• 15.11.2007, 16:25:14
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AUGE/UG: "Nein der Arbeiterkammer zu Ökostromförderung heißt 'Nein' zu zehntausenden neuen Arbeitsplätzen mit Zukunft!"

Völliges Unverständnis der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) für Arbeiterkammerposition zu Ökostromförderung

Wien (OTS) - "Die Dauerblockade der Arbeiterkammer wenn es um die
Förderung und den Ausbau Erneuerbarer Energien geht ist nicht nur
umweltpolitisch sondern auch beschäftigungspolitsch ausgesprochen
kurzsichtig," kritisiert Klaudia Paiha, Bundessprecherin der
Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen/Unabhängige
GewerkschafterInnen (AUGE/UG) und Mitglied des Vorstandes der Wiener
Arbeiterkammer das 'Njet' der Arbeiterkammer zu einer Totalreform des
Ökostromgesetzes nach Vorbild des deutschen
Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG).

So habe das EEG in der Bundesrepublik nicht nur einen wichtigen
Beitrag zum Klimaschutz geleistet sondern auch einen kräftigen
Beschäftigungseffekt mit sich gebracht: die Zahl der Arbeitsplätze in
der erneuerbaren Energiebranche ist von 160.000 Beschäftigten 2005
auf 234.000 Beschäftigte im Jahr gestiegen. Für Österreich errechnete
die Technische Universität Wien in der einer aus dem Jahr 2006
stammenden Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung erneuerbarer
Energien für Österreich einen Bruttobeschäftigungseffekt von 32.700
Arbeitsplätzen für Österreich. Die Autoren der Studie sprechen von
einem signifikanten Beitrag erneuerbarer Energien zu österreichischen
Arbeitsmarkt. "Erneuerbare Energien sind ein bedeutender Wirtschafts-
und Beschäftigungsfaktor. Zehntausende zusätzliche Arbeitsplätze mit
Zukunft könnten geschaffen werden, würde der Ausbau erneuerbarer
Energien entsprechend gefördert. Dass die Arbeiterkammer davor die
Augen verschließt ist nicht nachvollziehbar," so Paiha weiter.

Das von der AK immer wieder vorgebrachte Argument, die Förderung
von Ökostrom würde KonsumentInnen über Gebühr belasten ist für die
Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen nicht stichhaltig:
"Natürlich ist sicherzustellen, dass Haushalte nicht über Gebühr
belastet werden dürfen. Angesichts ständig steigender Öl-, Gas- und
Kohlepreise ist diese Argumentationslinie nicht länger aufrecht zu
halten." So bescheinigen deutsche Studien die kostendämpfende Wirkung
von Strom aus erneuerbaren Energien auf den Strompreis, da teure
fossile Energieträger (der Strompreis an den Strombörsen berechnet
sich nach den Kosten der jeweils teuersten fossilen Kraftwerke) durch
erneuerbare ersetzt würden. Dieser sog. Merit-Order-Effekt hat nach
deutschem Umweltministerium 2006 zu Einsparungen von 5 Milliarden
Euro geführt und die Kosten für alternative Strombeschaffung deutlich
überkompensiert. "Die Arbeiterkammer soll endlich den Ausbruch aus
dem fossilen Zeitalter wagen und die Chancen einer Förderung
erneuerbarer Energien erkennen - gerade auch für die Masse der
ArbeitnehmerInnen und KonsumentInnen," schließt Paiha.

Rückfragehinweis:
Alternative und Grüne GewerkschafterInnen
Klaudia Paiha, Tel: 0664/614 50 14
www.auge.or.at

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