- 21.11.2007, 13:13:57
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Grünewald zu Gerichtsmedizin Wien: Ministerium trägt übergeordnete Verantwortung
Wort der Staatsanwaltschaft erwartet, wenn schon Gesundheitsministerium schweigt
Wien (OTS) - "Die von der Gemeinde Wien betriebene massive
Reduktion von Obduktionen am Institut für Gerichtsmedizin der
Universität Wien kann einem Wissenschaftsminister nicht gleichgültig
sein, das Ministerium trägt übergeordnete Verantwortung. Die
Bemerkung Hahns zum Agieren des amtierenden Rektors Schütz - ´Kein
Wunder, wenn man einmal die Nerven verliert´ - ist mir als Beitrag
zu einer notwendigen Problemlösung absolut unzureichend", reagiert
der Wissenschafts- und Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt
Grünewald, auf die ministerielle Vorgehensweise.
"Jahrelang wurden räumliche und hygienische Missstände ignoriert und
eine Sanierung des Gebäudes hinausgeschoben. Auch die Unterstützung
universitärer Klagen und berechtigter Forderungen war jahrelang
unzureichend. Minister tragen auch in einer Regierung eine
übergeordnete Verantwortung und diese vermisse ich sehr", kommentiert
Grünewald die Situation um die Wiener Gerichtsmedizin.
"Der Schlagabtausch zwischen Bund, Gemeinde Wien und Justizressort um
eine kostengerechte Finanzierung von notwendigen Obduktionen führt
nur zur Verwirklichung des Florianiprinzips und ignoriert die
weitreichenden folgen für Lehre, Forschung, Gesundheitspolitik und
Justiz. Qualitätseinbrüche und Ausbildungsmängel werden nicht auf
sich warten lassen", so Grünewald, der die Aufnahme weiterer
Verhandlungen über mögliche Kompromisse fordert.
"Für die Antwort ´nix is´ g´schehn´ brauche ich keinen Minister und
ich erwarte mir hier auch dringend ein weiteres Wort aus der
Staatsanwaltschaft, wenn schon das Gesundheitsministerium schweigt",
schließt Grünewald.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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