- 20.11.2007, 10:40:52
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Arbeitssicherheit in Klein- und Mittelbetrieben: Österreich ist gut unterwegs
Internationale Fachtagung in Prag: AUVA präsentiert AUVAsicher, das österreichische Modell der Kleinbetriebsbetreuung, als "Model of Best Practice"
Wien (OTS) - Klein- und Mittelbetriebe sind nicht nur das Rückgrat
der österreichischen, sondern der gesamten europäischen Wirtschaft.
Im Bereich Arbeitssicherheit gibt es hier - im Unterschied zu großen
Unternehmen - qualitativ unterschiedliche, in manchen Staaten auch
noch unzureichende Lösungen. Um solche Defizite, auch mit Hilfe der
internationalen Zusammenarbeit, schrittweise auszugleichen, findet
von 21. bis 23. November 2007 in Prag ein internationales Kolloquium
mit über 200 Teilnehmern aus aller Welt und ganz Europa statt. Die
Teilnahme von Vladimír Spidla, EU-Kommissar für Beschäftigung,
soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit, spiegelt den hohen
Stellenwert der Veranstaltung wider.
Das internationale Kolloquium (detailliertes Programm:
http://metal.prevention.issa.int/prag_F.pdf) wird gemeinsam von den
Sektionen Metall, Elektrizität und Maschinensicherheit der
Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS), vom
Arbeitsministerium der Tschechischen Republik sowie von der
Europäischen Union des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe
veranstaltet. Auf der Tagesordnung stehen zentrale Themen wie die
Evaluierung von Gefahren und Gesundheitsbelastungen, die
Unterstützung der Arbeitgeber bei der Umsetzung der europäischen
Rahmenrichtlinie über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie
verschiedene Werkzeuge zur Umsetzung der Rahmenrichtlinie.
Dipl.-Ing. Peter Vavken, Präventionsdirektor der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt (AUVA) und Generalsekretär der
IVSS-Sektion Metall, zieht eine positive Zwischenbilanz: "Österreich
ist bei der Umsetzung gut unterwegs. Nicht zuletzt trägt die AUVA mit
der kostenlosen sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen
Beratung von Klein- und Mittelunternehmen durch AUVAsicher wesentlich
dazu bei. Gemeinsam mit den Sozialpartnern haben wir außerdem dafür
gesorgt, dass die 'Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz' in Österreich
erfolgreich umgesetzt wurde".
Weitere Informationen zu AUVAsicher gibt es auf der Website
www.auva.at/auvasicher.
Über die AUVA: Soziale Unfallversicherung für rund 4,4 Millionen
Versicherte
Bei der AUVA sind rund 4,4 Mio. Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Mio. Arbeiter,
1,5 Mio. Angestellte, 370.000 Selbstständige sowie 1,3 Mio. Schüler
und Studenten. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung überwiegend aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber.
Diese zahlen 1,4 Prozent der monatlichen Bruttolohnsumme jedes
Dienstnehmers (bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 3.840,- Euro) als
Unfallversicherungsbeitrag ein.
Prävention ist die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, weil sich
damit das Schadensgeschehen ursächlich beeinflussen lässt.
Prävention, also die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten, senkt die Kosten für die Heilbehandlung, die
Rehabilitation und die finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am
wirksamsten. Die AUVA hat sich daher nie als "Verwalter" von
Arbeitsunfällen betrachtet oder sich darauf beschränkt, "nur" die
Haftung der Arbeitgeber im Falle von Arbeitsunfällen oder
Berufskrankheiten zu übernehmen. Die AUVA hat es immer als ihre
vorrangige Aufgabe angesehen, aktiv und offensiv Arbeitsunfälle zu
verhüten: etwa durch intensive Aufklärung über Gefahren am
Arbeitsplatz, Information oder Motivation der Arbeitgeber und
Arbeitnehmer, durch Forschung oder durch vorbeugende Betreuung von
besonders bedrohten Versicherten. In die Säule Prävention wurden 2006
rund 56 Mio. Euro investiert.
Rückfragehinweis:
AUVA - Sicherheitsmarketing und Presse Dr. Wilfried Friedl Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien Tel.: +43 1 33 111-530 E-Mail: [email protected] Web: www.auva.at
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