• 09.11.2007, 13:49:17
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VIER PFOTEN warnt vorm "Martinigansl": Fleisch aus Stopfmast in österreichischen Supermärkten!

Wien (OTS) - Am Martinstag füllen Enten und Gänse wieder die
Kühltruhen der österreichischen Supermärkte. Was der Verbraucher
nicht weiß: Ein großer Teil dieser Tiere stammt aus grausamer
Stopfleberproduktion. VIER PFOTEN liegt aktuelles Film- und
Bildmaterial vor, das die massiven Verstöße beim Tierschutz in
ungarischen und bulgarischen Entenmastbetrieben belegt. Am Montag
wurden die Bilder im ORF-Verbrauchermagazin "Konkret" ausgestrahlt.

"Viele österreichische Supermärkte verkaufen Geflügelfleisch aus
der Stopfleberproduktion," sagt Iring Süss, Kampagnenleiter bei VIER
PFOTEN. "Wir verhandeln mit den Lebensmittelketten und haben bereits
erste Erfolge: Rewe und Spar haben zugesichert, auf den Verkauf von
Stopfleberfleisch verzichten zu wollen. Bis zum Martinstag hat sich
die Situation trotz des erfolgreichen Kampagnenstarts noch nicht
verändert: Sie können weiterhin nicht klar erkennen, ob Ihr 'Gansl'
nicht ein Abfallprodukt der Stopfmast ist."

Neben der Fettleber ist das Fleisch der gequälten Tiere ein
wichtiges Standbein der Stopfleberindustrie. Das minderwertige,
verfette Fleisch von rund einer halben Millionen Enten und Gänsen
wird an Supermärkte, Restaurants und Wochenmärkte in Österreich
geliefert.

Der Kunde hat bisher keine Möglichkeit zu prüfen, ob das Tier aus
der grausamen Zwangsmast stammt. Nur ein Code auf dem Etikett zeigt,
aus welchem Land und Betrieb das Fleisch stammt. Mit einer von VIER
PFOTEN erstellten Liste kann der Verbraucher künftig überprüfen, ob
die Ente aus ungarischer oder französischer Stopfmast stammt, die
Liste kann unter www.vier-pfoten.at heruntergeladen werden.

In vielen EU-Ländern, auch in Österreich, ist die Stopfmast
verboten. Das Geschäft blüht dennoch - über den Handel vor allem mit
Ungarn, das nach Frankreich zweitgrößter Produzent von Stopfleber
ist.

Die nun laufende VIER PFOTEN Kampagne fordert ein Verkaufsverbot
für Fleisch aus Stopfmast in Österreich! Ein Appell an Ministerin
Kdolsky kann auf der Website der Tierschutzorganisation
www.vier-pfoten.at/stopfmast unterzeichnet werden!

Hintergrund: Stopfleberproduktion

Das Stopfen von Gänsen und Enten ist eine der grausamsten
Methoden, um eine scheinbare Delikatesse - Foie Gras (französisch für
"fette Leber") - herzustellen. Den Tieren wird täglich zwei bis drei
Mal ein 50 cm langes Rohr durch den Schlund direkt in den Magen
eingeführt. Zwangsfütterung, bewusst herbeigeführte Erkrankung der
inneren Organe und Käfighaltung stellen den Alltag von Stopfenten und
Stopfgänsen dar. Am Ende der Mastzeit ist ihre Leber so groß, dass
sie kaum atmen oder sich bewegen können.

Achtung Redaktionen: VIER PFOTEN bietet aktuelles TV- und
Bildmaterial aus ungarischer und bulgarischer Stopfmast an.

Rückfragehinweis:

Marco Flammang
   Pressesprecher VIER PFOTEN Österreich
   Tel.: 0664/ 3086 303
   mailto:[email protected]
   
   VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
   Johnstraße 4
   1150 Wien
   
   http://www.vier-pfoten.at

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