• 02.11.2007, 11:10:08
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Plassnik: "Vertrauensbildner in Serbien und Kosovo aktivieren"

Außenministerin im Vorfeld des internationalen Frauensymposiums zum Kosovo in Wien

Wien (OTS) - "Gerade in der jetzigen Intensivphase der
Statusgespräche zum Kosovo ist es wichtig, die gemeinsamen Interessen
sichtbar zu machen und den Blick für die gemeinsame Zukunft zu
schärfen", so Außenministerin Ursula Plassnik zum
Kosovo-Frauensymposium am 5. und 6. November in Wien. Das Symposium
bringt serbische und kosovarische Frauen in führenden Positionen aus
Politik, Medien, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an einen Tisch. Die
Veranstaltung steht unter dem Motto "Shaping our European Future -
Networking of Serbian and Kosovar Women".

"Wir wollen dazu beitragen, eine solide Basis für die gemeinsame
europäische Zukunft zu schaffen. Dafür müssen wir die
Verbindungslinien stärken und das Netz der Nachbarschaft enger
knüpfen. Wir dürfen unseren Blick nicht punktförmig auf die
Statusfrage einengen. Wir müssen Vertrauensbildner in Serbien und
Kosovo aktivieren. Wie auch immer der Kosovo-Status aussehen wird -
die Menschen im Kosovo und in Serbien werden auch in Zukunft Nachbarn
sein", unterstrich Plassnik.

Die Ministerin verwies darauf, dass es nicht um eine Duplizierung
der Statusverhandlungen gehe. Ziel der Konferenz sei vielmehr das
Aufspüren neuer Wege, um das nachbarschaftliche Miteinander zu
stärken. Dabei komme den Frauen eine besondere Funktion zu. "Frauen
sind in den Kosovo-Statusverhandlungen nicht hinreichend einbezogen.
Sie können als Praktikerinnen im Überwinden vielfältiger Barrieren
einen wichtigen Dialogbeitrag leisten. Dass so viele engagierte
Frauen an dieser Konferenz teilnehmen, ist ein ermutigendes Zeichen
der Bereitschaft, einander zuzuhören, quer über die Grenzen der
Politik und der Volksgruppen hinweg, und ihrer Stimme Gehör zu
verschaffen. 50 Prozent der serbischen und kosovarischen
Gesellschaften sind Frauen - es ist daher wichtig, ihr Potential
gerade jetzt am Weg in die gemeinsame europäische Zukunft zu nützen."

Das Kosovo-Frauensymposium legt bewusst den Fokus auf konkrete
Zusammenarbeitsfelder, die in den Statusverhandlungen bislang nur
wenig Beachtung fanden: Bildung, Soziales und Wirtschaft sowie
Medien. "Was wir brauchen ist ein breiterer, vertiefter
Nachbarschaftsdialog und gezieltes Netzwerken. Österreich ist dabei
auf allen Ebenen in Serbien und im Kosovo stark engagiert. Mit dieser
Konferenz setzen wir einen weiteren Mosaikstein in unserem Bemühen,
alle positiven Kontakt- und Einflussmöglichkeiten in der Region zu
nützen".

Das Symposium bringt führende Vertreterinnen aus allen
Lebensbereichen aus Serbien und dem Kosovo zusammen. Die Liste der
Teilnehmerinnen umfasst unter anderem die Jugendministerin Snezana
Samardzic-Markovic und die Vize-Außenministerin Milica Delevic aus
Serbien, die kosovarischen Politikerinnen Nekibe Kelmendi und Edita
Tahiri, die serbische Menschenrechtsaktivistin Natasa Kandic, die
Frauenrechtsaktivistin und Vorsitzende des kosovarischen
öffentlich-rechtlichen Rundfunks Vjosa Dobruna, die Vizepräsidentin
der serbischen Wirtschaftskammer Radmila Milivojevic und die
Direktorin der größten kosovarischen Mediengruppe "Koha", Flaka
Surroi.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für europäische 
   und internationale Angelegenheiten
   Presseabteilung
   Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
   Fax: ++43 (0) 50 1159-213 
   mailto:[email protected]
   http://www.aussenministerium.at
   http://www.bmeia.gv.at

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