- 20.11.2007, 12:55:05
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Lopatka: Verpflichtende Ganztagsschule ohne Sport wäre das Ende der Vereine
Sportstaatssekretär besucht Mädchen- und Frauenprojekt "Fit und sicher" - BILD
Wien (OTS) - "Die österreichischen Sportvereine leisten einen
unbezahlbaren Beitrag für das körperliche und geistige Wohlbefinden
unserer Kinder und Jugendlichen. Wenn die diskutierte verpflichtende
Ganztagsschule nur die Fortsetzung von dem ist, was am Vormittag
passiert, wäre das das Ende des Schulsports und der Tätigkeit der
Vereine", betonte Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka im Rahmen
seines Besuchs des Mädchen- und Frauenprojekts "Fit und sicher" des
ASVÖ Wien im Kollegium Kalksburg in Wien. Der Ausbau der ganztätigen
Schulformen bedeute Gefahr, aber auch Chance: "Im Rahmen der
Nachmittagsbetreuung muss im Sinne der Schülerinnen und Schüler sowie
der sportlichen Angebote der Vereine eine tägliche Stunde Bewegung
und Sport fix verankert werden", so Lopatka. ****
Laut "Jugend und Sport"-Umfrage des Sportstaatssekretariates wünschen
sich 57 Prozent der Kinder und Jugendlichen mehr Sportunterricht im
regulären Schulbetrieb." Das sei ein klarer Auftrag an die Politik,
hier verstärkt tätig zu werden", so der Sportstaatssekretär. Die
Schulautonomie habe im Bereich Bewegung und Sport eine
kontraproduktive Entwicklung genommen. "Der alarmierende Anstieg an
fettleibigen Kindern und Jugendlichen sowie an Diabetes-Fällen
bereits ab dem Kindesalter hat die Welt-Gesundheitsorganisation
(WHO) zu dramatischen Appellen an die Regierungen veranlasst. Wir
müssen vom Reden zum Tun kommen, denn wir wissen bereits aus
zahlreichen internationalen Studien, dass Bewegung und Sport die
wirkungsvollsten Präventionsmaßnahmen bei diesen und anderen
Zivilisationskrankheiten sind."
Umso erfreulicher seien daher die zahlreichen Projekte der
Sportvereine der drei Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion in
Zusammenarbeit mit den Schulen. "Mit 'Fit und sicher' leistet der
Sport gleich zweifach positive Arbeit: Zum einen wird die allgemeine
Fitness der Teilnehmerinnen erhöht. Zusätzlich trainieren die Mädchen
einfache, aber effektive Techniken der Selbstverteidigung. Die
Mädchen werden so im Vertrauen in ihre eigenen körperlichen, aber
auch seelischen Kräfte gestärkt und erlangen neue Selbstsicherheit",
betonte Lopatka. Das Mädchen- und Frauenprojekt "Fit und sicher" des
ASVÖ Wien wird im Rahmen der so genannten innovativen Projekte vom
Staatssekretariat für Sport mit rund 40.000 Euro gefördert. Die
Gratis-Kurse für 14- bis 16-Jährige Mädchen starten jetzt mit zehn
Kursen an sechs Wiener Schulen. "Fit und sicher"-Kurse wurden mit dem
"Fit für Österreich"-Qualitätssiegel ausgezeichnet und im Rahmen des
Frauen Power Awards des BSO Sports Cristalls nominiert.
Fotohinweis: Fotos zur honorarfreien Verwendung finden Sie unter
www.lopatka.at zum Download.
Rückfragehinweis:
Roland Achatz Staatssekretariat für Sport Tel.: ++43 1 53 115 4036 Fax: ++43 1 53 115 4065 Handy: +43/664/6106308 E-Mail: [email protected]
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