- 09.11.2007, 09:44:39
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Vom Sorgental zur Vorzeigeregion
LH Haider, LHStv. Schaunig, LR Martinz bei 10 Jahr-Jubiläum des Vereins "Lavanttaler Wirtschaft" - Kooperationsvertrag zwischen EAK und Verein unterzeichnet
Klagenfurt (LPD) - Der Wirtschaftsstandort Lavanttal und seine
rasante Aufwärtsentwicklung in den letzten zehn Jahren standen
Donnerstag Abend im Wolfsberger Rathaus im Mittelpunkt eines
Festaktes aus Anlass des 10 Jahres Jubiläums des Vereins "Lavanttaler
Wirtschaft" (VLW). Einhellig war der Tenor aller Festredner, unter
ihnen Landeshauptmann Jörg Haider, LHStv. Gaby Schaunig und LR Josef
Martinz. "Aus einer strukturschwachen Region wurde eine
wirtschaftliche Vorzeigeregion."
"In den letzten zehn Jahren wurde dank vernünftiger Kooperationen
und nachhaltiger Strategien im Tal viel bewegt", gratulierte der
Landeshauptmann den Vereinsverantwortlichen zum Jubiläum. Trotz
einiger wirtschaftlicher Tiefschläge im Tal, wie der Schließung der
ÖDK in St. Andrä und der Schuhfabrik Gallus in Wolfsberg, wurde der
Optimismus nie zerstört, betonte Haider weiters. Dem Verein
"Lavanttaler Wirtschaft" sei es vielmehr gelungen, die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern und
er fungiert als wichtiger Impulsgeber für Projekte in der Region.
Der Landeshauptmann ging auch auf den von ihm und VLW-Vorsitzenden
Horst Jöbstl unterzeichneten Rahmenkooperationsvertrag ein. "Mit ihm
wird ein neues Kapitel in der Wirtschaftskooperation aufgeschlagen",
sagte er. Der in mehreren Arbeitskreisen erstellte Masterplan 2007
bis 2013 für die Wirtschaft des Tales soll die bereits bestehende
Zusammenarbeit zwischen der Entwicklungsagentur Kärnten (EAK) und dem
Verein weiter intensivieren. Haider und Schaunig dankten auch
Vereinsgründer Othmar Triebel für seinen steten Optimismus und den
Zukunftsglauben an das Tal.
Die beeindruckende Erfolgsbilanz in den letzten zehn Jahren hob
Schaunig hervor. "Der Verein hat seinen Anfangsenthusiasmus zehn
Jahre lang mitgenommen und viele neue Impulse in der Vorzeigeregion
Lavanttal gesetzt." Der vom Verein eingeschlagene Weg habe aber auch
zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beigetragen und somit
die Basis für wertvolle Arbeitsplätze geliefert.
"Profund und professionell hat sich hinter dem Griffner ein
Wirtschaftraum entwickelt, der ganz Kärnten Impulse gibt",
gratulierte Martinz. Für den Agrarreferenten ist das Lavanttal ein
Zugpferd der Kärntner Wirtschaft. Die Kraft des Wirtschaftserfolges
spüre man speziell in der Holzwirtschaft im Oberen Tal, betonte
Martinz.
EAK-Geschäftsführerin Sabrina Schütz-Oberländer hob die tolle
Zusammenarbeit der Lavanttaler Betriebe mit der EAK hervor und dankte
ihnen dafür. Jetzt gehe es darum, die bestehenden Betriebe zu
stärken.
Vereingründer Triebel, er wurde aus Anlass seines 70sten
Geburtstages mit der Goldenen Ehrennadel der Kärntner Wirtschaft
ausgezeichnet, gab einen Rückblick über die Entwicklung des Vereines.
Ihm gehören derzeit 42 Betriebe an. Als Highlights der letzten zehn
Jahre nannte er die Gründung des Lavanttaler Innovationszentrums, den
Aufbau des "Netzwerk Holz", die rasche und unbürokratische
Betriebsansiedlung der Firma Tubex innerhalb von drei Wochen und die
Kamin- und Lobbying-Gespräche mit interessanten Personen aus Politik
und Wirtschaft.
Das Ziel von Vereinsvorsitzenden Jöbstl in den nächsten zehn
Jahren ist es, das Lavanttal zu einer wirtschaftlichen Vorzeigeregion
in Europa mit vielen Leitbetrieben zu machen. Er dankte den
Regierungsmitgliedern auch für die gut funktionierende Zusammenarbeit
mit der Wirtschaft des Tales.
Vor dem Festakt besuchte der Landeshauptmann drei im Tal
erfolgreich tätige Firmen, nämlich Kresta, Asco und Astam. Für Haider
haben alle drei Betriebe eine Vorbildfunktion im Tal, da sie mit
Visionen ihre Ziele verfolgen, und auf die Aus- und Weiterbildung
ihrer Mitarbeiter großen Wert legen.
Beim Anlagenbauer Kresta in St. Andrä sind laut Firmenchef Franz
Kreuzer derzeit 200 Personen beschäftigt. Pro Jahr haben drei
HTL-Schüler die Möglichkeit, im Betrieb ihre Praktika zu absolvieren.
Das Unternehmen bildet auch drei FH-Studenten des Joanneum Research
Graz aus. Bis 2010 ist die Errichtung eines Kompetenzzentrums
geplant, in dem 20 FH-Studenten aufgenommen werden sollen.
Anlagenbauer Asco beschäftigt derzeit 50 Mitarbeiter in St. Andrä.
Beim Maschinenbaukomponentenhersteller und Kranbauer Astam in St.
Jakob arbeiten derzeit 70 Leute auf einer Produktionsfläche von 4.000
Quadratmetern.
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(Schluss)
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