- 13.11.2007, 09:57:21
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Buchinger: Hausbetreuungsgesetz allein löst nicht Pflegeproblematik
Regierung hat Pflege und Betreuung großen Stellenwert eingeräumt
Wien (SK) - "Die Regelung zur 24-Stunden-Hausbetreuung ist nur ein
kleiner Ausschnitt eines viel größeren Problems. In den nächsten
Jahren und Jahrzehnten werden Herausforderungen auf uns zukommen, die
noch nicht einmal ansatzweise gelöst sind", betonte Sozialminister
Erwin Buchinger am Montag im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema
"Betreuung und Pflege nach dem Hausbetreuungsgesetz", organisiert vom
Hilfswerk. Derzeit seien 300.000 Menschen über 85, bis zum Jahr 2050
sei mit einer Verdreifachung von Personen in dieser Altersklasse zu
rechnen, erläuterte Buchinger. Der Pflegebedarf werde zwar nicht im
gleichen Ausmaß ansteigen, da die Menschen gesünder altern, mit einer
Verdoppelung sei allerdings bis 2050 zu rechnen. Positiv zu bemerken
sei, so der Sozialminister, das die SPÖ-geführte Bundesregierung dem
Bereich der Pflege und Betreuung große Aufmerksamkeit schenke. Dies
sei einerseits am Regierungsprogramm abzulesen und man habe bereits
einige wichtige Maßnahmen umgesetzt. ****
Buchinger verwies darauf, dass man sich beispielsweise dem Bereich
der Pflege von dementen Personen angenommen habe. Derzeit würden
Pilotprojekte laufen, die vom Sozialministerium unterstützt werden,
die Unterstützung für pflegende Angehörige von Demenzkranken bieten
sollen. Darüber hinaus sei es unter der rot-schwarzen Regierung zu
einer "massiven Aufwertung" von pflegenden Angehörigen gekommen,
unterstrich der Minister und verwies in diesem Zusammenhang auf die
Einbeziehung pflegender Angehöriger in die Pensionsversicherung.
Mit der Regelung zur 24-Stunden-Betreuung sei es nun gelungen,
leistbare und qualitativ hochwertige Pflege auf legalem Weg zu
erhalten. Das Hausbetreuungsgesetz werde nach einem Jahr evaluiert,
um eventuelle Verbesserungen vorzunehmen. Es sei klar, so Buchinger,
dass sich ein Mindestpensionist, der keine zuzahlenden Angehörigen
habe, sich jetzt nicht die 24-Stunden-Betreuung leisten könne,
allerdings sei es jetzt für alle, die bisher illegale Hilfe in
Anspruch genommen hätten, möglich, auf legalem Weg die gleiche
Leistung zu erhalten. Ein Erfolg seien die
Finanzausgleichsverhandlungen gewesen, unterstrich Buchinger, die
Bundesländer hätten sich bereit erklärt die 24-Stunden-Pflege
mitzufinanzieren.
Der Sozialminister verwies auch auf die von ihm eingerichtete
Arbeitsgruppen zum Thema Pflege und Betreuung, die sich mit
zukünftigen Herausforderungen befassen sollen. Die erste
Arbeitsgruppe beschäftige sich mit der Finanzierung der Pflege, die
zweite werde sich mit der Einstufung von zu Pflegenden befassen und
die Dritte mit Sachleistungen und Qualitätssicherung. Buchinger
sprach sich dafür aus, vor allem den Bereich der Sachleistungen zu
erhöhen und den Bereich der Geldleistungen nur "moderat" anzuheben,
denn Österreich sei eines jener Länder mit dem höchsten
Geldleistungsanteil. (Schluss) sw
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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