• 12.11.2007, 13:35:42
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Architekturpolitik soll Lebensqualität für künftige Generationen sichern!

Wien (OTS) - Die Plattform Architekturpolitik und Baukultur
begrüßt die Einrichtung eines Baukulturbeirates im Bundeskanzleramt
und freut sich über das politische Bekenntnis zur Querschnittsmaterie
Baukultur.

Mit der Entschließung des Nationalrates vom 08.11.2007 wurde ein
entscheidender Impuls für eine ressortübergreifende
Architekturpolitik in Österreich gesetzt und somit adäquat auf die
Kritik des ersten österreichischen Baukulturreports reagiert.

Bereits im Vorfeld der Plenarsitzung gelang es der Vorsitzenden
des parlamentarischen Kulturausschusses, Christine Muttonen (SPÖ),
erstmals in der Geschichte des Parlaments, das ressortübergreifende
Thema Baukultur gemeinsam mit Mitgliedern des Bauten- und
Umweltausschusses zu diskutieren. Die Plattform Architekturpolitik
und Baukultur sieht dies als wesentlichen Schritt zur Wahrnehmung
der Baukultur als Querschnittsmaterie und hofft, dass künftig andere
Ausschüsse dem Beispiel einer gesamtheitlichen Diskussion folgen.

Es sei höchst an der Zeit für jenen Bereich, welcher der
Bevölkerung die höchsten Lebenskosten verursacht und die Qualität der
Umwelt am maßgeblichsten beeinflusst nun auch seitens der Regierung
Verantwortung zu übernehme, so die Sprecher der Plattform unisono.
Grundlage dafür ist der in der letzten Sitzung des Nationalrates
mehrheitlich beschlossene Antrag, der von Muttonen (SPÖ), Morak (ÖVP)
und Zinggl (Grüne) gemeinsam eingebracht wurde. Dieser beinhaltet die
Weiterführung des Baukulturreports in einem Fünf-Jahres-Rhythmus
sowie zur Etablierung eines österreichweiten Baukultur-Dialogs die
Einrichtung eines Beirates für Baukultur im Bundeskanzleramt. In
diesem werden die betroffenen Ressorts auf Bundesebene, aber auch die
Länder und Gemeinden sowie unabhängige Experten vertreten sein.
Dieser Beirat soll auch die schon längst fällige "Deklaration der
Bundesregierung für Baukultur in Österreich" bis Ende des kommenden
Jahres 2008 als Grundlage einer nationalen Architekturpolitik
erarbeiten, so die Plattform weiter.

Besondere Aufmerksamkeit schenkt die Plattform Architekturpolitik
und Baukultur auch der Ankündigung von Staatssekretärin Christine
Marek (ÖVP) den derzeit vorliegenden ersten österreichischen
Baukulturreport als volksnahe Kompaktversion - wie von vielen
BürgermeisterInnen gefordert - im Rahmen einer Baukulturinitiative
auf Ebene der Länder und Kommunen der Bevölkerung näher bringen zu
wollen. Diese wichtige Bewusstseinsarbeit, die von den Kultur- als
auch den Bautensprechern von SPÖ und ÖVP gleichermaßen eingefordert
wurde, stellt nach Ansicht der Plattform einen wesentlichen
Meilenstein für die Baukultur in Österreich dar. Ein diesbezügliches
Konzept liegt seitens der Plattform Architekturpolitik und Baukultur
bereits seit September im BMUKK vor - die Entscheidung hing bisher
von der Finanzierungszusage seitens des BMWA ab.

Bedauerlich sei es, dass der von Bautensprecherin Gabriele Moser
(Grüne) eingebrachte Antrag für eine einheitliche Bau-und
Raumordnungspolitik in Österreich noch keine Mehrheit gefunden habe.
Gerade in diesem Bereich liegen die größten Einsparungspotentiale für
die öffentliche Hand. Die Plattform hoffe daher auf baldige
diesbezügliche Gespräche über weiterführende Schritte mit
Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) und Staatssekretären Heidrun
Silhavy (SPÖ).

Erfreut zeigte sich die Plattform Architekturpolitik und Baukultur
über das von BM Claudia Schmied vorgestellte Acht-Punkte-Programm.
Die Bewusstseinsbildung für Baukultur dürfe nicht aus Einzelmaßnahmen
bestehen, sondern müsse Teil eines flächendeckenden und
fächerübergreifenden Ausbildungsprogramms sein. "Bundesministerin
Claudia Schmied ist mit gutem Beispiel vorangegangen", so die
SprecherInnen der Plattform Architekturpolitik und Baukultur. Es sei
aber erforderlich, dass auch die politisch Verantwortlichen der
anderen Ressorts, wie beispielsweise Wirtschaft, Umwelt oder auch
Verkehr und Infrastruktur in ihrem Bereich den Empfehlungen des
Baukulturreports folgen. "Baukultur ist keine reine
Kulturangelegenheit, sie betrifft die Lebensqualität aller Menschen
und somit sind auch alle Ressorts gefordert", so die SprecherInnen
abschließend.

Rückfragehinweis:

DI Volker Dienst
   0676 / 33 79 224
   
   Plattform Architekturpolitik und Baukultur
   SprecherInnen: DI Volker Dienst, Dr. Barbara Feller, 
   Mag.arch. MBA Roland Gruber
   c/o Krugerstrasse 17/2, 1010 Wien, 01-5130895
   [email protected] 
   www.architekturpolitik.at

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