- 06.11.2007, 12:26:57
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VP-Cortolezis-Schlager: BM Hahn sichert differenziertes Wiener Schulsystem und ermöglicht zukunftsorientierte Weiterentwicklung
Wien (VP-Klub) - Einen großen Verhandlungserfolg sieht die
Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Stadträtin Katharina
Cortolezis-Schlager, in dem von Bundesminister Hahn gestern erzielten
Kompromiss mit Unterrichtsministerin Schmied. "Die von der SPÖ
geforderte Zwangsbeglückung der Eltern, der Schüler/innen und
Lehrer/innen mit einem einzigen Schultyp ist vom Tisch. Nunmehr ist
garantiert, dass es keine flächendeckenden Schulversuche in einem
ganzen Wiener Bezirk geben wird. Die Wahlfreiheit bei der Schulwahl
bleibt dank Bundesminister Hahn bestehen", meint Cortolezis-Schlager.
Auch im Bereich der Mitbestimmung habe sich Minister Hahn erfolgreich
durchgesetzt. Cortolezis-Schlager: "Das SPÖ immanente ’Drüberfahren’
über die Schulpartner/innen, das Ignorieren der Wünsche von Eltern,
Lehrpersonal und letztlich auch der Schüler/innen wird es nicht
geben. Stattdessen werden die Lehrer/innen und Eltern gemeinsam
entscheiden, ob es zu einem Modellversuch an ihrer Schule kommt."
Als besonders wichtig erachtet die VP-Bildungssprecherin den
festgeschriebenen Evaluierungsauftrag für die Modellversuche. "Der
Wiener Stadtschulrat wehrt sich seit 2005 gegen die Evaluierung des
Schulversuches ’Kooperative Mittelschule’. Damit ist nun Schluss. Nun
gibt es eine Einigung zur begleitenden Evaluierung auf Bundesebene.
Dass dies in Wien auch geschieht, werden wir kontrollieren und mit
Nachdruck einfordern", so Cortolezis-Schlager.
Vorteile Wiens durch den neuen Gesetzesentwurf
"Gio Hahn ist nicht nur als Wissenschaftsminister erfolgreich für
Wien, sondern auch als Obmann der ÖVP Wien. Die Stadt Wien hat vom
Durchsetzungsvermögen und der Überzeugungskraft von Minister Hahn
überproportional profitiert", freut sich Cortolezis-Schlager und
weist auf die Vorteile, die Wien aus dem neuen Gesetzesentwurf zieht,
im Einzelnen hin:
- Pädagogisch gesicherte, umfassende Aufwertung der Hauptschule ist
nunmehr möglich.
- Weiterentwicklung des Schulversuches KMS auf der Basis von
vergleichbaren und evaluierbaren Bildungsstandards mit externer
Evaluierung war dringend notwendig und ist jetzt gesetzlich
gesichert.
- Ausbau der pädagogischen, personellen und finanziellen
Schulautonomie ist nun neben dem Bundesschulbereich auch für die
Wiener Pflichtschulen möglich. Wien muss daher den Wiener
Pflichtschulen mehr Freiräume in der Gestaltung einräumen, statt
durch Mobbing die Qualität einzelner Schulstandorte zu drücken.
- Verstärkte Berufsorientierung in der 7. und 8. Schulstufe in
Kooperation mit den höheren berufsbildenden und allgemeinbildenen
Schulen sowie den Polytechnischen Schulen ist nun möglich. Damit ist
das Ziel der ÖVP Wien, die Hauptschulen mit den weiterführenden
Schulen zu vernetzen und damit Bildungsabbrüche zu verhindern,
gesetzlich möglich geworden.
- Durch die Transparenz in der Leistungsbeurteilung zwischen den
verschiedenen Schulstandorten wird künftig sichtbar, dass es genügend
Hauptschulstandorte gibt, an denen bessere Leistungen erzielt werden,
als in undifferenzierten AHS Unterstufen.
- Mit der Gesetzesvorlage werden neue innere Formen der
Differenzierung in der AHS-Unterstufe möglich. Dies war schon
dringend notwendig, da die SPÖ in den vergangenen Jahren ungebremst
Schüler/innen für die AHS zugelassenen hat, obwohl diese nachweislich
mit der AHS überfordert waren. Darunter litt die Begabungsförderung
sowohl in der KMS als auch in der AHS.
- Modellversuche müssen nach bundeseinheitlichen Kriterien
eingereicht werden. Dies stellt sicher, dass die SPÖ das Wiener
Schulsystem künftig nicht nach unten nivellieren kann.
- Die Berechtigungen nach der 8. Schulstufe müssen den Bestimmungen
entweder der HS oder AHS entsprechen. Damit ist gewährleistet, dass
Eltern die Sicherheit haben, dass die Noten auch tatsächlich den
Kompetenzen und Leistungen der Kinder entsprechen.
- Der verpflichtende Förderunterricht stellt sicher, dass
Schüler/innen Mindeststandards nach Beendigung der 8. Schulstufe
erreichen.
Vernunft hat gesiegt
Auf der Basis dieses Gesetzesentwurfes kann es nun zu einer
Fortsetzung der wertvollen Entwicklungsarbeit der unabhängigen
Expert/innengruppe im Stadtschulrat kommen. Alle Eltern haben im
Rahmen der Schuleinschreibung die Sicherheit, dass kein Schulstandort
wegen Zeitdruck auf ein unausgegorenes Modell aufspringen muss.
"Es ist zu begrüßen, dass in der Wiener Stadtregierung letztendlich
doch die Vernunft eingekehrt ist und gesiegt hat. Auf der Basis einer
bundeseinheitlichen Regelung wird es nun möglich sein, die
spezifischen Herausforderungen Wiens gemeinsam anzugehen. Am Ende des
Weges sollten sich die Gespräche zwischen ÖVP und SPÖ zum Ziel
setzen, die Begabungsförderung mit wissenschaftlicher Expertise
auszubauen, Leistungsorientierung zu sichern und vorzeitige
Bildungsabbrüche zu verhindern", schließt VP-Bildungssprecherin
Cortolezis-Schlager.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:[email protected]
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