• 12.11.2007, 13:03:42
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Medienministerin Bures: Regierung startet Initiative für sicheres Internet

Wien (OTS) - Medienministerin Doris Bures präsentierte heute im
Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Justizministerin Maria
Berger, Sozial- und Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger sowie
den Staatssekretärinnen Heidrun Silhavy und Christa Kranzl die
Informationsoffensive "Internet sicher nutzen".

Aktuelle Zahlen belegen eine hohe Internet-Nutzungsrate in
Österreich: Laut dem Austrian Internet Monitor nutzen 68 Prozent der
Bevölkerung das Internet, ungefähr jeder zweite davon sogar täglich.
Trotzdem zeige sich immer noch eine "digitale Kluft, die überwunden
werden muss", so Bures. Immerhin noch 32 Prozent der Bevölkerung
nutzen das Internet gar nicht; zum Beispiel ältere Menschen, aber
auch Frauen weisen im Vergleich eine geringere Nutzungsrate auf.
"Eine derartige digitale Kluft können wir aus volkswirtschaftlicher,
aber auch aus demokratie- und gesellschaftspolitischer Sicht einfach
nicht hinnehmen", betonte die Medienministerin. Der Bundesregierung
sei es daher ein wichtiges Anliegen, dass Hürden beim Zugang zum
Internet abgebaut werden.

Eine wesentliche Barriere in der Internet-Nutzung sei die Frage der
Sicherheit: "Diese Hürde bauen wir jetzt mit der neuen
Informationsoffensive ab", so Bures. Laut einer Erhebung von
saferinternet.at würden sich rund 70 Prozent der Internetnutzerinnen
und -nutzer in Österreich mehr Informationen zur Vermeidung von
Betrugsfallen wünschen. Die neue Informationsinitiative der
Bundesregierung komme diesem Anliegen nach und biete ein vielfältiges
Angebot für die unterschiedlichen Zielgruppen. In Zusammenarbeit mit
saferinternet.at sei zum Beispiel kostenloses Unterrichtsmaterial für
Schulen und Tipps für Konsumentinnen und Konsumenten erarbeitet
worden. Alle diese Angebote können ab sofort auf "help.gv.at"
abgerufen werden. "Durch fundierte fachliche Informationen sollen
Berührungsängste mit dem Internet abgebaut werden", so Bures.

Auch bei der "Bürgerkarte" gäbe es eine wichtige Weiterentwicklung in
Punkto Sicherheit, wie Staatssekretärin Heidrun Silhavy berichtete:
"Ab 1. Jänner 2008 wird die Bürgerkarte auf einem qualifizierten
Zertifikat basieren und kann somit für einen weiteren
Anwendungsbereich genutzt werden." Schon bisher ermöglicht das
Konzept der Bürgerkarte eine bequeme elektronische Abwicklung von
Verfahren und kann seit Inkrafttreten des E-Government-Gesetzes im
Jahr 2004 für die Erledigung von Amtswegen verwendet werden. Sie
bietet eine eindeutige elektronische Identität: "Mit Karte und PIN
kann man elektronische Signaturen von höchster Qualität erstellen",
so Silhavy.

Für Medienministerin Bures, die auch die Gesamtkoordination des
Themas Informationsgesellschaft in der Regierung inne hat, stellt die
neue Initiative einen "wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung mit
der zentralen Informations- und Kommunikationsplattform der modernen
Wissensgesellschaft" dar. Viele Ressorts würden sich mit Maßnahmen in
ihrem Wirkungsbereich beteiligen und auch der Nationalrat stehe
hinter der Informationskampagne "Internet sicher nutzen". "Wir wollen
gemeinsam die Hürden beim Internet-Zugang reduzieren. Die
Sicherheitshürde bauen wir jetzt mit dieser neuen
Informationsoffensive ab", so Bures abschließend.

Rückfragehinweis:
Susanna Enk
Pressesprecherin der Bundesministerin für Frauen, Medien und Öffentlichen Dienst
Tel. (01) 531 15 - 2132

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