- 14.11.2007, 09:00:00
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Aluta-Oltyan: Alpine Bau will Umsatz bis 2010 verdoppeln
Ausbau des Geschäfts im Osten und Südosten - Russischer Teilhaber ausgeschlossen - Allianz-Arena-Affäre ausgestanden
Wien (OTS) - Dietmar Aluta-Oltyan, Gesellschafter und
Aufsichtsratchef bei der Alpine Holding und damit verantwortlich für
die Alpine Bau, will den Salzburger Baukonzern in neue Höhen führen.
Der Manager kündigt in einem Exklusiv-Interview mit dem
Baufachmagazin "SOLID - Wirtschaft und Technik am Bau" an, den Umsatz
des Unternehmens bis 2010 zu verdoppeln. Schaffen will die Alpine Bau
dieses Ziel mit einer weiteren Offensive im Auslandsgeschäft - also
auch in Russland, wo Konkurrent Strabag mit seinem Teilhaber Oleg
Deripaska auf gute Geschäfte hofft. Eine Beteiligung eines russischen
Geschäftsmannes oder Unternehmens an der Alpine schließt Aluta-Oltyan
hingegen aus. ****
In der Strategie des Haupteigentümers der Alpine, des spanischen
FCC-Konzerns, spielt die Alpine im Osten eine große Rolle. Während
sich die FCC Construction um die Geschäfte im Westen, also in den
USA, Mittel- und Südamerika sowie Westeuropa, kümmert, expandiert die
Alpine weiter in Richtung Osten. "Wir bauen Indien aus, wir bauen
natürlich Russland aus", sagt Aluta-Oltyan. In Russland ist die
Alpine seit einem Jahr wieder tätig, nachdem sie sich 2002 aus dem
nunmehrigen Hoffnungsmarkt zurückgezogen hat. Einen russischen
Miteigentümer wollen FCC und Aluta-Oltyan nicht an Bord nehmen: "Wir
haben mit der Gazprom Invest einen Partner dort, der uns zumindest
gleiches gewährleistet wie ein Oleg Deripaska."
Aluta-Oltyan nimmt in SOLID auch Stellung zum Streit mit den
Ex-Teilhabern der Alpine, allen voran Otto Mierl, der seine Anteile
an den FCC-Konzern verkauft hat. Der Mondseer Bürgermeister hat die
Alpine wegen angeblich offener Gewinnausschüttungen geklagt.
"Persönlich enttäuscht bin ich nicht. Ich kann nur eines dazu sagen:
Meines Wissens hat Mierl einen Vertrag unterschrieben, in dem er mit
dem Verkauf seiner Anteile jegliche Ansprüche, die er an die Alpine
zu stellen hatte, als abgegolten erklärt hat."
Bereits ausgestanden ist für den "Mister Alpine" die
Korruptionsaffäre beim Bau der Allianz-Arena in München, die ihm eine
Verurteilung wegen Bestechung einbrachte. Schuldig fühlt sich der
Baumanager in der Causa trotzdem nicht: "Ohne das, was man mir
vorwirft, hätten wir nicht einmal gewusst, dass das Projekt in dieser
Art und Weise ausgeschrieben worden ist. Dafür hat schon die deutsche
Bauwirtschaft gesorgt. Die hat auch dafür gesorgt, dass alles so
gekommen ist wie es gekommen ist." Die negativen Seiten des Projekts
hat Aluta-Oltyan inzwischen abgehakt. "Wir haben ein Projekt
hingestellt, in dem bisher jedes Spiel ausverkauft war. Und deshalb
hat es uns insgesamt geholfen: Wir sind kurz davor, dass wir ein
Stadion in Singapur um rund 600 Millionen Euro bauen können. Wie
immer, wenn man das Negative übersteht, ist das Positive relativ gut
zu verwerten."
(Schluss)
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