• 29.10.2007, 12:59:23
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Landwirte sichern Lebensqualität

Offenlegung der EU-Agrarmittel muss Leistungen der Bauern aufzeigen

Wien (OTS) - Gesunde Lebensmittel, eine intakte Umwelt, gepflegte
Landschaften - dafür sorgen die österreichischen Landwirte mit ihrer
Arbeit. Mit den EU-Agrarmitteln werden die umfangreichen Leistungen
der heimischen Bauern bezahlt. Bei der Offenlegung der Empfänger von
EU-Agrargeldern ab 2009 fordert der Verband der Land&Forst Betriebe
Österreich eine echte Transparenz.

Vor kurzem wurde von der EU-Kommission die Umsetzung der
Transparenzrichtlinie beschlossen. Ab 2009 werden die Empfänger von
Agrargeldern sowie die Höhe der Förderungen in allen Mitgliedstaaten
publiziert. "Wir sind für eine echte Transparenz", betont Felix
Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich. "Die
Veröffentlichung dieser Daten und Zahlen darf nicht zur Verzerrung
von Tatsachen führen. Die derzeitige Diskussion zeigt, dass genau
diese Gefahr droht. Die bloße Nennung eines Namens und einer
Fördersumme daneben, erzeugt in der Öffentlichkeit ein völlig
falsches Bild. Die Agrarförderungen sind die Bezahlung für die
umfangreichen Leistungen der Bauern. Diese müssen ebenfalls
aufgezeigt werden."

Heimische Landwirte erbringen umfangreiche Leistungen

Österreich ist in der Produktion von qualitativ hochwertigen und
natürlichen Lebensmitteln in Europa schon lange ein Vorreiter. Die
heimischen Landwirte erzeugen gesunde Lebensmittel und garantieren
die österreichische Eigenversorgung sowie Unabhängigkeit von
Importen. Darüber hinaus sorgen die Bauern mit ihrer sorgfältigen
Bewirtschaftung und Pflege für eine intakte Umwelt sowie eine
gepflegte Kulturlandschaft.

Die Agrargelder werden europaweit je nach bewirtschafteter Fläche
ausbezahlt. Bei diesen Zahlungen - Direktzahlungen sowie die
Fördermittel für die ländliche Entwicklung - werden in Österreich die
unterschiedlichen Betriebsgrößen berücksichtigt: Betriebe mit über
100 Hektar erhalten für den gleichen Einsatz sowohl bei der
einheitlichen Betriebsprämie als auch im Umweltprogramm ÖPUL um bis
zu 25 Prozent weniger als die kleineren Betriebe. Im Vergleich mit
den anderen EU-Mitgliedsstaaten wird zudem die Sondersituation der
heimischen Landwirtschaft deutlich: in Österreich sind die
Unterschiede bei den Hektar-Zahlungen zwischen kleineren und größeren
Betrieben am stärksten. Die Relation von ausbezahlter Fördersumme und
landwirtschaftlicher Nutzfläche ist europaweit betrachtet für die
kleineren heimischen Landwirte am günstigsten. Dies kommt vor allem
bäuerlichen Betrieben in den benachteiligten Regionen zu Gute.

Nur volle Transparenz schafft Objektivität

"In Europa können auch größere Landwirtschaftsbetriebe nur mit
Förderungen überleben", so Montecuccoli. "Diese produzieren
erstklassige Lebensmittel in ausreichender Menge und leisten einen
wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz auf großer Fläche. Zudem
schaffen sie Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen, bilden
Fachkräfte aus und sind Träger von Innovation und Forschung. Eine
echte Transparenzrichtlinie muss diese Leistungen aufzeigen."

Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich, Kristin Dawes,
Presse und Kommunikation,
Tel. 01/533 02 27-17, Mobil 0664/5109308,
e-mail: [email protected]

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