- 30.10.2007, 10:04:16
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Anschober: Appell an Gusenbauer und Molterer:
Brutales und unmenschliches Zerreißen der Familie Zogaj durch Erteilung der humanitären Aufenthaltsbewilligung beenden
Linz (OTS) - Die Bundes-ÖVP will sich derzeit als Familienpartei
profilieren und auch die SPÖ präsentiert sich ähnlich. Und trotzdem
ist es gleichzeitig in diesem Österreich möglich, dass eine Familie
durch den Staat brutal zerrissen wird und getrennt leben muss. Seit
34 Tagen lebt Arigona Zogaj mit ihrer Mutter auch weiterhin in
Oberösterreich, während ihre Geschwister, die Volksschulkinder Albana
und Albin (8 und 9 Jahre), die nur Deutsch sprechen, ihre beiden
Brüder Alfred und Alban und ihr Vater in den Kosovo abgeschoben
wurden.
Anschober: "Die beiden Familienparteien haben das Zerreißen einer
Familie zu verantworten und müssen dies raschest beenden.
Bundeskanzler Gusenbauer und Vizekanzler Molterer liegen alle
Detailinformationen vor. Bei ein bisschen guten Willen kann der
Familie Zogaj rasch die humanitäre Aufenthaltsbewilligung erteilt
werden und damit die Zusammenführung einer seit Jahren bestens
integrierten Familie in Oberösterreich verwirklicht werden. Mein
Appell geht an den Bundeskanzler, in dieser Frage endlich
Führungsqualität zu zeigen und die Dinge nicht weiter treiben zu
lassen. Und mein Appell geht an den Vizekanzler, endlich ein Zeichen
der Menschlichkeit zu setzen und für die Zogajs die Trennung zu
beenden und ein Familienleben wieder zu ermöglichen. Besonders für
Kinder ist der derzeitige Zustand unerträglich, für Familienparteien
ist diese Situation untragbar und zerstört jede Glaubwürdigkeit."
Anschober abschließend: "Rechtlich ist eine Familienzusammenführung
der Zogajs problemlos durchführbar: durch eine sofortige humanitäre
Aufenthaltsbewilligung, die seit drei Wochen von der
Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck beim Innenminister beantragt ist,
für Arigona und ihre Mutter, und durch ein humanitäres Visum für die
restliche Familie samt anschließender humanitärer
Aufenthaltsbewilligung. Es hängt alleine und ausschließlich vom
politischen Willen der Bundesregierung ab. Es ist allerhöchste Zeit
zu handeln, das Zerreißen der Familie Zogaj darf keine Dauerlösung
werden."
Rückfragehinweis:
Die Grünen OÖ. Mag.a Nives Sardi Pressereferat Tel. 0664 / 83 17 503 [email protected] www.ooe.gruene.at
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