• 07.11.2007, 13:39:44
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23.-26.11. Symposium "Inside Stories - Film und Biographie" in Wien

Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie und Österreichisches Filmmuseum laden zu Vorträgen und begleitender Filmreihe

Wien (OTS) - Die Biographie ist eines der ältesten Genres der
Filmgeschichte. Sowohl Spielfilme als auch Dokumentationen behandeln
seit Jahrzehnten die Lebensgeschichten von realen und fiktionalen
Figuren - seien das "Rob Roy", "Lawrence von Arabien" oder "Frida".

Auch die Literaturwissenschaft beschäftigt sich seit einigen
Jahren zunehmend mit der Biographik. Gerade die Infragestellung des
geschlossenen Autoren- und Künstlerbegriffs im 20. Jahrhundert hat
die Tendenz zur Untersuchung der Machart von Lebensgeschichten
verstärkt. Die Gründung des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte
und Theorie der Biographie trug dieser Entwicklung 2005 Rechnung, nun
nimmt sich das Team rund um Institutsleiter Wilhelm Hemecker auch des
Films an.

Das Institut veranstaltet von 23. bis 26.11. gemeinsam mit dem
Österreichischen Filmmuseum in Kooperation mit dem Institut für
Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien das
Symposium "Inside Stories - Film und Biographie". Im Rahmen der
Veranstaltung im Filmmuseum gehen Experten aus Zürich, Wien, Bochum,
Salzburg, Hamburg und London der Frage nach, welche narrativen
Vorgaben und ästhetischen Modelle die Machart von Biopics bestimmen.
Weitere Vorträge drehen sich um die Grenzen zwischen Realität und
Fiktion und um die Inszenierung "schlüssiger" Lebensgeschichten sowie
deren Fragmentierung in experimentellen Werken. Einen besonderen
Schwerpunkt widmet die Veranstaltung der filmischen Darstellung
weiblicher Lebensläufe.

Begleitend zu den Vorträgen wird - ebenfalls im Filmmuseum - eine
Reihe selten gezeigter Filmbiographien zu sehen sein, darunter Max
Ophüls’ "Lola Montez" mit Martine Carol und Oskar Werner, "Frida -
Lebendiges Stilleben" mit Ofelia Medina, oder Harald Bergmanns
Dokumentation "Brinkmanns Zorn" in Anwesenheit des Regisseurs.

Über die LBG: Die 1961 gegründete Ludwig Boltzmann Gesellschaft
(benannt nach dem großen österreichischen Physiker, Mathematiker und
Philosophen) ist eine private Trägerorganisation für
Forschungseinrichtungen (Institute und Cluster) in Österreich und
befasst sich mit medizinischen sowie geistes-, sozial- und
kulturwissenschaftlichen Fragestellungen. Die aus öffentlichen und
privaten Mitteln finanzierte LBG untergliedert sich in Institute und
Forschungscluster und beschäftigt insgesamt mehr als 260 Personen.

Rückfragehinweis:
Mag. Cornelia Nalepka
Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie
Tel: +43-1-4277-42163, Email: [email protected]
http://gtb.lbg.ac.at

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