- 21.11.2007, 09:44:30
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Kaninchen-Käfigverbot JETZT! VIER PFOTEN-Aktion vor Parlament
Wien (OTS) - Am Donnerstag macht die Tierschutzorganisation VIER
PFOTEN gegen die Käfighaltung von Kaninchen mobil. Mit einer Aktion
vor dem Parlament - bei der eine original Käfigbatterie von
Mastkaninchen aufgebaut wird - soll auf diesen gravierenden Missstand
in der Österreichischen Kaninchenhaltung aufmerksam gemacht werden.
Wo: vor dem Parlament
Wann: Donnerstag, 22.11.2007, ab 10:30 Uhr
Nach Schätzungen der FAO (Food and Agriculture Organisation)werden
in Österreich pro Jahr ca. 350.000 Kaninchen für die Fleischgewinnung
gehalten und geschlachtet. Es existieren drei größere Mastbetriebe
womit die Kaninchenmast für die Österreichische Landwirtschaft
insgesamt nahezu unbedeutend ist. In diesen Betrieben werden die
Tiere gehalten wie Hühner in der Legebatterie. So steht einem
Jungtier unter 1,5 kg Körpergewicht nur 20 x 19,5 cm (2/3 einer A4
Seite) Fläche zum Leben zu. Auf Drahtgitter-boden, ohne artgerechtes
Futter, ohne Rückzugsmöglichkeiten, ohne Sonnenlicht und ohne
Einstreu.
"Wer ein solches Käfigsystem im Original einmal gesehen hat, dem
wird klar, unter welch grausamen Bedingungen die Kaninchen zur
Fleischgewinnung in Österreich gehalten werden", erklärt Philipp
Strohm, Kampagnenverantwortlicher von VIER PFOTEN.
Geht es nach der umstrittenen Gesetzesnovelle, die vom
Gesundheits-ministerium (ÖVP) vorgelegt wurde und am Freitag den
23.11. in den Gesundheitsausschuss eingebracht werden soll, müssen
Kaninchen noch bis 2020 in genau diesen engen Drahtgitterkäfigen ihr
Leben fristen. Und auch für die Zeit danach sind nur minimale
Verbesserungen, aber noch immer kein Käfigverbot vorgesehen.
"Die vom Gesundheitsministerium vorgelegte Gesetzesnovelle
verstößt eindeutig gegen §13 des Tierschutzgesetzes. Danach müssen
Tiere ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend gehalten werden",
so Strohm. "Diese Politik ist nicht nur unverantwortlich, sondern
stößt auch auf breites Unverständnis. Die Menschen in Österreich sind
sehr tierfreundlich. Keiner versteht, weshalb Hühner und Nerze wegen
Tierquälerei aus den Käfigen herausgeholt wurden, die Kaninchen aber
nicht. Wir brauchen dringend ein Käfigverbot für Kaninchen."
SPÖ, Grüne, FPÖ und BZÖ haben sich bereits für eine Verbesserung
in der Kaninchenhaltung ausgesprochen. VIER PFOTEN appelliert
dringend an die ÖVP: Helfen Sie den leidenden Kaninchen mit einem
Käfigverbot - jetzt! Auch der Einzelhandel hat bereits reagiert und
entwickelt zusammen mit Produzenten tierfreundliche Haltungssysteme
für Kaninchen nach Schweizer Vorbild. In der Schweiz werden Kaninchen
bereits seit Jahren tierfreundlicher gehalten.
Rückfragehinweis:
VIER PFOTEN: Philipp Strohm, Kampagnensprecher Tel.: 01/8950202/31, mailto:[email protected] Sonja Sagan, Pressesprecher VIER PFOTEN Headquarter Tel.: 01/545 50 20/61, mailto:[email protected]
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