• 24.11.2007, 10:30:00
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Krotsch: Gewalt niemals tolerieren!

Frauensekretärin der SPÖ Wien zum Start der 16 Tage gegen Gewalt

Wien (SPW) - "Gewalt gegen Frauen in der Familie oder der
Partnerschaft ist leider kein Einzelfall. In Österreich werden
tagtäglich 20 Gewalttäter aus dem gemeinsamen Haushalt weggewiesen.
Und zwei von zehn Frauen werden im Laufe ihres Lebens Opfer von
Gewalt in der Familie", informierte die Frauensekretärin der SPÖ
Wien, LAbg. Nicole Krotsch zum Start der 16 Tage gegen Gewalt vom 25.
November bis 10. Dezember 2007. "Umso wichtiger und dringender ist
es, dieses Thema verstärkt in die Öffentlichkeit zu tragen. Denn
nicht thematisieren und wegschauen heißt still dulden!", stellte
Krotsch am Samstag fest.****

So soll der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am Sonntag
jedes Jahr aufs Neue Bewusstsein schaffen und für hilfesuchende
Frauen eine Signalwirkung haben. Die Frauensekretärin betonte:
"Niemand muss psychischen Terror, Demütigungen oder körperliche
Gewalt still ertragen. Wien weist ein engmaschiges Gewaltschutznetz
auf, das auch ständig ausgebaut wird. Frauen, die von Gewalt bedroht
oder betroffen sind, finden hier Schutz und jenen, die Opfer von
Gewalt wurden, wird schnellstens die bestmögliche Hilfe angeboten!"

Die Stadt biete bundesweit das dichteste Netz an Hilfs-, Beratungs-
und Betreuungseinrichtungen für Gewaltopfer. Vor allem die vier
Frauenhäuser und die ambulante Beratungsstelle des Vereins Wiener
Frauenhäuser seien unverzichtbare Bestandteile der städtischen
Gewaltschutzarbeit. Aber auch Einrichtungen wie der
24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien, Krisenzentren, zahlreiche
Mädchen- und Frauenberatungsstellen sowie die Wiener
Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie würden einen
wichtigen Beitrag zur Unterstützung leisten. "Schnelle,
unbürokratische Hilfe anzubieten, ist grundlegend für ein
funktionierendes Gewaltschutznetz. Und in Wien wird diese Aufgabe
seit jeher ernst genommen. Denn es ist die Aufgabe der Politik, alles
zu unternehmen, um bedrohte Frauen und Kinder zu schützen", betonte
Krotsch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien.

Umso dringender sei es, das Gewaltschutznetz auch in ganz Österreich
auszubauen, was nun von SPÖ-Frauenministerin Doris Bures in Angriff
genommen wird. Krotsch: "Endlich ist mehr Geld für die Opferhilfe und
für die Verbesserung der Gewaltschutzgesetze vorgesehen. Das ist ein
essentieller Schritt für Österreich und die Wiener SPÖ Frauen werden
Doris Bures hierbei mit voller Kraft unterstützen!" Auch eine im
September durchgeführte IFES-Umfrage bestätige den Handlungsbedarf:
86 Prozent der Frauen mache das Thema Gewalt Sorgen und 92 Prozent
beurteilen die Einführung von intensiveren Maßnahmen als "ganz
wichtig".

"In Wien wird alles unternommen, um Frauen ein sicheres Leben
ermöglichen zu können. Dazu gehört auch das Wegweiserecht vor
Abtreibungskliniken. Denn es ist untragbar, Frauen in dieser
schwierigen Situation noch zusätzlichem Druck auszusetzen", so
Krotsch. Und bekräftigt in diesem Zusammenhang, dass Wien mit dem
Wegweiserecht alle Möglichkeiten ausgeschöpft habe, die auf
Landesebene möglich sind, und dass eine bundesgesetzliche Regelung
nötig ist, um den zusätzlichen Psychoterror vor Abtreibungskliniken
zu beenden.

Abschließend stellte Krotsch fest: "Die Wiener Frauenpolitik wird
sich auch weiterhin mit voller Kraft dafür einsetzen, dass sich jede
Frau in Wien sicher fühlen kann und dass Wien beim aktiven
Gewaltschutz ein Vorbild für ganz Österreich bleibt!" (Schluss) nk

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: ++43/ 01/ 53 427-222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at

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