderwertige, verfettete Fleisch von Enten und Gänsen aus
Stopfproduktion an Supermärkte, Restaurants, und Wochenmärkte in
Österreich geliefert.
Erste Erfolge kann die derzeit laufende VIER PFOTEN Kampagne gegen
Enten- und Gänsefleisch aus Stopfmast bereits verbuchen. Einige
Handelsketten haben sofort reagiert und werden künftig nicht nur
keine Stopfleber sondern auch keine Fleischprodukte aus
Stopfproduktion mehr führen. Dennoch kann der Konsument nur sehr
schwer herausfinden, ob das gekaufte Enten- oder Gänsefleisch ein
Abfallprodukt aus der tierquälerischen Stopfmast ist oder aus
konventioneller Mast stammt. Deshalb fordert VIER PFOTEN von
Bundesministerin Kdolsky ein Import- bzw. Verkaufsverbot für
Stopfmastprodukte, deren Herstellung in Österreich (und 13 anderen
EU-Ländern) aus Tierschutzgründen längst verboten ist.
Die aktuelle Obduktion einer ungarischen Stopfente an der
Veterinärmedizinischen Universität Wien ergab, dass das Tier neben
der fast gänzlich abgestorbenen, krankhaft verfetteten Riesen-Leber
eine hochgradig eitrige Bronchitis hatte. "Dass derartig kranke Tiere
in den Verkauf kommen und letztlich auf dem Teller landen, ist ein
Skandal", so Iring Süss, Kampagnenleiter von VIER PFOTEN.
Die Forderung von VIER PFOTEN nach einem Verkaufsverbot für
Stopfmastprodukte haben bereits 5000 Personen in Form eines
Online-Appells an Bundesministerin Dr. Kdolsky unterzeichnet. Auch
aus einer bundesweit repräsentativen GallUp-Umfrage ist eine
deutliche Tendenz in der Bevölkerung erkennbar: 87% der Befragten
halten ein Importverbot für notwendig. "Österreichs
Tierschutzorganisationen, Handelsketten und auch Konsumenten sind
sich hier einig! Alles wartet auf die Tierschutzministerin. Um einer
allfälligen Ausrede wegen "freiem Warenverkehr in der EU"
vorzubeugen, haben wir ein Rechtsgutachten erstellen lassen, dass
eindeutig die Möglichkeit dokumentiert, Fleisch aus Stopfmast auch im
Import zu unterbinden."
Mit der Aktion vor dem Ministerium beginnt die internationale
"STOPftour" der großen Ente: Die VIER-PFOTEN-Tour führt am
30.November nach Graz, am 3.Dezember nach Salzburg und am 4.Dezember
nach Innsbruck - danach folgen weitere europäische Länder. Weitere
Details sowie der Online-Appell an Ministerin Kdolsky finden sich auf
www.vier-pfoten.at
Rückfragehinweis:
Iring Süss, Programmleitung VIER PFOTEN Österreich Tel. 0664-1221 367, mailto:[email protected] Marco Flammang, Pressesprecher VIER PFOTEN Österreich Tel. 0664-3086 303, mailto:[email protected] VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz Johnstraße 4-6 A-1150 Wien http://www.vier-pfoten.at
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