• 12.11.2007, 11:51:38
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Börsenotierte Unternehmen sichern 15,4 % der österreichischen Wirtschaftsleistung

Aktienforum und Wiener Börse fordern weiterhin aktive Wirtschaftspolitik für börsenotierte Unternehmen

Wien (OTS) - Eine aktuelle Studie des Industriewissenschaftlichen
Institutes (iwi) unterstreicht die Bedeutung der heimischen
börsenotierten Unternehmen: 127 Unternehmen sichern einen Anteil von
15,4 % an der heimischen Produktion, tragen 14,8 % zur Wertschöpfung
bei und sorgen für bis zu 400.000 Arbeitsplätze in Österreich. Die
Wirtschaftspolitik muss daher - im Interesse des Standorts - diese
Unternehmen weiter unterstützen.

"Die heimischen börsenotierten Unternehmen sind ein entscheidender
Faktor für den Wirtschaftsstandort und den Wohlstand in Österreich.
Der Anteil dieser wenigen Unternehmen an der Wirtschaftsleistung
Österreichs ist enorm", stellt Dr. Hellmut LONGIN, Präsident des
Aktienforums, anlässlich der Präsentation der Studie "Die
volkswirtschaftliche Bedeutung von börsenotierten österreichischen
Unternehmen", die das Industriewissenschaftliche Institut (iwi) im
Auftrag des Aktienforums und der Wiener Börse verfasst hat, fest. Die
127 untersuchten Unternehmen erzielen einen Anteil von 15,4 % an der
heimischen Produktion, tragen 14,8 % zur Wertschöpfung bei und
sichern bis zu 400.000 Arbeitsplätze in Österreich. "Börsenotierte
Unternehmen bleiben der Motor des Wirtschaftsstandortes. Trotz ihrer
internationalen Produktions- und Absatzmärkte sichern sie den
Wohlstand und die Beschäftigung in Österreich. Die Studie widerlegt
damit eindeutig gegenteilige Behauptungen mancher politischer
Kreise," so Longin abschließend.

"Die Studie macht auch deutlich, wie stark die börsenotierten
Unternehmen mit der österreichischen Gesamtwirtschaft verbunden sind.
Insbesondere die Branchen ‚Unternehmensbezogene Dienstleistungen’,
‚Energieversorgung’ und ‚Realitätenwesen’ erbringen für die
börsenotierten Unternehmen Produktionsleistungen im Ausmaß von
jeweils Euro 3 Mrd.", zieht Dr. Herwig SCHNEIDER, Studienautor und
Geschäftsführer des iwi, ein weiteres Resümee aus den
Studienergebnissen. Die Untersuchung weist somit auch sehr hohe
gesamtwirtschaftliche Multiplikatoren aus: Der
Produktionsmultiplikator liegt bei 1,85, jener für die Wertschöpfung
bei 1,95 und jener der Beschäftigung liegt zwischen 2,14 und 2,37.
"Jeder zusätzliche Beschäftigte und jeder Euro zusätzliche
Wertschöpfung in einem börsenotierten Unternehmen schaffen im Schnitt
1,3 weitere Arbeitsplätze und rund Euro 1 zusätzliche Wertschöpfung
in Österreich. Die beste Förderung der KMU erfolgt also durch die
Stärkung der börsenotierten Unternehmen. Eine wirkungsvolle
Wirtschaftspolitik darf daher niemals auf die indirekten Effekte
ihrer Maßnahmen vergessen", so Schneider abschließend.

"Jede Entwicklung - so erfreulich sie ist - kann immer noch
verbessert werden. Daher wünscht sich die Wiener Börse zur weiteren
Stärkung des österreichischen Kapitalmarktes eine Optimierung der
steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen", kommentiert Dr.
Heinrich Schaller, Mitglied des Vorstands der Wiener Börse AG, die
Studienergebnisse. "Konkret geht es um die Stärkung der
Angebotsseite, etwa durch eine staatliche Unterstützung der Kosten
eines Börseganges, die Abschaffung der Gesellschaftssteuer oder
weitere Privatisierungen auf Landes- und Bundesebene. Aber auch
nachfrageseitig sollten mehr Impulse zur Belebung der
Aktiensparkultur in Österreich gesetzt werden, z.B. durch die
Förderung von Mitarbeiter-Beteiligungsmodellen oder die Schaffung
weiterer attraktiver Möglichkeiten bei der privaten Zukunftsvorsorge
wie etwa einen Einmalerlag oder eine garantielose Variante", führt
der Börse-Vorstand näher aus.

Rückfragehinweis:

Mag. Markus Fichtinger, Geschäftsführer
   Lothringerstraße 12
   1030 Wien
   Tel.: +43/1/71135 - 2345
   Email: [email protected]
   www.aktienforum.org

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